Fährt nun die Abrissbirne im historischen Städtli auf?
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Die LUKB baut ihre Räumlichkeiten beim Obertor im Sempacher Städtli um. (Bild: les)

Luzerner Kantonalbank baut in Sempach Wohnungen Fährt nun die Abrissbirne im historischen Städtli auf?

2 min Lesezeit 28.09.2018, 17:55 Uhr

Der Sempacher Stadtrat hat die Bewilligung für den Abriss des Restaurants «Ochsen» im historischen und schützenswerten Städtli erteilt. Muss nun das ganze Haus weichen?

Der Sempacher Stadtrat erteilte diesen Donnerstag der Luzerner Kantonalbank (LUKB) eine Baubewilligung und eine Abrissgenehmigung für das Restaurant Ochsen mitten im Städtli. Der Ochsen an der Stadtstrass steht seit über drei Jahren leer. Nun fährt die Abrissbirne auf. Aber halt, weichen muss im historischen Städtchen nicht das ganze Haus, sondern lediglich die Beiz im Innern des ersten Obergeschosses. Dies macht Platz für drei neue Wohnungen.

Beiz ohne Zukunftsvision

Gab es keine Option mehr, neue Pächter zu finden? Nein, findet die LUKB. Aus ihrer Sicht sei der Standort des Restaurants im ersten Obergeschoss verbunden mit der Grösse wenig geeignet, um einen «kundengerechten Restaurantbetrieb» zu führen, wie Daniel von Arx, Leiter Kommunikation der LUKB sagt.

«Wir können so einen Beitrag zur Linderung des Engpasses an kleineren Wohnungen in Sempach beitragen.»

Daniel von Arx, Leiter Kommunikation der LUKB

Dennoch habe man sich in der Vergangenheit intensiv sowohl mit den Nutzungsmöglichkeiten des Restaurants als auch mit weiteren Alternativen auseinandergesetzt. «Wir sind zum Schluss gekommen, den Betrieb des Restaurants definitiv aufzugeben und die Räumlichkeiten zu Wohnungen umzunutzen», fährt von Arx fort. «So können wir einen Beitrag zur Linderung des Engpasses an kleineren Wohnungen in Sempach leisten.»

Altstadtkommission und Denkmalpflege wurden miteinbezogen

Während der öffentlichen Auflage des Baugesuches habe es laut von Arx keine Einsprachen gegeben. Da der Kernbereich des Städtlis im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt ist, habe man Dritte involviert: «Wir haben das Projekt mit der Altstadtkommission Sempach eingehend besprochen und finalisiert», sagt von Arx. «Die kantonale Denkmalpflege war ebenfalls in den Prozess involviert.»

Wie Mary Sidler, Bauvorsteherin der Gemeinde Sempach erklärt, dass im Städtchen grundsätzlich Wohnungen, mässig störende Gewerbebetriebe sowie öffentliche und private Dienstleistungsbetriebe zulässig seien. Aber: «Die gesamte Baugruppe des Städtlis gilt als schützenswert. Wichtig ist, dass das Gebäude in die Typologie reinpasst.»

Neue Kundenhalle der LUKB

Doch nicht nur im ersten Obergeschoss tut sich was. Im zweiten Obergeschoss befindet sich eine bestehende Wirtewohnung sowie eine 3,5-Zimmer-Wohnung, die nun saniert werden. Darüber hinaus werde das brach liegende Dachgeschoss ausgebaut und ebenfalls als Wohnraum genutzt. Per 1. Juli 2019 sollen die insgesamt sieben neuen Wohnungen einzugsbereit sein, wie Daniel von Arx ausführt.

Im Erdgeschoss selbst befindet sich die Filiale der LUKB. Auch diese wird umgemodelt. Die neue Kundenhalle soll im März 2019 eröffnen.

So ähnlich wird die neue Kundenhalle der LUKB in Sempach aussehen.

So ähnlich wird die neue Kundenhalle der LUKB in Sempach aussehen.

(Bild: LUKB/Thomi Studhalter)

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