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Falscher Beton für Altersheim geliefert
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Arbeiten mit Beton. (Symbolbild) (Bild: Adobe Stock)

«Lugeten» in Menzingen Falscher Beton für Altersheim geliefert

2 min Lesezeit 26.11.2019, 17:31 Uhr

Fehler passieren. So auch auf einer Zuger Baustelle. Allerdings bemerkten die Bauherren in Menzingen erst relativ spät, dass sie den falsch gelieferten Baustoff bereits verwendet hatten.

Auf dem Areal an der Luegetenstrasse in Menzingen entsteht ein Ersatzneubau für das Altersheim. Ein weiteres Gebäude wird zudem für eine künftige Nutzung angepasst. Wie die «Zuger Zeitung» berichtet, ist es bei den Betonierarbeiten zu einer «gravierenden Panne» gekommen.

Die Leitung der Luegeten bestätige dies in einem Infoschreiben an die Anwohner: Es habe sich ein «aussergewöhnlicher Schadenfall» ereignet. Dabei geht es um eine mangelhafte Teillieferung von Beton, der nicht den Vorgaben entspricht.

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Mängel erst festgestellt, als Beton schon eingesetzt war

Wie dem Schreiben zu entnehmen sei, wird der Fehler «zu besonderen Massnahmen und wohl auch zu zeitlichen Verzögerungen und Veränderungen im Bauablauf» führen.

Das Problem: Die Mängel wurden erst festgestellt, nachdem ein Teilbereich der Decke über dem ersten Obergeschoss bereits eingebaut worden war. Deshalb ist ein Austausch des Betons in einem begrenzten Bereich erforderlich. Konkret mussten das Teilstück der Decke sowie einzelne Wandflächen ersetzt werden.

Schaden bei einer Kontrolle entdeckt

Der Fehler sei bei einer Kontrolle im Oktober entdeckt worden, gibt Jürg Brändli, Präsident des Verwaltungsrats der Luegeten AG, Auskunft. «Die Fachleute haben festgestellt, dass der Beton nicht aushärtet.» Der Schadenfall sei «ein Resultat der unglücklichen Verkettung einer Reihe von technischen Problemen und menschlicher Fehler bei der Beurteilung von Messergebnissen während der Betonherstellung im Werk des Betonlieferanten», heisst es in der schriftlichen Erklärung.

Für die Luegeten AG seien keine finanziellen Nachteile zu erwarten, versichert Brändli. Terminlich und auch in Bezug auf die Kosten im vorgesehenen Rahmen – auch weil Mitarbeiter über Weihnachten zusätzliche Schichten schieben würden.

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