Essen & Trinken
Pilotversuch an der Bahnhofstrasse

Zug bekommt ein Mini-Streetfood-Festival

Der Zuger Alvaro Prestel Vazquez wird mit seiner «3 Rad Bar» am ersten Streetfood-Festival an der Bahnhofstrasse Zug dabei sein. (Bild: zvg)

«Herzig» soll es werden, Zugs erstes Mini-Streetfood-Festival an der Bahnhofstrasse. Hinter der Idee steckt ein Team, das im Winter bereits einen Weihnachtsmarkt im Kleinformat auf die Beine gestellt hat.

Streetfood-Festivals erfreuen sich grosser Beliebtheit. Während Luzern auf mehrere solche Anlässe zählen kann – sogar auf vegane Varianten (zentralplus berichtete) – geht die Stadt Zug diesbezüglich eher leer aus. Abgesehen vom «Freiruum», der mit einer Vielzahl von Essenständen aufwartet, aber halt nicht unter freiem Himmel.

Das soll sich diesen Sommer nun ändern. Silvio Bischof, Inhaber des Concept-Stores «LesDeux Men», Marketingfachfrau Chantal Jenny sowie «Grand Café»-Teilhaber Pascal Nussbaumer planen an der Bahnhofstrasse in Zug die «Summer Line», ein Streetfood-Festival im Kleinformat.

Zwischen dem «LesDeux Men» und dem «Grand Cafe» sollen sich Besucher Ende August auf rund 60 Metern Länge verpflegen können. Grüne Pflanzen, Lichterketten und Sonnenschirme sollen dem urbanen Umfeld ein sommerliches Flair vermitteln und die Stadt auch während der Sommermonate «lebendig» machen.

Einmal um die Welt futtern

Insgesamt zehn Stände werden entlang des Trottoirs aufgestellt. Einige in Form eines Tuktuks, andere in einem umgebauten Fiat 500. «Wir haben an die hundert Foodtrucks in der Schweiz angefragt. Viele waren schon ausgebucht, sind aber interessiert daran, im nächsten Jahr dabei zu sein», sagt Chantal Jenny gegenüber zentralplus.

Kulinarisch soll die Reise von Spezialitäten aus Italien über Momos aus Tibet bis hin zu Fischchuschperli und Tacos gehen. Mit dabei ist auch der Zuger Alvaro Prestel Vazquez, der mit seiner «3 Rad Bar» – einem umgebauten Piaggo – diverse Durstlöscher wie Sour-Cocktails oder den klassischen Negroni anbieten wird.

«Dies wird mein erstes Streetfood-Festival sein. Aber hoffentlich nicht das Letzte.»

Alvaro Prestel Vazquez, Gastronom

Er kennt das Team hinter dem Event schon länger und von anderen Anlässen her. «Deshalb war es für mich sehr schnell klar, dass ich auch in Zukunft sehr gerne bei weiteren Events mit dabei sein möchte», schreibt der diplomierte Hotelier. «Dies wird mein erstes Streetfood-Festival sein. Aber hoffentlich nicht das Letzte.» Zug brauche künftig mehr solche Events, schreibt der Unternehmer.

Erste Erfahrungen bereits gesammelt

Für das OK-Team ist es nicht das erste Festival. Das Trio hat im vergangenen Winter erste Erfahrungen mit der Organisation eines Weihnachtsmarktes am selben Standort sammeln können. «Ein Angebot, das von der Bevölkerung und auch der Stadt sehr geschätzt wurde», sagt Chantal Jenny. «Dann dachten wir uns, es wäre schön, die Innenstadt auch im Sommer beleben zu können. Denn oft zieht es die Leute bei schönem Wetter an den See oder ins Metalli, das ist schade.»

«Initiativen, welche zur Belebung der Innenstadt beitragen, sind sehr zu begrüssen.»

Urs Raschle, Stadtrat

Der Standort an der Bahnhofstrasse hat noch einen zweiten Grund. «Wir haben unseren Concept-Store vor ziemlich genau zwei Jahren eröffnet – in der Corona-Pandemie.» Damals seien kaum Menschen auf der Strasse gewesen, der Laden war quasi unsichtbar. «Da war uns klar, dass wir etwas machen und die Strasse beleben müssen.» Und Angebote wie Weihnachtsmärkte und Foodfestivals seien eine gute Möglichkeit, um einen Mehrwert für alle – und Aufmerksamkeit! – zu schaffen.

Rückendeckung der Stadt Zug

Das findet auch die Stadt Zug. So wird Stadtrat Urs Raschle in einer Mitteilung wie folgt zitiert: «Initiativen, welche zur Belebung der Innenstadt beitragen, sind sehr zu begrüssen, besonders, wenn sie direkt von Geschäftsbetreibern aus kommen.» Gemäss Chantal Jenny sei es ein Wunsch der Stadt, die Innenstadt mit längerfristigen Projekten zu beleben. Ein Wunsch, dem das OK gerne nachkommt.

So ist für den Winter wieder ein Weihnachtsmarkt an der Bahnhofstrasse geplant. Und zwar doppelt so gross wie beim Pilotversuch. «Dieses Jahr werden wir zehn statt fünf Stände haben.»

Im Duett mit der Zuger Jazz Night

Zuerst kommt aber noch die Sommeroase. Obschon die Bewilligung im Sack ist, hat das Team noch alle Hände voll zu tun. «Derzeit sind wir mit Brandschutzauflagen, mit der Platzabnahme, mit Dekorationen und der Organisation der Anlieferung beschäftigt», sagt Chantal Jenny.

Die erste «Summer Line» dauert vom Donnerstag 25. bis Samstag 27. August jeweils durchgehend von 11 bis 22 Uhr. Zeitgleich findet am Donnerstag und Freitag in der Altstadt die Zuger «Jazz Night» statt. Für Stimmung dürfte also gesorgt sein.

Verwendete Quellen
  • Medienmitteilung
  • Telefongespräch mit Chantal Jenny, Mitinitiantin
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