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FCL-Fans wollen Mitsprache für alle
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Die Fans wünschen sich eine breite Diskussion. (Bild: Dominik Stegemann / fcl.fan-fotos.ch)

Diskussion zur Zukunft des Vereins FCL-Fans wollen Mitsprache für alle

2 min Lesezeit 1 Kommentar 12.07.2020, 16:52 Uhr

Die Fans des FC Luzern fordern, dass ein breiter Dialog über die Zukunft des Clubs geführt wird. Mitreden sollen nicht nur jene, die das Geld einschiessen, sondern die ganze FCL-Familie.

Ende Juni sorgte die Dachorganisation der FCL-Fans (USL) mit der Ankündigung, den Verkauf der Saisonabos zu boykottieren, für Gesprächstoff (zentralplus berichtete). Der Aufruf habe viele interessante Rückmeldungen ausgelöst. «Kontrovers diskutiert wird der gewählte Weg und Zeitpunkt, der dem Thema die nötige Relevanz verschaffen hat», schreibt die USL in einem offenen Brief an die Fans, Sponsoren, Spieler, Aktionäre und Mitarbeiter des Vereins.

Die aktuellen Monate seien entscheidend für die Zukunft des FCL, da nun die Weichen gestellt würden. «Der FCL soll nicht einfach bloss überleben, sondern sich endlich aus den Blockaden und der Unruhe der vergangenen Jahre befreien können.»

Darum müssten nun jene Fragen diskutiert werden, die den FCL laut USL seit Jahren lähmten: Wem gehört der Verein und wer soll bestimmen? «Ist es richtig, dass sechs Männer mit dem nötigen finanziellen Polster in Eigenregie und unter Ausschluss der gesamten sonstigen FCL-Familie darüber entscheiden können, an wen unser FCL verkauft wird?» 

FCL soll eigenständig bleiben

Nein, meinen die Luzerner Anhänger. Sie verlangen, dass die gesamte FCL-Familie mitbestimmen kann, welche Zukunft der Verein haben soll. «Wir alle, vom Allesfahrer bis zum gelegentlichen Matchbesucher, vom Haupt- bis Kleinstsponsor, vom finanzstarken Gross- bis zum idealistischen Kleinaktionär, vom Trainer bis zum Auswechselspieler, vom Haustechniker bis zur Shop-Mitarbeiterin, vom langjährigen Donator bis zum prominenten FCL-Beirat bilden zusammen den FC Luzern.»

Hintergrund sind die Umstimmigkeiten in der FCL-Führung und Gerüchte über einen möglichen Verkauf des Clubs ins Ausland. Hinter den Kulissen würden bereits viele bilaterale Gespräche geführt, heisst es im offenen Brief weiter. Die USL kündigt aber an, dass es in nächster Zeit weitere Plattformen geben werde, um sich an der Diskussion zu beteiligen.

Beim Thema an sich zeichnet sich laut den Fans indes ein breiter Konsens ab, der im Grundsatz von den allermeisten mitgetragen werde: Der FCL soll ein eigenständiger Innerschweizer Fussballclub bleiben.

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1 Kommentare
  1. CScherrer, 16.07.2020, 09:06 Uhr

    Rückständiges Verständnis einiger ewig gestrigen Möchtegerne-Fussballromantiker. Zurück zum Günter-Netzer-Gedächtnis-Standfussball und direkter Abstieg in die Niederungen der ersten Liga. Gut so. Bleibt die Frage, was die Stadt dann mit der leerstehenden swisspor-Arena machen wird. Auf jeden Fall weiss dann Herr Alpstaeg was er macht. Er demontiert das Logo und diejenigen welche mitbestimmen wollen und dafür verantwortlich sind, dass das Unternehmen FC Luzern seine Angestellten entlassen musste, dürfen dann den Namen für das Stadion bestimmen. Fans sollen den FC Luzern lautstark unterstützen und zu einem gewissen Mass auch etwas Sinnvolles, was dem Unternehmen einen Mehrwert bringt, beitragen. Doch solange diese so genannten Fans sich deplatziert benehmen, darf ihnen mit ruhigem Gewissen die Kompetenz abgesprochen werden, etwas Sinnvolles beitragen zu können.

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