Er setzte unter der Woche Akzente, litt während des Spiels und ging als Sieger in einem wichtigen Spiel vom Platz: FCL-Trainer Fabio Celestini.
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Ist Trainer des FC Luzern gewesen: Fabio Celestini. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Freistellung nach sportlicher Misere FC Luzern entlässt Trainer Fabio Celestini

2 min Lesezeit 8 Kommentare 22.11.2021, 14:48 Uhr

Der FCL ist nach der Niederlage gegen Lugano am letzten Wochenende Tabellenletzter. Nun reagiert die Klubführung: Die Tage von Trainer Fabio Celestini in Luzern sind gezählt.

Was hat Luzern gejubelt, als Fabio Celestini im Mai nach 29 Jahren endlich den Cuppokal in die Leuchtenstadt holte. Jetzt, knapp sechs Monate später, ist die Euphorie endgültig vorbei. Die Luzerner sind neu Tabellenletzter – und sie haben schon fünf Punkte Rückstand aufs rettende Ufer (zentralplus berichtete).

Dass Trainer Fabio Celestini trotz einem bis 2023 weiter laufenden Vertrag kurz vor seiner Freistellung steht, war bereits nach dem 1:3 gegen den FC Lugano am Wochenende klar. Nun macht die FCL-Führung ernst.

Mit nur zehn Punkten aus vierzehn Spielen misslang dem FC Luzern der Start in die neue Saison trotz grosser Ambitionen komplett (zentralplus berichtete). «Wir haben uns für diese Saison einiges vorgenommen und sehen diese Ziele aufgrund der bisherigen Leistungen in höchster Gefahr», wird FCL-Sportchef Remo Meyer in einer Medienmitteilung zitiert.

«Der FC Luzern hat sich dazu entschieden, sich per sofort von seinem Cheftrainer Fabio Celestini zu trennen», heisst es darin weiter. Die Gründe: Eine unbefriedigende Punkteausbeute mit nur zehn Punkten aus vierzehn Spielen und ein «unwiederbringlich verlorenes Vertrauensverhältnis aufgrund von öffentlichen Äusserungen des bisherigen Cheftrainers».

Mit der Führung des FC Luzern überworfen

Celestini hatte am Wochenende gegenüber «CH Media» gegen die FCL-Führung gewettert. «Ich brauche nicht Remo, nicht Stefan und auch nicht den Verwaltungsrat. Wenn ich daran denke, benötige ich nur Energie», wurde er zitiert. In der Bekanntgabe der Freistellung reagiert Präsident Stefan Wolf darauf: «Die in den letzten Tagen getätigten Äusserungen von Fabio Celestini zeigten, dass er sich nicht mehr mit dem Klub und seinen Mitarbeitenden identifizieren kann», lässt er sich zitieren.

Die Entscheidungsgremien des Klubs – Aktionäre, Verwaltungsrat und sportliche Leitung – würden diese «nicht loyalen, öffentlichen Äusserungen des bisherigen Cheftrainers» missbilligen. 

Sandro Chieffo übernimmt die Mannschaft

Neben Celestini werden auch Assistenztrainer Lorenzo Guerrero sowie Konditionstrainer Gabriele Bagattini bis auf Weiteres freigestellt. «Mit diesem Entscheid will der FCL seinem Team einen neuen Impuls geben», heisst es in der Mitteilung weiter. Interimistisch betreut werden wird die 1. Mannschaft bis zur Winterpause vom bisherigen U21-Trainer Sandro Chieffo.

Bis zur anstehenden Winterpause wird die 1. Mannschaft des FC Luzern interimistisch durch den bisherigen Cheftrainer der U21, Sandro Chieffo, betreut werden. (Martin Meienberger/freshfocus)

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8 Kommentare
  1. Estermann Hannes, 22.11.2021, 18:43 Uhr

    Geehrter Hr.Vasco,
    betreffend volle (?) Lohnzahlung bis 2023 habe ich meine Zweifel.Als ehem.Mitglied in einer parität. Pers.kommision eines(Grossbetriebes),hat sich aus meiner Sicht,der jetzt entlassene Trainer bei seinen letzten Medienauftritten – contra Clubführung ein unverständlich naives Verhalten zelebriert.
    Mögliche Anklage wegen Rufschädigung seitens FCL ist durchaus möglich ,incl.späterer fühlbarer Reduktion seines heutigen Gehaltes.
    Wenn vermutlich (!) der Ex Trainer einiges zu Recht angesprochen hat…nur dumm an der leidigen Sache…dies via Umweg über die Oeffentlichkeit.
    Persönliches Fazit;
    2020 in der Challenge Liga. starten, generell >allseits< mit tieferen und realeren Ansprüchen, sowie einem etwas mehr Vertrauens erweckendem oberen Kader,plus willigem Spielerkader über die ganze Saison!
    Zusätzlich das wenig erfolgreiche, praktizierte Konzept" FCL Altersasyl " einstiger Fussballergrössen
    ad acta legen !
    Trotz allem viel Glück wünscht ein seit mehr als 70 Jahren auswärtigen FCL Anhänger.

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    1. Vasco10, 23.11.2021, 08:20 Uhr

      Natürlich haben Sie in der Grundaussage recht Herr Estermann. Nach dem Erreichten, glaube ich aber nicht, dass der FC Luzern zu solchen Mitteln greift, vorausgesetzt Herr Celestini trägt sein Herz nicht noch weiter auf der Zunge.

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  2. Roger Bättig, 22.11.2021, 17:30 Uhr

    Logische Folge von Fehleinschätzungen, Überschätzungen, Uneinsichtigkeit und dazu die vielen Verletzten und alles wurde lange schön geredet. Das Team wurde an den Namen gemessen und nicht an den effektiven Leistungen. Man soll keine Einzelkritiken machen, aber gewisse gestandene Profis sind ein Schatten der ehemaligen Leistungen. Die Innenverteidigung ist so extrem anfällig, dass jeder Gegner leichtes Spiel hat. Aus dem Zentrum kommt kaum ein überraschendes Zuspiel…
    Die Bälle werden zu weit vorgelegt und Zuspiele über 5-6 kommen nicht an oder werden dem Gegner in die Füsse gespielt. Luzern hat ein grosses Qualitätsproblem.
    Die Tabelle Lügt nicht! Es wird nicht einfach da unten raus zu kommen, es könnte eine ganz bittere Saison werden.

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  3. Mac Tanner, 22.11.2021, 17:20 Uhr

    Jeder Mensch, der halbwegs weiss, wie Fussball funktioniert, der stellt fest, dass beim FC Luzern die grösste Niete auf dem Stuhl des Sportchefs sitzt. Dieser Herr ist untragbar geworden! Wann wachen die zwei Geldgeber endlich auf? Mit dem Weiler hat man grundlos verlängert (und teuer bezahlt), Zibung und Lustenberger waren Jahre drüber (und kosteten eine Stange Geld), mit dem Schürpf hat man ohne Not verlängert (und bezahlt teuer) dasselbe jetzt mit Celestini (wird auch sehr teuer). Lernresistent rennt der Meyer immer und immer wieder in die gleiche Wand. Sein Leistungsausweis? Unterirrdisch! Anscheinend hat man Geld im Überfluss in Luzern…… Doch wer bezahlt am Schluss für diese Stümperhaftigkeit? Der Fan, welcher dauernd angebettelt wird und der Steuerzahler, welche schlussendlich für die Coronakredite aufkommen muss. Über die irrwitzig tiefe Beteiligung an den Sicherheitskosten bzw. der durch die Rowdys verursachten Schäden reden wir schon gar nicht mehr.

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    1. Vasco10, 23.11.2021, 08:17 Uhr

      Unfassbar das jetzt wieder Herr Meyer als Sündenbock dastehen soll. Sein Leistungsausweis ist unbestritten, Trainerentlassungen gehören (leider) zum Job und werden wegen der 10er-Liga immer öfters ausgesprochen. Eine Aufstockung der Super-League erscheint mir unausweichlich. Hätte er den Vertrag mit Herrn Celestini, nach der erfolgreichen Saison 2020/21 nicht verlängert und wäre er abgesprungen, wäre das auch wieder nicht recht gewesen. Woher Sie von den Löhnen der FCL-Urgesteinen Lustenberger und Zibung wissen, scheint mir auch rätsellhaft und die Verlängerung mit Publikumsliebling Schürpf, der notabene in jedem seiner Spiele an die Leistungsgrenze geht und unheimlich wichtig für den FCL ist, anzuzweifeln, lässt mich endgültig an Ihrem Fussballsachverstand zweifeln! Und wann bitte schön, haben die tollen FCL-Fans das letzte Mal Schäden verursacht? Jeder Ihrer bisherigen Kommentare über den FCL trieft von Hass und ich wette Sie waren seit Jahren nicht mehr im Stadion vor Ort. Das Sie notabene noch eine ehemalige Legende als User-Namen verwenden, setzt dem Ganzen noch die Krone auf.

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  4. Ügu, 22.11.2021, 16:57 Uhr

    Aber Remo Meyer muss jetzt auch gehen

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  5. Vasco10, 22.11.2021, 15:16 Uhr

    Genie und Wahnsinn liegen manchmal Nahe beieinander. Cupsieg und YB im ersten Meisterschaftsspiel phasenweise an die Wand gespielt. Mein Kleiner meinte nach dem 3:1: «Jetzt werden wir Meister»…paar Wochen später sind wir mit nur einem Sieg Tabellenletzter. Ich freu mich für Herrn Celestini über seinen Vertrag bis 2023, den hat er sich mit dem Cupsieg und teilweise spektakulären Fussball letzte Saison redlich verdient und ich hoffe er nutzt die Zeit mit seiner auf einem anderen Kontinent lebenden Familie. Ich finde es gut, dass der FCL nun keinen Schnellschuss wagt und sich Zeit nimmt und wer weiss mit Herrn Seoane hat auch ein ehemaliger U21-Trainer Grosses geleistet. HOPP FCL / Zäme stoh!!!

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    1. Michel von der Schwand, 23.11.2021, 13:26 Uhr

      Vielleicht ist genau dies das Problem: Das überbewerten der Leistung gegen YB. Fakt ist, dass man das Spiel verloren hat. Es gibt keine Punkte dafür, dass man phasenweise das Gefühl hat, einen Gegner an die Wand gespielt zu haben.

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