FC Luzern
2:2 gegen Lugano

Die Aufholjagd des zuvor blassen FCL

Kein Durchkommen für FCL-Spieler gegen die Luganesi Kevin Rüegg (links) und Milton Valenzuela. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Der FC Luzern hat sich in der zweiten Halbzeit einen Punkt gegen den FC Lugano erkämpft. Mit einer Leistungssteigerung machte er einen Zweitore-Rückstand wett. Es war ein Punkt für die Moral.

Erst musste der FCL einen weiteren Nackenschlag einstecken. Die Luganesi zeigten dabei, dass sie eine konkrete Vorstellung von ihrem Offensivspiel haben. Kevin Rüegg spielte bei einem Konter in der 56. Minute Zan Celar frei. Der Stürmer hatte keine Mühe, mit seinem zweiten Treffer an diesem Nachmittag auf 2:0 zu stellen.

Doch der FCL wollte sich aber nicht so einfach in sein Schicksal fügen. Endlich brachte er mehr Energie auf den Platz. Und plötzlich kam ihm auch eine zündende Idee. Christian Gentner spielte einen Ball in die Spitze und der zuvor unsichtbare Filip Ugrinic lupfte ihn über Luganos Goalie Amir Saipi hinweg zum 1:2-Anschlusstreffer.

Noch eine Schrecksekunde für den FCL

Nachdem Ugrinic aus aussichtsreicher Position den Ausgleich vergeben hatte, machte es der eingewechselte Marko Kvasina in der Schlussphase besser. Der hoch aufgeschossene Österreicher verwertete einen weiten Freistoss-Ball von Filip Ugrinic per Kopf.

Und beinahe wäre der FCL doch noch als Verlierer vom Platz gestapft. In der 90. Minute kam Luganos Kevin Rüegg frei vor Marius Müller zum Abschluss. Doch sein Versuch war überhastet und unpräzise, so dass der FCL-Goalie problemlos intervenieren konnte.

Die scharfe Rückgabe des FCL-Captains

Der FC Luzern lieferte vor der Pause eine trostlose Vorstellung ab. Zwar hatte er im Vorwärtsgang mehr Ballbesitz, aber er wusste nichts damit anzufangen. Der eine oder andere in der mit 15'113 Zuschauern ausverkauft gemeldeten Swisspor-Arena wird gegen die Langeweile angekämpft haben.

Kein Wunder, entsprang die beste Torchance der Luzerner dem Zufall. Kurz vor der Pause erkämpfte sich Asumah Abubakar an der gegnerischen Grundlinie einen Ball und schloss gleich ab. Der Abpraller landete in der Folge bei Christian Gentner. Der FCL-Captain nahm sich die Zeit, den Ball zu stoppen und zu präparieren.

Doch sein Abschluss war nichts weiter als eine scharfe Rückgabe aufs Lugano-Tor, die in den Corner gelenkt wurde. Der folgende Eckball bot Denis Simani zum zweiten Mal in diesem Spiel die Gelegenheit, per Kopf zu treffen. Doch sein Versuch landete genau in den Armen von Luganos Goalie Amir Saipi.

Lugano war offensiv konkreter

Das Problem der Luzerner zu diesem Zeitpunkt? Er lag mit einer Länge im Hintertreffen. Die wie gewohnt defensiv stehenden Tessiner brannten auch ihrerseits kein Offensivspektakel ab. Aber wenn sie, zumeist nach schnellem Umschalten, vor dem Tor der Luzerner auftauchten, taten sie das viel zielstrebiger und konkreter.

1:0 in Führung gingen die Tessiner nach einem Freistoss von Reto Ziegler. Seine Flanke sprang Nicola Bottani vor die Füsse. Dieser legte den Ball zur Mitte, wo ihn Zan Celar erfolgreich verarbeitete.

Später lenkte FCL-Goalie Marius Müller einen Abschluss von Kevin Rüegg aus kurzer Distanz spektakulär über die Latte zum Corner.

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