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Fall Malters: Luzerner Polizeichefs definitiv freigesprochen
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Polizeikommandant Adi Achermann (links) und Kripo-Chef Daniel Bussmann (rechts) vor dem Kantonsgericht im August 2018. (Bild: pze)

Urteil ist rechtskräftig Fall Malters: Luzerner Polizeichefs definitiv freigesprochen

2 min Lesezeit 20.11.2019, 12:16 Uhr

Polizeikommandant Adi Achermann und der ehemalige Chef der Kriminalpolizei Daniel Bussmann wurden vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Das Urteil des Kantonsgerichts ist nun rechtskräftig. Die Polizeiführung ist erleichtert.

Die Luzerner Polizei konnte aufatmen: Auch in zweiter Instanz sind Polizeikommandant Adi Achermann und Ex-Kripo-Chef Daniel Bussmann freigesprochen worden (zentralplus berichtete). Wie die Luzerner Gerichte am Mittwoch mitteilten, ist das Urteil des Luzerner Kantonsgerichts nun rechtskräftig.

«[…] nehmen wir erleichtert zur Kenntnis»

Die Polizeiführung zeigt sich erleichtert: «Das nun rechtskräftige Urteil nehmen wir erleichtert zur Kenntnis», wird Polizeikommandant Adi Achermann in einer Mitteilung der Luzerner Polizei zitiert.

Es zeige auf, dass sich das Polizeikorps täglich für die Sicherheit im Kanton Luzern einsetze. «Das Urteil bestätigt uns in der Überzeugung, dass wir dabei gute Arbeit leisten.» Eine ausführlichere Stellungnahme zum Urteil und zu möglichen Folgen für die Polizeiarbeit werde durch den Polizeikommandanten zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

65-Jährige beging Suizid

Im Zentrum des Verfahrens stand ein Polizeieinsatz vom März 2016. Damals sollte die Luzerner Polizei eine Hauchdurchsuchung in Malters durchführen. Bei dem Haus wurde eine Hanfanlage vermutet. Im Haus befand sich die Mutter des mutmasslichen Plantagenbesitzers. Diese war bewaffnet und verwehrte der Polizei den Zutritt. Als die Polizei das Haus stürmte, beging die 65-Jährige Suizid.

Der Luzerner Polizeikommandant Adi Achermann und der damalige Kripo-Chef Daniel Bussman mussten sich im Zuge dessen wegen fahrlässiger Tötung verantworten (zentralplus berichtete).

Das Kantonsgericht sah keine Hinweise dafür, dass die Frau nicht urteilsfähig gewesen war. Sie habe sich eigenverantwortlich das Leben genommen (zentralplus berichtete).

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