Fällt das «C»? Luzerner CVP befragt ihre Basis
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Der Luzerner CVP-Präsident Christian Ineichen will wissen, ob die Mitglieder den geplanten Namenswechsel der Partei mittragen. (Bild: bic)

Entscheid zum Namenswechsel Fällt das «C»? Luzerner CVP befragt ihre Basis

2 min Lesezeit 1 Kommentar 19.03.2021, 07:19 Uhr

Noch in diesem Jahr will die CVP Kanton Luzern entscheiden, ob sie den Parteinamen wechselt. Um den Puls der Basis zu spüren, lanciert sie jetzt eine Umfrage.

Auf nationaler Ebene heisst die CVP seit Anfang Jahr «Die Mitte». Die Kantonalparteien haben bis 2025 Zeit, sich zu entscheiden, ob sie den Namenswechsel ebenfalls vollziehen wollen.

Im Kanton Luzern will die Parteispitze der CVP die Frage noch im laufenden Jahr klären. Dazu plant sie eine breit angelegte Basisumfrage, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Mitglieder werden diese in den nächsten Tagen im Briefkasten finden.

Klar ist die Haltung der Parteileitung der Luzerner CVP: Sie hat sich einstimmig für den Namenswechsel ausgesprochen. Die Partei soll künftig «Die Mitte Kanton Luzern» heissen. «Will die politische Mitte nicht zunehmend zwischen den Polen aufgerieben und verzettelt werden, muss sie sich dringend konsolidieren und von Mustern alter Zeiten verabschieden», heisst es in der Mitteilung. Es herrsche aber Konsens, dass das Wertefundament der Partei nicht verändert werden müsse.

Umfrage läuft bis Ostern

Obwohl am Ende die kantonalen Delegierten entscheiden, soll sich nun konsultativ die breite Parteibasis äussern können. Ihnen wird folgende Frage vorgelegt: «Stimmen Sie dem Wechsel des Parteinamens auf «Die Mitte Kanton Luzern» zu?» Ihre Meinung dazu abgeben die Mitglieder bis zu Ostern, das Resultat werde im April bekanntgegeben.

So würde das neue Logo der Partei aussehen.

Wann der definitive Entscheid fällt, hängt vom weiteren Verlauf der Pandemie ab. Die Parteileitung will nicht online diskutieren, sondern eine physische Delegiertenversammlung abhalten. In Frage kämen dafür die Termine vom 6. September oder vom 9. November. Für den Fall, dass auch im Jahr 2021 keine grossen Versammlungen abgehalten werden dürfen, werden laut Mitteilung aber auch andere Szenarien vorbereitet.

Widerstand, aber nicht bei den Jungen

Bereits bekannt ist, dass sich gegen den Namenswechsel in der CVP-Hochburg Luzern Widerstand regt. Eine Gruppe um den alt Grossstadtrat Albert Schwarzenbach kämpft für den Erhalt des «C». Dieses sei das Alleinstellungsmerkmal der Partei und schaffe Identität und einen Kompass. Als Alternative schlagen sie darum vor: «CVP Luzern – die Mitte»  (zentralplus berichtete).

Die Jungpartei hat derweil den Namenswechsel bereits vollzogen. Sie nennt sich «Junge Mitte Kanton Luzern».

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1 Kommentare
  1. Michel von der Schwand, 19.03.2021, 11:12 Uhr

    Unbewegliche Mitte im ständigen Wahlkampf mit einem Regierungsrat, der auf dem Sessel festgeklebt scheint. So würde ich diesen Haufen aufgeschreckter Bünzlis bezeichnen. Immerhin etwas konsenswilliger als die von ihr aus rechts sitzenden ewig gestrigen Herrliberg-Jünger und Klatschfetischisten.

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