EVZ-CEO Lengwiler: «Vielleicht hilft uns die Maskenpflicht in den Läden»
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EVZ-CEO Patrick Lengwiler hofft darauf, dass sich die Zuger Zuschauer an die Regeln eines Matchbesuchs während der Corona-Krise halten. (Bild: EVZ)

Er hofft, dass die Fans die Regeln befolgen EVZ-CEO Lengwiler: «Vielleicht hilft uns die Maskenpflicht in den Läden»

2 min Lesezeit 1 Kommentar 09.10.2020, 19:00 Uhr

Eishockey in Zeiten von Corona in der Zuger Bossard-Arena: Wie diszipliniert verhalten sich die 3’800 Zuschauer im ersten Heimspiel am Samstag gegen den SC Bern? Für den EV Zug steht viel Geld auf dem Spiel.

Jeder Matchbesucher muss die Maske schon vor dem Betreten des Stadions anziehen – und für die gesamte Verweildauer tragen. Nur während der Verpflegung, die am eigenen Sitzplatz eingenommen werden muss, darf man die Maske abziehen. Rauchen ist während des Spiels auf dem Gelände der Bossard-Arena untersagt, weil das Abstandhalten im Freien nicht gewährleistet werden kann.

«Wir haben so viele Sicherheitsleute im Stadion, als ob 7’000 und nicht bloss 3’800 Zuschauer zugegen wären», sagt Zugs CEO Patrick Lengwiler gegenüber zentralplus. Seine grosse Hoffnung ist, dass «wir unsere Anhänger nicht permanent zur Einhaltung der in Corona-Zeiten geltenden Regeln ermahnen müssen».

Sein Aufruf zur Mithilfe

Er verzichtet darauf, vor Spielbeginn zum Mikrofon zu greifen und dem Publikum ins Gewissen zu reden. Weil es an diesem Samstag unpassend wäre. Der EVZ muss sich von seinem verstorbenen Ehrenpräsidenten Georg Keiser verabschieden, der dem Klub von 1981 bis 1989 vorstand, und legt dafür eine Trauerminute ein.

«Zum Glück ist die Anzahl der schwer verlaufenden Fälle im Kanton Zug nicht so hoch.»

Zugs CEO Patrick Lengwiler

Im Matchflyer, der an die Besucher verteilt wird, hat Patrick Lengwiler ein Vorwort geschrieben. Mit dem Aufruf ans Publikum, durch das Befolgen der Massnahmen, die ein Matchbesuch während der Corona-Krise mit sich bringt, mitzuhelfen.

«Wenn es wirklich nötig sein sollte, kann ich immer noch in einem unserer nächsten Heimspiele einen Appell ans Publikum richten», sagt Lengwiler.

Das Zuger Horrorszenario

Der EV Zug kämpft schon jetzt mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Für die laufende Spielzeit hat er ein Defizit von gut 4 Millionen Franken veranschlagt, das mit einem Lohnverzicht der Spieler und weiteren Sparmassnahmen abgemildert werden soll. Zudem gilt bei den Zugern nach wie vor ein Einstellungsstopp.

Die in letzter Zeit gestiegenen Corona-Infektionen im Kanton Zug, die dem EVZ vorschreiben, ob und vor wie vielen Zuschauern Heimspiele durchgeführt werden können, beschäftigen Patrick Lengwiler. Sein Horrorszenario ist die Rückkehr zu Geisterspielen. «Zum Glück ist die Anzahl der schwer verlaufenden Fälle nicht so hoch», sagt er.

Dass ab diesem Samstag die Maskenpflicht im Kanton Zug nicht mehr nur im öffentlichen Verkehr, sondern auch beim Einkaufen in den Läden gilt, mag dem EV Zug zupass kommen. «Ich habe das Gefühl, dass die Akzeptanz für das Tragen von Masken steigt, wenn sie auch in Bereichen ausserhalb des Stadions gilt. Das kann uns helfen.»

Ob Patrick Lengwiler damit richtig liegt, wird das Heimdebüt 2020/21 offenbaren.

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1 Kommentare
  1. mebinger, 11.10.2020, 17:52 Uhr

    Es wird Zeit, dass wir diese depperte Regeln nicht mehr befolgen und den hysterischen Fakten verweigernden Regierungen Stopp sagen, bevor sie im Interesse von wem auch immer alles zerstört haben

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