FC Luzern
Luzerner müssen Genfer zu Hause schlagen

FCL gegen Servette: Fricks Erwartung und Müllers Ansage

Damit Mario Frick seine Mission mit dem FCL auf direktem Weg erfüllen kann, ist am Sonntag wohl ein Heimsieg gegen Servette vonnöten. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

In den letzten vier Meisterschaftsspielen besitzt der FC Luzern die Chance, eine sportlich verkorkste Saison geradezubiegen. Voraussetzung dafür ist ein Heimsieg des FCL am Sonntag gegen Servette.

Im Winter haben die Luzerner Klubverantwortlichen den 47-jährigen Liechtensteiner als Hoffnungsträger in sportlich struben Zeiten geholt. Der neue Cheftrainer Mario Frick sollte den FCL vor dem ersten Abstieg seit 2003 bewahren.

Im Januar wies der Tabellenletzte FCL fünf Punkte Rückstand auf den von St. Gallen gehaltenen Platz 8 und das rettende Ufer auf. Und einen auf Lausanne, das auf einem Barrage-Platz lag.

Vier Runden vor der Endabrechnung hat Mario Frick nach wie vor die Chance, seine Mission zu erfüllen. Wenn nicht über den direkten Weg zum Ligaerhalt, dann halt über die Barrage (Spiele am 26. und 29. Mai).

Denn Lausanne steht mit 10 Punkten Rückstand auf den FCL und dem deutlich schlechteren Torverhältnis fast schon als Absteiger fest (zentralplus berichtete). Doch der neuntplatzierte FCL (30 Punkte) ist nach wie vor auf Schlagdistanz mit dem Achten Sion (34) und dem Siebenten GC (36).

Frick: «Diesen Unterschied will ich auf dem Platz sehen»

Das Entscheidende dabei: Der FCL und der FC Sion treffen in der übernächsten Runde am Mittwoch direkt aufeinander. Und GC empfängt an diesem Sonntag die Sittener zum Direktduell. Hier die Spiele der Barrage-Kandidaten in der Übersicht:

  • 7. GC (36 Punkte/Torverhältnis –1): Sion zu Hause, Basel auswärts, St. Gallen (h), YB (a).
  • 8. Sion (34/ –21): GC (a), Luzern (h), Lausanne (a), Servette (h).
  • 9. Luzern (30/ –19): Servette (h), Sion (a), YB (h), Zürich (a).

Servette schätzt FCL-Cheftrainer Mario Frick dank den Technikern Miroslav Stefanovic, Timothé Cognat und Kastriot Imeri zwar als eine der spielerisch stärksten Mannschaften der Liga ein. Aber er weiss auch, dass es bei den Genfern in diesem Championat um nichts mehr geht.

Bei den Luzernern steht hingegen das sportliche Überleben in der höchsten Liga auf dem Spiel. Darum folgert FCL-Trainer Mario Frick: «Diesen Unterschied will ich am Sonntag von der ersten Minute an auf dem Platz spüren. Nur wenn wir gegen Servette den dritten Heimsieg in Folge einfahren, kann wohl ein Endspiel gegen Sion zu Stande kommen.»

FCL auf Platz 5 der Rückrunden-Tabelle

Was aber, wenn Sion gegen GC gewinnen sollte? Frick lakonisch: «Dann ist GC wieder in der Verlosung.» Aber halt nur dann, falls die Luzerner ihr Konto am Sonntag um drei weitere Punkte äufnen sollten.

«Wir müssen am Sonntag auf den Platz rausgehen und brennen für unseren Erfolg.»

FCL-Goalie Marius Müller

Der FCL hat in dieser Saison noch nie gegen Servette gewonnen. Zwei Niederlagen und ein Remis stehen bislang zu Buche. Aber was will das schon heissen? Statistiken sind lediglich Gehilfen für Prognostiker. Im Hier und Jetzt müssen sie nichts bedeuten.

Die sportliche Leistungsentwicklung der Super-League-Klubs in diesem Jahr mag eine grössere Aussagekraft haben. In den 14 Spielen unter Mario Frick hat der FCL 19 Punkte geholt. Und liegt damit aktuell auf Platz 5 der Tabelle seit Beginn der Rückrunde. Lugano (17 Punkte), Servette (16), GC und Sion (je 13) und Lausanne (8) sind hinter dem FCL klassiert.

Für FCL-Goalie Marius Müller, einer der wenigen Lautsprecher auf und neben dem Platz, wird vor allem eines entscheidend sein: «Wir müssen am Sonntag auf den Platz rausgehen und brennen für unseren Erfolg.»

Verwendete Quellen
  • Gespräche mit Mario Frick und Marius Müller
  • Termine und Statistiken via transfermarkt.ch

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