Essen & Trinken
Projekt gegen Foodwaste gescheitert

Madame Frigo zieht aus Oberägeri weg

In Oberägeri wurde der öffentliche Kühlschrank von Madame Frigo kaum genutzt. (Bild: zvg)

Essensreste verschenken statt wegzuwerfen: Das ist die Idee der öffentlichen Kühlschränke von Madame Frigo. In Oberärgeri hat das nicht funktioniert.

Gähnende Leere im öffentlichen Madame-Frigo Kühlschrank in Oberägeri. «Zu Beginn hatte es immer wieder Lebensmittel im öffentlichen Kühlschrank, aber gut gefüllt war er bis zum Schluss nie», wird Manuela Käch in der «Zuger Zeitung» zitiert. Das Projekt sei trotz mehrfacher Aufrufe nie richtig in die Gänge gekommen – deshalb wird es nach einem Jahr nun abgebrochen.

Der Luzerner Verein Madame Frigo hat sich dem Kampf gegen Foodwaste verschrieben. Die Idee ist so einfach wie bestechend: Statt deine Joghurts wegzuwerfen, bringst du sie in den öffentlichen Kühlschrank. Dort holen andere Personen sie gratis ab – und retten sie so vor dem Güsel.

In Luzern funktioniert es bestens

In der Stadt Luzern gibt es inzwischen fünf solche Kühlschränke, die von den Luzernerinnen rege genutzt werden (zentralplus berichtete). «Die Nutzung der Kühlschränke in Luzern funktioniert sehr gut», sagte Geschäftsleiterin Marilen Zosso im Juli auf Anfrage. Von den Lebensmitteln komme eigentlich immer alles weg.

Etwas wegwerfen müssen die freiwilligen Helferinnen nur in Ausnahmefällen. Genaue Zahlen dazu, wer wie oft die Kühlschränke nutzt, hat der Verein Madame Frigo zwar nicht. Zosso vermutet aber, dass die Corona-Pandemie und die Flüchtlingskrise die Nachfrage nach Lebensmitteln grundsätzlich eher gesteigert haben.

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