Philipp Studhalter FCL FC Luzern Fussball Sport
  • Sport
FCL-Präsident Philipp Studhalter erwartet bis im November eine Lösung des Aktionärsstreits. (Bild: bic)

Nichtssagende Medienmitteilung des Aktionariats FCL-Präsident Studhalter: «Keine Lösung? Wir sind überrascht»

2 min Lesezeit 30.09.2020, 15:55 Uhr

Philipp Studhalter ist das Gesicht des FC Luzern gegen aussen. Die amateurhafte Medienmitteilung des Aktionariats, wonach mehr Zeit für eine Lösung des Streits benötigt werde, hat sein Berufsleben nicht einfacher gemacht. Studhalter erwartet eine Problemlösung in absehbarer Zeit.

Der runde Tisch, der ins Leben gerufen wurde, um eine Lösung im Streit zwischen Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg und der ihm feindlich gesinnten Gruppe um Marco Sieber zu finden, hat seinen Zweck nicht erfüllt (zentralplus berichtete). Zehn Monate sind ergebnislos verstrichen, Schuld daran soll Corona sein.

Statt Transparenz und Vertrauen zu schaffen, wurde in der dürftigen Medienmitteilung bloss eine Lösung des Aktionärsstreits in den nächsten Wochen in Aussicht gestellt.

zentralplus: Philipp Studhalter, wie haben Sie auf die enttäuschende Botschaft des FCL-Aktionariats reagiert?

Philipp Studhalter: Wir von der operativen Ebene sind überrascht, dass bis zum aktuellen Zeitpunkt keine Lösung innerhalb des Aktionariats gefunden werden konnte. Wegen der Umstände müssen wir aber Verständnis dafür aufbringen, dass sich die Gespräche mit potenziellen Investoren verzögert haben.

zentralplus: Aber von aussen erhält man den Eindruck, dass das oberste FCL-Gremium in zehn Monaten nichts auf die Reihe gekriegt hat.

Studhalter: Wir sind froh darum, dass die Gespräche am runden Tisch weiterhin konstruktiv und ruhig ablaufen. Nicht akzeptabel wäre gewesen, wenn es wie im letzten Herbst eine neuerliche Diskussion über die Unstimmigkeiten im Aktionariat in der Öffentlichkeit gegeben hätte. Jetzt herrscht offenbar Solidarität gegenüber der Institution FCL.

zentralplus: In der Medienmitteilung wird eine Lösung des Aktionärsstreits in den nächsten Wochen in Aussicht gestellt. Welchen Zeitrahmen verstehen Sie darunter?

Studhalter: Das habe ich mich auch gefragt, als ich es gelesen habe. Ich gehe von maximal zwei Monaten aus. Für den Klub ist es wichtig, dass baldmöglichst eine gute und nachhaltige Lösung gefunden werden kann und Klarheit über das weitere Vorgehen innerhalb des Aktionariats herrscht.

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

Dieser Artikel hat uns über 200 Franken gekostet. Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

0 Kommentare

Abonniere den Newsletter

Und erhalte unsere Post ganz nach Deinen Bedürfnissen und Wünschen: Täglich oder wöchentlich.