EV Zug
Schwede besitzt eine Ausstiegsklausel

Steigt sein Stammklub ab, bleibt Anton Lander beim EV Zug

Kommt Mittelstürmer Anton Lander auch nächste Saison aus der Garderobe der Zuger? (Bild: Andy Mueller/freshfocus)

Er ist ein Leader, der Leistung abliefert: Mittelstürmer Anton Lander und sein Arbeitgeber EV Zug funktionieren gut miteinander. Trotzdem könnte ihre Zusammenarbeit zum Ende dieser Saison auslaufen. Das hängt mit familiären und sportlichen Gründen des 30-Jährigen zusammen.

Geht er oder bleibt er? Diese Frage hält die Anhänger des EV Zug in diesen Tagen und den kommenden Wochen auf Trab, nachdem zentralplus den Poker um Torjäger Grégory Hofmann öffentlich gemacht hat. Der Vertrag des NHL-Rückkehrers mit den Zugern läuft 2023 aus.

Um die genau gleiche Fragestellung dreht sich die Ausgangslage bei Teamkollege Anton Lander. Der Center kam im letzten Sommer aus Russland und unterschrieb einen Einjahresvertrag plus Option mit dem Schweizer Meister. Auf Nachhaken von zentralplus hat sich die Option in der Zwischenzeit als Ausstiegsklausel entpuppt.

Bis ungefähr Mitte April erwartet EVZ-Sportchef Reto Kläy einen definitiven Entscheid von Anton Lander, der bis dato 12 Tore und 17 Assists in 34 Spielen produziert hat. Aktiviert der Captain der schwedischen Olympia-Auswahl die Ausstiegsklausel nicht, behält der Vertrag seine Gültigkeit bis 2023.

Lander hat den EV Zug von Anfang an ins Bild gesetzt

Bei der Entscheidungsfindung von Anton Lander geht es nicht darum, ob «wir mit ihm oder er mit uns nicht zufrieden ist», versichert Zugs Sportchef Reto Kläy und stellt klar: «Anton Lander ist der Leader, der uns weiterhilft. Er erfüllt alle unsere Anforderungen und Erwartungen. Wir sind sehr zufrieden mit ihm.»

Vielmehr dreht sich für den Familienvater alles um die Frage, ob Schweden ab diesem Sommer nicht der bessere Lebensmittelpunkt für seine Liebsten ist. Schon bei seiner Ankunft im vergangenen Sommer sagte Anton Lander gegenüber zentralplus: «Mein älterer Sohn wird in einem Jahr eingeschult.»

Diese Ausgangslage hat er bei seiner Verpflichtung auch den EVZ-Verantwortlichen offen dargelegt. Reto Kläy bestätigt: «Wir haben von Anfang an Bescheid gewusst.»

Landers Zukunft beim EVZ hängt von Timras Klassenerhalt ab

Lander liebäugelt damit, mit seinen Liebsten zurück in seine Heimat nach Sundsvall zu ziehen. Allerdings hat sein Plan einen sportlichen Haken. Sein ein paar Kilometer nördlich von Sundsvall gelegener Stammklub Timra IK, der Lander sehr am Herzen liegt, ist in Abstiegsgefahr. Im Jahr nach dem Aufstieg in die höchste schwedische Liga SHL droht die Relegation.

«Ein Ersatz für Anton Lander müsste wieder ein Center sein. Und ein erfahrener Spieler mit Leader-Qualitäten.»

EVZ-Sportchef Reto Kläy

Timra liegt aktuell und nach drei Vierteln der Qualifikation auf Rang 13 mit drei Punkten Rückstand auf Malmö. Nur Ligakonkurrent Djurgarden steht in der 52 Spiele umfassenden Qualifikation noch schlechter da. Die zwei letztplatzierten Vereine werden in einer auf vier Siege ausgelegten Playout-Serie den Absteiger unter sich ausmachen müssen.

Falls Timra den Gang in die Zweitklassigkeit antreten müsste, käme sein Stammklub für die Fortsetzung von Landers Karriere kaum mehr in Frage. Und für einen anderen schwedischen Erstligisten hat Lander in seiner Karriere nie gespielt. Das liesse die Chancen der Zuger auf einen Verbleib in die Höhe schnellen.

Landers Ersatz beim EV Zug müsste das bringen, was Lander kann

Selbstredend bedauerte Reto Kläy einen Abgang von Anton Lander sehr. Gleichzeitig bräuchte sich der EVZ-Sportchef aber auch nicht zu grämen. Der Ausländer-Markt bietet viel mehr Optionen als der einheimische. Und darüber hinaus kann er sich erst noch Zeit lassen mit einem Engagement.

Für Reto Kläy steht fest: «Ein Ersatz für Anton Lander müsste wieder ein Center sein. Und ein erfahrener Spieler mit Leader-Qualitäten.»

Auf den EVZ kommen in nächster Zeit wichtige Personalentscheide zu.

Verwendete Quellen
  • Persönliches Gespräch mit EVZ-Spieler Anton Lander
  • Telefonat mit EVZ-Sportchef Reto Kläy
  • Statistik von National League und SHL

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