FCL mit Fehlstart – und Margiotta vor dem Absprung?
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Francesco Margiotta im Dress des FC Luzern – gehört dieses Bild bald der Vergangenheit an? (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Wieder Pleite gegen Lugano FCL mit Fehlstart – und Margiotta vor dem Absprung?

3 min Lesezeit 19.09.2020, 20:57 Uhr

Lugano bleibt der Angstgegner der Luzerner. Die Tessiner schicken die offensiv lange harmlosen Gäste mit einer 1:2-Niederlage auf die Heimreise. Francesco Margiotta kam nicht zum Einsatz – der Premiere League-Verein Burnley hat ein Auge auf ihn geworfen.

Er sei nicht 120 Prozent bei der Sache, erklärte FCL-Trainer Fabio Celestini, warum er Francesco Margiotta, den besten Torschützen der letzten Saison (11 Tore und 9 Assists in 35 Meisterschaftspielen), in Lugano nicht im Aufgebot hatte.

Der FC Burnley hat dem italienischen Mittelstürmer den Kopf verdreht. Der Zehnte in der letzten Premier League-Saison zeigt laut «The Sun» Interesse an Francesco Margiotta.

Für den 27-jährigen Spieler bedeutete ein Wechsel die grösste Chance seiner Karriere, für den FC Luzern den Verlust der offensiven Lebensversicherung der vergangenen Spielzeit – aber vielleicht auch den grossen Reibach.

Noch zwei Jahre ist Margiottas Vertrag mit dem FCL gültig – und englische Vereine können so tief in die Tasche greifen wie kaum eine andere Liga auf dem Planeten Fussball.

Marius Müller erstmals Vater geworden

Für Margiotta hat Celestini Mark Marleku ins Sturmzentrum gestellt. Und er hatte seinen Mannen und den Medienschaffenden aufgezeigt hat, was sie für ein Gegner im Südtessin erwarten wird (zentralplus berichtete). Trotzdem haben die Luzerner kein probates Mittel gefunden, um die primär aufs konsequente Verteidigen fokussierten Luganesi auseinander zu nehmen und in die Schranken zu weisen.

Vielleicht wäre es für die Luzerner, die im Tor den auf den Spieltag erstmals Vater gewordenen Marius Müller durch Oldie David Zibung ersetzten, anders gekommen, wenn der Video Assistant Referee (VAR) nach 13 Minuten nicht eingegriffen hätte.

Spielleiter Sandro Schärer hatte nach Eingreifen von Lugano-Goalie Osigwe gegen Ibrahima Ndiaye auf Penalty entschieden, diesen aber nach der Intervention des VAR aber wieder zurückgenommen.

Lugano schwächt sich selber

So nahm das Unheil für die Luzerner seinen Lauf. In der 20. Minute traf Alexander Gerndt mit einem Distanzschuss zum 1:0 und Mattia Bottani erhöhte das Skore für Lugano, indem er eine schöne Kombination abschloss.

Und der FCL? Er blieb offensiv mehrheitlich ohne zündende Ideen und Durchschlagskraft.

Rückenwind bekam Fabio Celestinis Team erst wieder, als Christopher Lungoyi bei seiner ersten Aktion nach seiner Einwechslung die Rote Karte gezeigt bekam (68.). Der Luganesi trat mit offener Sohle gegen Silvan Sidlers Standbein.

Schaub belebt die Offensive

Und zwei Minuten nachdem Louis Schaub, Österreichs Antwort auf Hakan Yakin (zentralplus berichtete), zu seiner Premiere im FCL-Dress kam, wurde es so gefährlich wie noch nie vor Luganos Tor. Doch im zweiten Versuch landete Sidlers Ball am Pfosten (75.).

Schaubs Einwechslung belebt zwar die Offensivleistung der Luzerner, dem FCL gelingt in der Nachspielzeit durch ein Eigentor Covillos noch der Anschlusstreffer. Aber am Verdikt lässt sich nichts mehr ändern. Zum Schluss steht die fünfte Niederlage der Luzerner bei zwei Unentschieden in den letzten sieben Direktbegegnungen mit Lugano.

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