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Kunst über Mittag


Kunst über Mittag
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Kunst über Mittag in der Ausstellung ‚BeZug – Werke der Sammlung‘, zu Olafur Eliasson, mit Sandra Winiger, Leiterin Kunstvermittlung.

Nichts ist mehr so, wie es noch vor Kurzem als sicher galt. Ein Virus verändert die Wahrnehmung der Welt und unsere Selbstverständlichkeit. Wir sind plötzlich gezwungen, zuhause zu bleiben, zurückgeworfen auf die Region und das unmittelbare Umfeld. Die ungewohnte Situation lädt ein, die Beziehung zu sich selbst, zur Umgebung und zur Welt zu hinterfragen.

Die Ausstellung ‚BeZug‘ geht diesen Fragen nach und richtet mit Werken aus der Kunsthaus-Sammlung ihren Fokus auf das Eigene. Die Aussensicht wird ausdrücklich miteingeschlossen: Die Ausstellung vereint internationale Künstler – die sich in ihren Arbeiten auf Zug beziehen – mit Kunstschaffenden der Region. Was ist ‹das Eigene›? Und was zeichnet es aus?

Exemplarisch für diese Auseinandersetzung steht Olafur Eliassons Werk ‚Analemma for Kunsthaus Zug‘: Während eines Jahres wurde die Sonne zur immer gleichen Zeit aus dem Dachfenster des Kunsthauses aufgenommen. Die Arbeit bildet somit gleichzeitig den universellen Lauf der Zeit ab – die Erde umkreist die Sonne –, und den eigenen, lokalen Standort des Kunsthauses. Auch die Künstler Tadashi Kawamata und Till Velten setzten sich als Aussenstehende mit der Stadt, der Natur, den Menschen, und dem Kunsthaus auseinander. Und Christoph Rütimann hat für sein ‚Projekt Sammlun’g zu den baulichen Veränderungen des Kunsthauses eine neue Installation konzipiert.

‚BeZug‘ führt aber auch zurück zu den eigenen Wurzeln: Werke von Louis Amann, Werner Andermatt, Armin Haab, Walter Haettenschweiler, Eugen Hotz, Hans Potthof, Christian Staub und Alex Stocker markieren den Anfang der modernen freien Kunst im Kanton Zug. In der Zeit um den Zweiten Weltkrieg entstanden, spürt man den Bildern das Abgekapselte der damaligen Zeit an. Parallelen zu heute?

Die Ausstellung spannt den Bogen und vereint Zeichnungen, Malerei, Videoarbeiten und Werke aus experimentellen Materialien. Bekanntes, Vertrautes und Neues. Zahlreiche Werke sind erstmals zu sehen, so auch das zeichnerische Schaffen von Peter Herbener und Fritz Roth, dessen Skulpturen mit Werken seiner früheren Mitbewohnerinnen Rut Himmelsbach und Hannah Villiger in Dialog treten. Grossformatigen Arbeiten von Guido Baselgia und Lukas Hoffmann treffen auf Annelies Štrbas Fotografien.

Während sich Kunstschaffende seit jeher mit ihren Bedingungen beschäftigen – die Wahrnehmung und der eigene Körper, die Vergänglichkeit, die Familie, die eigene Umwelt –, ist dies für viele Menschen in Zeiten von Corona eine neue Herausforderung. Oder eine Entdeckungsreise.

Im Rahmen des Vermittlungsprogrammes zur Ausstellung laden wir zudem ein, mit unterschiedlichen Fortbewegungsmittel Kunstwerke der Stadt und deren Bezüge zu Zug zu erkunden.

Kuratiert von Matthias Haldemann

Wo

Kunsthaus Zug
Dorfstrasse 27
Zug 6300

Weitere Informationen

http://www.kunsthauszug.ch

Preise

CHF 15.00 / 12.00

Öffnungszeiten & Termine

Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag von 12.00-18.00 Uhr Samstag - Sonntag von 10.00 - 17.00 Uhr

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Zuletzt aktualisiert am 06.08.2020 um 02:03 Uhr

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