FCL bringt Führung nicht über die Zeit
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Der Platzverweis gegen Alex Carbonell in der 50. Minute durchkreuzte die Pläne des FCL. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Umstrittener Penalty FCL bringt Führung nicht über die Zeit

2 min Lesezeit 21.11.2020, 20:16 Uhr

Auch im siebten Anlauf verpasst der FCL mit einem 1:1 im Duell der Tabellenletzten den ersten Saisonsieg. Die Lichtensteiner waren trotz 40 Minuten mit einem Mann mehr darauf angewiesen, dass der Spielleiter einen umstrittenen Penalty-Entscheid fällte.

Der FC Luzern trat von Beginn weg so auf, wie es ein Gastgeber auf der Suche nach dem ersten Saisonsieg tun sollte: Er nahm das Spielgeschehen in die Hand, obwohl er im Abschluss bis auf zwei Distanzschüsse von Martin Frydek kaum in Erscheinung trat.

Es brauchte eine Energieleistung des neu in die Innenverteidigung beorderten Marvin Schulz in der 31. Minute, um die Partie in die aus Luzerner Sicht gewünschte Richtung zu lenken. Vom eigenen Sechzehner stürmte er los, liess fünf Gegner stehen, und nachdem Louis Schaub am Vaduz-Goalie scheiterte, legte Schulz den Abpraller für Dejan Sorgic zum 1:0 hin.

Müller rettet 1:0 in die Pause

Doch das Erfolgserlebnis bescherte dem FCL keine Selbstsicherheit, keine Leichtigkeit. Immer wieder verlor er einfache Bälle im Mittelfeld, denen er hinterher rennen musste. Eine zweite gute Chance zum Ausbau der Führung konnte er sich dergestalt nicht erarbeiten.

Doch auch der Tabellenletzte Vaduz tauchte bloss einmal gefährlich vor dem Luzerner Kasten auf. In der 44. Minute rettete der perfekt den Winkel verkürzende Marius Müller gegen Mohamed Coulibaly.

FCL mit ärgerlichem Platzverweis

Die zweite Halbzeit sah ein neues Drehbuch für den FCL vor, weil sich Alex Carbonell innerhalb von nicht einmal achtzig Sekunden zwei gelbe Karten einfing. Die zweite, gleichbedeutend mit dem Platzverweis, war umso ärgerlicher, weil er sich vor dem eigenen Strafraum den Ball zu weit vorlegte und danach zum Foul greifen musste. Braucht Carbonell eine Denkpause über die Spielsperre hinaus?

Lange schlug Vaduz keinen Vorteil aus der nummerischen Überlegenheit. Bis Di Guisto in der 85. Minute sein Bein im Strafraum geschickt vor Frydek stellte und getroffen wurde.

Spielleiter Adrien Jaccottet pfiff einen umstrittenen Penalty, den der frühere FCL-Akteur Milan Gajic souverän zum 1:1-Schlussstand verwandelte. Mit dem dritten Unentschieden im siebten Saisonspiel wartet der FCL weiterhin auf den Befreiungsschlag.

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