EV Zug
Neuer Vorschlag liegt auf dem Tisch

Ausbau der Bossard Arena: EVZ trägt Kosten alleine

Auf dem Arenaplatz vor der Bossard Arena plant der EVZ eine Winterlandschaft. (Bild: Jacqueline Lipp)

Wie soll der Ausbau der Bossard Arena finanziert werden? Das war lange unklar. Jetzt haben sich der EVZ und die Stadt Zug gefunden. Als Mieter und Hauptnutzer soll der EVZ die Kosten für die Erweiterung tragen.

Der EVZ will die Bossard Arena ausbauen. Die Erweiterung soll mehr Platz für die Fans und die Gastronomie schaffen (zentralplus berichtete). Gegen das Realisierungsmodell regte sich im Parlament allerdings Widerstand (zentralplus berichtete).

Der geplante Ausbau und die Machbarkeitsstudie «keep building» wurden zwar durchwegs positiv beurteilt. Die vorgeschlagene Abgabe der Liegenschaft im Baurecht für 35 Jahre und die Übernahme der Verantwortung des Betriebs der Eissportanlagen der Bossard Arena durch den EVZ lehnte das Stadtparlament jedoch mehrheitlich ab.

Nun präsentieren die Stadt Zug und der EVZ eine neue Lösung. Es sieht ein «Memorandum of Understanding» zwischen der Stadt, dem EVZ und der Kunsteisbahn Zug AG (KEB) vor, schreibt die Stadt am Donnerstagmorgen in einer Mitteilung. Mit der KEB wird zudem eine Leistungsvereinbarung erarbeitet, die dem Grossen Gemeinderat alle vier Jahre vorgelegt wird.

EVZ trägt Kosten der Erweiterung alleine

Mit dem Memorandum erklärt sich der EVZ bereit, die Kosten für die Erweiterung der Bossard Arena als Mieterin selber zu tragen. Die Investitionen belaufen sich auf ungefähr 36 Millionen Franken. Die Gebäudehülle inklusive Installationen geht nach der Erweiterung ohne Kostenfolge an die Stadt Zug über, die Ausbauflächen verbleiben hingegen im Eigentum des EVZ.

Die Stadt Zug übernimmt die Kosten für die Anpassungen an der Umgebung (Arenaplatz, Weststrasse) in der Höhe von 2 Millionen Franken.

Diese Lösung wird jetzt in den politischen Prozess geführt und diskutiert. Der formelle Beschluss des Memorandums durch den Stadtrat ist im Dezember geplant, die Vorlage für die Änderung des Bebauungsplans im April 2023. Die erste Lesung der Vorlage im Stadtparlament soll im zweiten Quartal 2023 erfolgen, schreibt die Stadt Zug.

Mehr Platz für die Fans und eine Winterlandschaft

Das geplante Projekt des EVZ umfasst die Erweiterungen der Hallenkapazität von 7'200 auf ca. 9’000 Zuschauerplätze. Für die ebenfalls entstehenden zusätzlichen Geschossflächen werden im Rahmen des Projekts Konzepte für eine Fanzone sowie gastronomische und anderweitige Nutzungen erarbeitet.

Weiter sind eine Aufstockung des Annexbaus Trainingshalle für die Geschäftsstelle des EVZ sowie logistische Anpassungen und Optimierungen innerhalb des Bestandes geplant. Geplant ist zudem eine «Winterlandschaft» auf dem Arenaplatz, die das freie Eislaufen für die Zuger Bevölkerung attraktiver machen soll.

Verwendete Quellen
  • Medienmitteilung der Stadt Zug
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