Lieferdienst in der Kritik

Wenn Luzerner hier Essen bestellen, zahlen sie mehr

Beliebtes Essen in der Stadt Luzern: Burger. Doch wer diese bestellt, zahlt drauf. (Bild: zvg / Sportklub)

Der Lieferdienst «Just Eat» hat Luzerner Kunden mit einem falschen Versprechen gelockt. Selber Preis – egal ob Restaurant oder beim Lieferdienst. Doch bestellte Burger kosten bis zu zehn Franken mehr.

Das Versprechen ist eigentlich einfach: «Unsere Preisgarantie – ob im Restaurant oder zu Hause: Du zahlst denselben Preis.» Damit hat der Lieferdienst «Just Eat» bis vor kurzem online geworben. In der Praxis zeigt sich allerdings, dass hungrige Luzerner für gelieferte Gerichte oftmals mehr bezahlen, als wenn sie direkt im Restaurant essen würden.

Kritik an Werbeversprechen

Wer bei Burgermeister einen Avocadoburger mit Pommes Frites bestellt, zahlt in der Luzerner Filiale 23.80 Franken. Wer denselben Burger über «Just Eat» bestellt, zahlt gesamt 31.50 Franken, wie eine Recherche von «K-Tipp» zeigt. Der Lieferdienst hält das Versprechen offenkundig nicht ein. Die Kunden zahlen über sieben Franken mehr.

Noch grösser ist die Preisdifferenz beim indischen Restaurant Kanchi. Wer dort ein «Lamm Masala» über «Just Eat» ordert, dessen Portemonnaie wird um satte 11.30 Franken mehr erleichtert. Der Aufschlag ergibt sich gemäss Quittung aus den Lieferkosten und einer Zahlungsgebühr. Aus 39 Franken im Restaurant wurden so 50.30 Franken.

Wie «Just Eat» in einer Stellungnahme gegenüber «K-Tipp» erklärt, beziehe sich das Versprechen aber nicht auf Restaurantbesucher, die lieber Zuhause bleiben möchten. Vielmehr zahlten Kunden denselben Preis, wie die Restaurants verlangten, wenn diese die Gerichte selbst auslieferten. Doch der Lieferdienst sieht ein, dass er sich mit seiner Werbung etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt hat. Er werde die Werbung anpassen, verspricht er. Ein Blick auf die Website zeigt: Inzwischen wird die «Preisgarantie» anders erklärt.

Verwendete Quellen
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