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FCL-Präsident unter Beschuss
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FCL-Präsident Ruedi Stäger wird laut Blick von drei Verwaltungsräten attackiert. Der FCL widerspricht. (Bild: dog)

Verwaltungsrat stützt Ruedi Stäger FCL-Präsident unter Beschuss

3 min Lesezeit 1 Kommentar 20.10.2015, 18:00 Uhr

Der «Blick» schreibt von einem «Riesenzoff» um den FC Luzern. FCL-Präsident Ruedi Stäger stehe im Kreuzfeuer der Kritik und soll laut drei Verwaltungsräten seinen Sessel räumen. Nun gibt der FCL Gegensteuer. Und der hauptverantwortliche Verwaltungsrat Samih Sawiris sagt, was an der Geschichte dran ist.

Wie der «Blick» diesen Dienstag berichtete, sei im Umfeld des FCLs eine Nebelpetarde gezündet worden. FCL-Verwaltungsrat Samih Sawiris säge gemeinsam mit den Verwaltungsräten Josef Bieri und Marco Sieber am Stuhl von FCL-Präsident Ruedi Stäger. Über die Gründe kann der «Blick» nur spekulieren.

So gehe es um Stägers Rolle beim Konkurs des Sportvermarkters Kentaro. Wie ebenfalls vom «Blick» im September bekannt gemacht wurde, hat die Firma Betreibungen in Höhe von 31 Millionen Franken angehäuft. Ruedi Stäger war bis September 2014 Verwaltungsratspräsident. Zur Erinnerung: Als FCL-Präsident amtet Stäger seit Anfang 2014. Da waren Interessenkonflikte vorprogrammiert. «Ich wollte deshalb mein Mandat bei Kentaro möglichst schnell abgeben. Aber ich wollte nicht davonlaufen, als es der Firma derart schlecht ging», liess sich Stäger vom «Blick» zitieren.

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Umgang mit ägyptischem Spieler Schuld an Misere?

Doch der «Blick» ortet die Gründe am Wirbel um den FCL-Präsidenten noch an einem anderen Ort. Er spricht von «Eitelkeiten, die zu diesem Zoff unter Luzerns starken Männern» geführt hätten. Der ägyptische Milliardär und Investor Samih Sawiris sei noch immer sauer auf Stäger, weil dieser gemeinsam mit dem damaligen Sportchef Alex Frei und Trainer Carlos Bernegger den ägyptischen Spieler Kahraba in die Wüste geschickt habe. Dieser war dank finanzieller Mithilfe von Sawiris zum FCL gekommen – der Verkauf des als schwieriger Charakter geltender Landsmann Sawiris sorge bei diesem bis heute für Unmut.

«Die vom Blick getätigte Aussage entbehrt jeglicher Grundlage»

FCL Luzern-Innerschweiz AG

Beim FC Luzern führten die Spekulationen der Boulevardzeitung zu roten Köpfen. In einer Medienmitteilung teilt er mit: «Der Verwaltungsrat des FC Luzern steht voll hinter Präsident Stäger.» Die vom Blick getätigte Aussage entbehre jeglicher Grundlage. «Wir alle stehen – Stand heute – vorbehaltslos hinter FCL-Präsident Ruedi Stäger», hält Philipp Studhalter, Präsident der FCL Holding AG, fest. Es habe zwischen Samih Sawiris und dem zuständigen Blick-Journalisten ein längeres Telefongespräch stattgefunden, und Sawiris habe ihm mitgeteilt, dass es keinen Grund gäbe, nicht voll und ganz hinter dem Präsidenten zu stehen. Sawiris erwarte eine Richtigstellung.

Bernhard Alpstaeg stützt Stäger – Sawiris ebenfalls

Bereits im «Blick» hat Hauptinvestor Bernhard Alpstaeg Ruedi Stäger Rückendeckung versprochen. Stäger mache seinen Job gut und sei mit viel Herzblut und Engagement dabei, so Alpstaeg. Zur Kentaro-Affäre meint er, dass Stäger vielleicht etwas gutgläubig gewesen sei. Den entstandenen Wirbel darum bezeichnet er jedoch als «sub­stanzloses Schnittlauch-Geschwätz». Alpstaeg meint, Stäger müsse sein Budget im Griff behalten und dafür sorgen, dass es sportlich anständig laufe.

zentral+ hat mit Samih Sawiris ein schriftliches Interview geführt.

zentral+: Herr Sawiris, was ist an dieser Geschichte dran?

Samih Sawiris: Gar nichts.
 
zentral+: Wie beurteilen Sie die Rolle von FCL-Präsident Ruedi Stäger im Zusammenhang mit dem Konkurs von Kentaro?

Sawiris: Das kann ich nicht beurteilen.
 
zentral+: Stimmt es, dass Sie den Umgang mit dem ägyptischen Spieler Kahraba unkorrekt fanden?

Sawiris: Nein.
 
zentral+: Wie beurteilen Sie allgemein die Tätigkeiten von FCL-Präsident Ruedi Stäger?

Sawiris: Er macht seine Arbeit sehr gut.

Der «Blick» kündigte die heutige Geschichte mit dem Satz an: «Immer dann, wenn man denkt, im FCL herrsche endlich Ruhe, zündet doch wieder irgendjemand eine Nebelpetarde.» Offensichtlich war es dieses Mal das Ringier-Blatt selbst.

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1 Kommentare
  1. Robert Casagrande, 21.10.2015, 19:00 Uhr

    Jeder der Ruedi Stäger persönlich kennt, fühlt und weiss dass er ein aufrichtiger Mensch ist. Vom Blick weiss man, dass er stories kreirt ohne Ruecksicht. ( Papst war tot oder Bilder werden rot eingefärbt. ) Gradlinige Personen passen ihm nicht. Bei Kentaro hatte Stäger einen Job. Er liess sich wie viele blenden von einer Idee. Wen wunderts, die Fifa hat die Idee von Kentaro übernommen und dies war wohl das Ende. Die Pflichten eines VR sind klar und die kennt Stäger. Die Konsequenzen muss er tragen falls er verantwortlich ist. In der Schweiz vorveruryeilt die Presse nach Belieben. Ich schaetze die Arbeit von Ruedi Stäger für den FCL und ich hoffe nachdem wir Ruhe bei der1.Mannschaft haben, er sich auf die Reorganisation der Organisation konzentrieren kann.