Falsche Polizisten ergaunern in Zug 100’000 Franken von Seniorin
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Betrüger ergaunerten bei einer Zugerin 100'000 Franken. (Bild: zvg)

73-Jährige unter Druck gesetzt Falsche Polizisten ergaunern in Zug 100’000 Franken von Seniorin

2 min Lesezeit 1 Kommentar 05.02.2021, 15:35 Uhr

Eine Seniorin aus Zug fiel auf die perfide Masche von Betrügern rein. Die Täterschaft erbeutete Bargeld, Schmuck und Wertgegenstände in der Höhe von rund 100’000 Franken.

Die Masche der Betrüger funktioniert immer nach dem gleichen Schema; das Telefon klingelt und am anderen Ende der Leitung meldet sich eine Person, die sich als Polizist ausgibt. Die Stimme warnt eindringlich vor Einbrechern, die es angeblich auf das Vermögen der angerufenen Person abgesehen haben.

So lief es in den vergangenen Tagen auch bei einer 73-jährigen Frau ab, wie die Zuger Polizei mitteilt. Bei mehreren Telefongesprächen sei es einer hochdeutsch sprechenden «falschen Polizistin» gelungen, das Vertrauen der Rentnerin zu gewinnen, indem sie angab, ihr helfen zu wollen. Die Frau wurde aufgefordert, niemandem etwas zu sagen und unverzüglich Bargeld und Wertsachen der Polizei zu übergeben.

Betrüger schürten Angst

Die Hartnäckigkeit der Betrüger setzte die Seniorin derart unter Druck und schürten Ängste in ihr, dass sie aus ihrem Schliessfach ihrer Bank Bargeld und Wertgegenstände abholte. In der Folge kam es in der Wohnung der Rentnerin zu einem Treffen mit einem weiteren «falschen Polizisten». Dieser nutzte eine Unaufmerksamkeit des Opfers aus, behändigte das Bargeld sowie die Wertgegenstände in der Höhe von rund 100’000 Franken und verlies fluchtartig die Wohnung.

Nachdem das Opfer den Schwindel bemerkte, meldete sie sich am Freitagmorgen bei der Zuger Polizei. Die Ermittlungen zum genauen Tathergang sowie der unbekannten Täterschaft sind im Gang.

Die Zuger Polizei warnt erneut vor solchen Betrügern und mahnt, sich keinesfalls auf solche Anrufe einzulassen. Schützen Sie sich richtig und befolgen Sie folgende Tipps:

  • Die Polizei stellt nie telefonische Geldforderungen.
  • Werden Sie misstrauisch, wenn ein Anrufer eine Gesichte von einer angeblichen Straftat erzählt. Beenden Sie das Telefongespräch umgehend.
  • Deponieren oder übergeben Sie nie Bargeld oder andere Wertgegenstände an Ihnen unbekannte Personen.
  • Melden Sie sich im Zweifelsfall immer frühzeitig bei der richtigen Polizei (Notruf 117), um Unsicherheiten zu klären.
  • Machen Sie Verwandte und Bekannte auf diese Betrugsversuche aufmerksam.
  • Melden Sie solche Telefonanrufe, auch wenn sie erfolglos verlaufen sind, der richtigen Polizei.

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1 Kommentare
  1. Carl Solvedra, 11.02.2021, 17:58 Uhr

    Wo bleibt da die Verantwortung der Bank? Schliessfächer vermieten, Miete kassieren und Null Ahnung, was in ihren Räumen passiert. Typisch für die Bänkergilde, die nur ihren Profit sehen, Wachstum über alles, Zocken an der Börse und die Rentner ausnehmen. Hoffentlich wird da die SVP mal aktiv. Die kümmern sich doch ums einfachen Volch.

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