Essen & Trinken
Sushi, Udon und jede Menge Sake

So war Zugs erstes Japan Food Fest

Nebst salzigen Speisen standen am Japan Food Fest auch Candy Apples auf der Speisekarte. (Bild: cbu)

Am Wochenende fand in Zug das erste Japan Food Fest statt. zentralplus hat sich unters bunte Volk gemischt und sich durch die Stände probiert.

Zug ist eine internationale Stadt. Sei es im Business-Bereich oder bei der Kulinarik. Am Wochenende hielt Japan Einzug in die Stadt. Im Burgbachsaal fand am Samstag und Sonntag das erste Japan Food Fest statt.

Hinter dem Anlass steht die «Unreal Entertainment Association» mit Sitz in Zug. Der Verein setzt in der Stadt verschiedene Events im Bereich der Popkultur um. Darunter auch die UniCon, an welcher Nerds, Cosplayer und Geeks auf ihre Kosten kommen. Wie kam's zur Idee, ein japanisches Food Fest auf die Beine zu stellen? Inspiration war das «Japan Neujahrsfest», das 2020 im Burgbachsaal von der Kansaijin Kai, einer japanischen Community in Zug, organisiert wurde.

Zusammenarbeit mit japanischer Community

«Das war ein toller Anlass», sagt Pia Henzelmann von der Unreal Entertainment Association auf Anfrage. «Wir wollten mit ihnen zusammenarbeiten und etwas Ähnliches organisieren.» Und das hat geklappt. Zwar sei die Kansaijin Kai bei der ersten Ausgabe des Japan Food Fest aus Feriengründen nicht physisch vor Ort, eine weitere Zusammenarbeit sei allerdings geplant.

Wir machen uns am Wochenende in Zug auf einen Kurztrip nach Japan. Was auffällt: Schon auf dem Platz beim Burgbachkeller ist einiges los. Girlanden, Fahnen und Lampions zeigen, dass die Location heute im Zeichen Japans steht.

An drei Essständen, an denen es Mochis, Ramen und Karaage gibt, stehen lange Menschenschlangen. Die Partytische und -bänke sind voll besetzt, das Wetter tut sein Übriges.

Warten auf Gyoza

In der Halle des Burgbachkellers geht es weiter. Hier stehen weitere Stände. An einigen gibt es warme Gyoza (Teigtaschen) oder frisch zubereitetes Sushi. An anderen Sake oder typisch japanische Snacks. Oder japanische Versionen von bekannten Marken. Kit Kat mit Matcha-Geschmack? Gibt’s direkt importiert aus dem Land der aufgehenden Sonne.

Auch hier sind die Warteschlangen beachtlich. Es hat den Anschein, als ob die Standbetreiber vom Grossandrang selbst etwas überrumpelt seien. Sie haben alle Hände voll zu tun – vor allem da, wo es etwas Warmes zu essen gibt. Ich entscheide mich für Gyoza und warte gute 15 Minuten, bis ich die Bestellung aufgeben kann. Zeit also, mich etwas umzuschauen.

Viel Handarbeit an den Food-Ständen

Der Burgbachsaal ist gross und obwohl viele der Tische voll besetzt sind, wirkt er etwas leer. Das liegt vielleicht auch an den vielen weissen Wänden. Sei's drum. Das bunt durchmischte Publikum scheint das nicht zu stören. Von Jung bis Alt ist hier alles vertreten.

Einige in Shirts und Sommerkleidern, andere themengerecht im Kimono. Die Leute haben ihren Spass: «Ich finde es cool, dass es ein Food Festival mit Fokus auf Japan gibt», sagt uns ein Besucher, der aus Luzern angereist ist und sich dieselben Teigtaschen bestellt hat wie ich.

An meinem Stand tut sich was. Das Betreiberpaar rollt die Teigballen von Hand mit einem kleinen Wallholz aus, befüllt sie mit einer Fleisch- und Gemüsefüllung und frittiert sie in heissem Öl. Mit meiner Portion – fünf Gyoza mit etwas Salat und Chilisauce für 12 Franken – setze ich mich an einen der Tische.

Bei Erfolg gibt es eine Wiederholung des Japan Food Fest

Während ich die saftig-heissen Teigtaschen in mich reinschaufle – und dabei mein Shirt vollsaue – beobachte ich, wie eine Tischnachbarin fachmännisch eine Flasche Ramune – japanische Limonade mit eigenwilligem Murmel-Verschluss – öffnet. Hätte in meinen Händen wohl für eine ebenfalls vollgesaute Hose gesorgt.

Auf den Anlass angesprochen, findet auch sie Gefallen am Japan Food Fest. Einen Kritikpunkt haben aber beide angefragten Gäste: «Die Auswahl der Stände dürfte grösser sein.»

Guter Input für eine allfällige nächste Ausgabe. Ist eine solche überhaupt geplant? «Wir würden gerne weitere Ausgaben durchführen», schreibt Pia Henzelmann. «Nächstes Jahr wird es sehr wahrscheinlich wieder in Zug stattfinden, weil wir uns hier schon auskennen.» Sollte das Japan Food Fest weiter wachsen, seien andere Städte als zusätzliche Durchführungsorte denkbar. Das dürfte nach dem heutigen Andrang ziemlich beschlossene Sache sein.

In diesem Sinne: Itadakimasu!

Verwendete Quellen
  • Schriftlicher Austausch mit Pia Henzelmann, Unreal Entertainment
  • Augenschein vor Ort
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