FCL-Trainer Celestini: «Ehrgeiz ist wichtiger als Energie»
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Sind die Spieler nach dem Kraftakt in den letzten neun Monaten noch frisch genug, um der Marschrichtung Fabio Celestinis Folge leisten zu können? (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Liegt noch die Europa-League-Quali drin? FCL-Trainer Celestini: «Ehrgeiz ist wichtiger als Energie»

3 min Lesezeit 1 Kommentar 07.05.2021, 17:00 Uhr

Nach der Sicherstellung des Ligaerhalts und dem Vorstoss in den Schweizer Cupfinal kann sich der FC Luzern mit einem starken Schlussspurt noch in den Kampf um die Qualifikation für die Europa League einbringen. Die Frage ist: Wann geht den Luzernern nach dem Kraftakt der letzten Wochen die Energie aus?

Nach Monaten der sportlichen Sorge ist die Hochstimmung zurück auf der Allmend. Grosses hat der FCL am Dienstag in Aarau erreicht. Mit einem 2:1-Sieg beim Challenge-Ligisten ist er nach neun Jahren wieder in den Schweizer Cupfinal eingezogen (zentralplus berichtete).

Dafür sind die Luzerner schon auf dem Heimweg gefeiert worden. Die Fans hissten die blau-weisse Flagge und zündeten Zuckerstöcke bei Überführungen, unter denen der Mannschaftscar wenige Kilometer ausserhalb von Aarau hindurch fuhr. Ehe auf der Allmend der leidenschaftliche Empfang durch ein paar Hundert Fans erfolgte und das grosse Feuerwerk gezündet wurde.

Die Teilnahme ist die Krönung einer schwierigen Saison, in der sich der FC Luzern einer Transformation unterzog. Mit drei Siegen und einem Remis in den letzten vier Spielen hat er sich bereits die Zughörigkeit zur Super League in der nächsten Saison gesichert.

FCL: Platz 3 im Visier

In den letzten vier Spielen können sich die Mannen von FCL-Trainer Fabio Celestini nach oben orientieren in der Tabelle. Einen der ersten beiden Plätze hinter Meister YB braucht es, um sich das Ticket für die Qualifikation zur Europa League zu holen.

Die Luzerner können sich wohl nur dann berechtigte Hoffnungen auf gutes Gelingen machen, wenn sie am Sonntag (16 Uhr) in der Swissporarena Servette bodigen. Jenes Servette, das am Mittwoch im eigenen Stadion den St. Gallern den Vortritt in den Cupfinal lassen musste.

So sieht das Schlussprogramm der in den Kampf um die Plätze 2 und 3 involvierten Teams aktuell aus:

  • 2. Basel 47 Punkte/+7 Tordifferenz: Auswärtsspiel (a) Young Boys, Heimspiel (h) Lugano, (h) Zürich, (a) Sion.
  • 3. Servette 47/-6: (a) Luzern, (h), Lausanne, (a) Vaduz, (h) St. Gallen.
  • 4. Lugano 43/-1: (h) Vaduz, (a) Basel, (h) Sion, (a) Luzern.
  • 5. Luzern 42/+4: (h) Servette, (a) Sion, (a) YB, (h) Lugano.
  • 6. Lausanne 42/+1: (h) Zürich, (a) Servette, (a) St. Gallen, (h) YB.

Ziemlich platt in Aarau

Der FCL hat seine wichtigsten Saisonziele geschafft. Darum stellt sich die Frage, ob die Anspannung und Energie beim FCL überhaupt noch da ist, um noch einmal alles in den Schlussspurt zu werfen?

«Wir wollen unbedingt weitermachen mit unserer Mentalität. Es geht darum, etwas aufzubauen beim FC Luzern, das allen Spass macht», sagt Fabio Celestini und ergänzt: «Wir haben in den letzten sechs Spielen fünf Siege und ein Remis geholt. Das steigert die Lust darauf, noch mehr Spiele zu gewinnen.»

«Siege laden die Batterien der Spieler wieder auf.»

FCL-Trainer Fabio Celestini

Ob die Beine der Spieler dem Anspruch Celestinis folgen können, wird sich am Sonntag gegen Servette zeigen. Schliesslich hat der FCL-Trainer am Dienstag in Aarau erkennen müssen, dass «meine Mannschaft ziemlich platt war. Das Spiel in Vaduz hat viel Energie gekostet.»

Sieggarant Tasar fehlt dem FCL

Aber er weiss auch: «Siege laden die Batterien der Spieler wieder auf.» Mit Blick auf die nächste Herausforderung in der Mannschaft ist er sich sicher: «Um den Sieg gegen Servette zu erringen, ist der Ehrgeiz wichtiger als die Energie.»

Schliesslich wüssten seine Spieler, was zu tun sei. «Wir holen den Sieg nur über das blinde Vertrauen und den Mut. Sonst haben wir keine Chance, weil wir nicht mehr Qualität haben als andere Mannschaften», hält Fabio Celestini fest.

Gegen Servette wird er auf Varol Tasar und Silvan Sidler verzichten müssen, weil sie gelbgesperrt sind. Gerade die Absenz von Edeljoker Varol Tasar könnte den FCL schmerzen (zentralplus berichtete). Der Offensivspieler hat bei drei der letzten fünf Luzerner Siegen die Entscheidung herbeigeführt.

Zuletzt im Cuphalbfinal am Dienstag in Aarau.

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1 Kommentare
  1. Goeggeler, 08.05.2021, 16:08 Uhr

    Es ist zu hoffen, dass sich die FCL-Spieler im Siegestaumel nach dem Cupfinaleinzug den Fans nicht zu sehr genähert oder sich gar unter die Fans gemischt haben. Eine Corona-Ansteckung und eine daraus folgende Quarantäne wären definitiv keine gute Vorbereitung für den Cup-Final. Also noch drei Wochen durchhalten und dann so richtig feiern.

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