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FCL-Fans regeln Sicherheit in Zügen selbst

2 min Lesezeit 02.12.2015, 22:27 Uhr

Ab kommenden Februar sollen Luzerner Fans in Fussball-Extrazügen selbst für Ruhe und Ordnung sorgen. Die SBB-Transportpolizei zieht sich laut «Rundschau»-Recherchen zurück. Diese Vereinbarung sei mit Luzerner Fans unterzeichnet worden.

Wie das «SRF Regionaljournal» berichtet, ist es das erste Mal überhaupt, dass die SBB direkt mit Fussballfans eine Vereinbarung über Selbstregulierung der Fanzüge abschliessen konnte. Daraus folgt: Auf Beginn der Fussball-Rückrunde im Februar 2016 wird sich die SBB-Transportpolizei aus den Luzerner Fanzügen zurückziehen.

SBB hofft auf Beruhigung der Situation

Anton Emmenegger, stellvertretender Kommandant der SBB-Transportpolizei hat die Recherche der «Rundschau» bestätigt: «Die Transportpolizei hat Fussballfans ausgebildet, die eigenverantwortlich für Ruhe und Ordnung auf den Fanzügen sorgen sollen. Wir erhoffen uns eine Beruhigung der Situation in den Fussballextrazügen.»

Transportpolizisten spitalreif geschlagen

Grund der neuen Regelung seien Gewaltexzesse, bei denen SBB-Transportpolizisten von Hooligans aus Fanzügen geprügelt wurden. Ein Vorfall bei einem Auswärtsspiel in St. Gallen von letzten Febraur ist bekannt (zentral+ berichtete), sowie ein Zwischenfall bei einem Spiel in Lugano. So erzählt in der «Rundschau» diesen Mittwochabend ein betroffener SBB-Transportpolizist von einer Attacke.

Fanbeauftragter: «Fans in Verantwortung»

Christian Wandeler setzt sich für die Selbstregulierung durch die Fans ein und hat als Luzerner Fanarbeiter die Vereinbarung mit den SBB unterzeichnet. «Neu werden Fans mit in die Verantwortung genommen – dafür zieht sich die Transportpolizei zurück.» Der Geschäftsführer von Fanarbeit Schweiz erhofft sich viel von dieser neuen Lösung: «Das neue Modell muss zuerst anrollen; doch alle Beteiligten sind sehr zuversichtlich, dass die Selbstverantwortung klappt.»

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