Fans widersprechen der Polizei

2 min Lesezeit 28.05.2015, 18:50 Uhr

Mit einer Stellungnahme gelangt die Fanvereinigung des FC Luzern, United Supporters Luzern (USL), an die Öffentlichkeit. Die USL spart nicht mit Kritik an der Einsatzleitung der Luzerner Polizei.

Die USL stellt klar, dass sich die organisierten Fans des FC Luzern sowohl im Vorfeld als auch im Nachgang des Spiels FC Luzern gegen FC Zürich vom vergangenen Montag an sämtliche Absprachen mit der Polizei gehalten haben.

Ein Zusammentreffen der beiden Fangruppen ergab sich nicht aus der Missachtung der Absprachen, sondern aus ihrer expliziten Einhaltung und der Berücksichtigung von Anliegen des Polizeikommandanten. Den FCL-Fans wurden nach Spielschluss zu keinem Zeitpunkt polizeiliche Anweisungen erteilt. Aus Gründen der Selbstregulierung wurde entschieden, nicht die bei Heimspielen übliche Marschroute einzuschlagen, sondern eine gemäss Abmachung mit der Kantonspolizei vorgegebene Route für Risikospiele, welche ein direktes Aufeinandertreffen der Fangruppen weniger wahrscheinlich machte.

Diese Route wurde – entgegen den zwischenzeitlich korrigierten Äusserungen des Polizeisprechers gegenüber zentralplus – explizit eingehalten. Entgegen den Äusserungen des Polizeikommandanten in der Neuen Luzerner Zeitung «NLZ» gab und gibt es keinerlei zeitliche Abmachungen zwischen Fans und Polizei für den Rückmarsch vom Stadion.

Dies und die Tatsache, dass nach dem Einbiegen der Fans in die Villenstrasse ein Polizeitransporter den Weg in Richtung Eschenstrasse freigab, hinterlassen einen schalen Beigeschmack, kam es doch unmittelbar danach im Bereich Voltastrasse/Eschenstrasse zum direkten Kontakt der beiden Fanlager.

In dieser Situation war es nicht mehr möglich, den notwendigen selbstregulatorischen Einfluss auszuüben. Die Einsatzleitung der Luzerner Polizei hätte die Übergriffe als einzige verhindern können, indem sie eines der beiden Fanlager rechtzeitig angehalten hätte.

Nur sie verfügte über die Information, dass sich gleichzeitig zwei Fanpulks in Richtung Eschenstrasse/Voltastrasse bewegen. Die Schuldzuweisungen der Polizeiführung an die Adresse der Luzerner Fans müssen wir daher in aller Form an den Absender bzw. an die am Montag mit der Einsatzleitung befassten Polizeikader zurückweisen. 

Die USL ruft in Erinnerung, dass sie keiner vernünftigen Lösung im Weg steht, die eine konsequente Fantrennung in der Luzerner Innenstadt ermöglicht. Im Gegenteil haben wir dazu immer wieder Hand geboten. Befremdlich ist, dass die FCL-Fans durch die explizite Einhaltung einer Absprache mit der Polizei in eine direkte Konfrontation mit den Zürcher Fans geraten sind.

 United Supporters Luzern

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