Facebook reagiert auf Kritik von Luzerner Politiker Liebrand
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Das Nein-Komitee zur «Ehe für alle» steht mit Facebook im Konflikt. (Bild: Adobe Stock)

Abstimmungskampf zur «Ehe für alle» Facebook reagiert auf Kritik von Luzerner Politiker Liebrand

2 min Lesezeit 1 Kommentar 19.08.2021, 13:35 Uhr

Facebook löschte im Juli und August mehrere Posts des Nein-Komitees zur Abstimmung über die «Ehe für alle». Seit dem 9. August sind die gelöschten Sujets wieder verfügbar. Facebook spricht von einem Versehen.

Mehrere Wahlkampf-Sujets auf Facebook des Nein-Komitees zur «Ehe für alle» wurden Ende Juli und Anfang August durch Facebook gelöscht. Das soziale Netzwerk taxierte die Beiträge als Verletzung gegen die Standards zu Hassrede. Dies hatte sogar eine vorübergehende Sperrung des Facebook-Kontos des Komitees zur Folge. Beim Luzerner Politiker Anian Liebrand, der das Nein-Komitee koordiniert, sorgte das für grossen Unmut (zentralplus berichtete).

Liebrand kritisierte das Vorgehen des US-Konzerns scharf. Facebook würde seine Marktposition ausnutzen, um politische Meinungen, die dem Konzern nicht genehm sind, aus der Öffentlichkeit zu verdrängen.

Facebook reagiert

Facebook hat mittlerweile auf diese Kritik reagiert. Gegenüber der «NZZ» spricht ein Facebook-Sprecher von einem Versehen. «Der Inhalt wurde aufgrund eines Fehlers versehentlich entfernt. Wir haben den Inhalt wiederhergestellt und entschuldigen uns für etwaige Unannehmlichkeiten», wird Facebook in der «NZZ» zitiert.

Liebrand zeigte sich gegenüber der «NZZ» erstaunt über die Erklärung von Facebook: «Das ist das erste Mal, dass ich von Facebook etwas zu diesem Fall höre.» Er ergänzt: «Ich bin beruhigt, dass es als Fehler angesehen wird. Denn wenn Facebook bestimmt, was Hassrede ist, ist die Demokratie in Gefahr. Die Entscheidung darüber muss dem Staat vorbehalten bleiben.»

Ein weiterer Post wurde gelöscht

Allerdings hat Facebook am Wochenende einen weiteren Beitrag des Nein-Komitees gelöscht und bisher noch nicht wieder aufgeschaltet, wie Liebrand der Zeitung sagt. Zu diesem Beitrag wollte Facebook gegenüber der «NZZ» nicht Stellung nehmen. Die Erklärung des Konzerns, dass es sich bei den gelöschten Beiträgen um ein Versehen handelte, bezieht sich demnach nur auf die Beiträge vom Juli und Anfang August, nicht aber auf den kürzlich gelöschten Post.

Einer der kontrovers diskutierten Facebook-Beiträge des Nein-Komitees:

Beim gelöschten Post handelt es sich um ein Bild eines Vaters mit Kind, die auf einem Spielzeugauto sitzen, und der Überschrift «Männer sind die besseren Väter! Nein zur Samenspende für lesbische Paare».

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1 Kommentare
  1. Michel von der Schwand, 19.08.2021, 14:13 Uhr

    Im Umkehrschluss könnte man auch sagen, wenn Liebrand bestimmt, welche Post von Facebook nicht gelöscht werden dürfen, ist die Demokratie in Gefahr. Vielleicht sollten es die SVP-Exponenten einfach mal mit denken versuchen. Die Dauerstuss-Berieselung grenzt schon fast an Folter.

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