Es rumort gewaltig: Autoposern soll es an den Fahrausweis gehen
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Autoposer sollen härter angegangen werden. (Bild: Adobe Stock)

Nach Nein zu Lärmblitzer in Luzern Es rumort gewaltig: Autoposern soll es an den Fahrausweis gehen

2 min Lesezeit 12 Kommentare 14.12.2020, 05:00 Uhr

Die lautstarke Autoposer-Szene wurde in den vergangenen Monaten zunehmend zum Politikum. Wie dem Gedröhne der Riegel vorgeschoben werden könnte, wird in diversen Parlamenten diskutiert. Eine neue Petition fordert nun, dass es den Lärmposern ans Eingemachte gehen soll.

Politische Vorstösse rund um das Problem der Autoposer sind in den letzten Monaten wie Pilze aus dem Boden geschossen. Die mit Klappauspuffen und Soundgeneratoren frisierten Boliden – und deren Besitzer – sind der breiten Öffentlichkeit offensichtlich ein Dorn im Auge beziehungsweise im Ohr.

Davon zeugen die in Luzern eingegangenen Vorstösse zum Thema. Die aktuelle politische Diskussion deutet aber nicht selten auf eine gewisse Ratlosigkeit im Umgang mit dem Problem hin. So wurde der Luzerner Stadtrat kürzlich aufgefordert zu eruieren, wer die Poser überhaupt sind, wie viele es in Luzern gibt, welche Manipulationen am Auto gerade in Mode sind und wie sie die Karren überhaupt durch die obligatorische Motorfahrzeugkontrolle bringen (zentralplus berichtete).

Hauptproblem: Unklare rechtliche Grundlage

Ein mögliches Instrument, das im Kampf gegen die Lärmverursacher immer wieder ins Feld geführt wird, ist der Einsatz von Lärmblitzern. Das Hauptproblem dabei ist allerdings die unklare rechtliche Gesetzesgrundlage, weshalb auch die Luzerner Regierung sich zuletzt gegen die Anschaffung des Instruments entschied (zentralplus berichte).

Auf Bundesebene wird die entsprechende Rechtshandhabung demnächst diskutiert. Vor diesem Hintergrund lancierte die Lärmliga Schweiz kürzlich eine Petition, die einen härteren Umgang mit den Fahrzeughaltern fordert. Konkret verlangt die Petition folgendes:

  • Normen für die Lärmblitzer bereitzustellen, damit die Polizei diese bald einsetzen und Lärmexzesse sanktionieren kann.
  • Eine in der ganzen Schweiz zwingende Obergrenze von 81 Dezibel für Lärmemissionen sowie ein Verbot von Knattertönen zu erlassen.
  • Das Strassenverkehrsgesetz anzupassen, damit krasse Lärmexzesse den befristeten Ausweisentzug zur Folge haben.

Der letzte Punkt geht ein ganzes Stück weiter als die bisherigen Ansätze. Bei diesen ging es eher um die Frage, wie man den Import der Soundgeneratoren und modifizierten Auspuffe unterbinden könnte.

Die Petition richtet sich an den Bundesrat und insbesondere an Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga. Sollte das Anliegen kein Gehör finden, ist die Lancierung einer Volksinitiative zwar noch nicht geplant, aber zumindest nicht gänzlich ausgeschlossen, wie es auf Anfrage beim Verein heisst.

Eine solche würde wohl insbesondere auch im Kanton Luzern auf Zuspruch stossen, wie die politische Diskussion zeigt.

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12 Kommentare
  1. René, 04.03.2021, 19:32 Uhr

    Es ist schon erstaunlich dass sich diverse Leute derart beschweren über gelegentliche Autotreffen mit etwas lauten Autos Was ist mit der permanenten nicht Einhaltung der Mittagruhe von Bauarbeitern und Hobbygärtnern Ich würde es begrüssen wenn dies höher Priorität in der Lärmbekämpfung hätte als ein paar Autoverrückten zu Laibe zu rücken

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  2. Strassen Inspektorat, 14.12.2020, 14:23 Uhr

    Klappenauspuffe generell und Lärm über 82 db (gemessen in 1 m Entfernung) sollte verboten werden. Weiss nicht, was daran so schwer umzusetzen sein soll!

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  3. eron, 14.12.2020, 12:21 Uhr

    @Bründler

    Zuerst einmal. Autoposer nerven ungemein. Man soll bitte alles tun die aus der Welt zu schaffen. Am liebsten noch vor Anbruch des nächsten Frühlings. Autos einstampfen, Führerausweis weg.

    Wenn Personen über 60 sterben ist das nicht so schlimm? Naja, Sie dürfen so denken. Ich bin sicher Sie leben dann auch mit den Konsequenzen wenn es Sie trifft. Zum Glück sind einem Grossteil der unter 60-Jährigen Schweizern das Leben ihre Eltern und älteren Mitmenschen weniger egal und wichtiger als Staatsschulden.

    Harmloser? Schauen sie sich mal die Übersterblichkeit in diesem Jahr an. Die Anzahl Toten ist nicht vergleichbar mit bisherigen Grippewellen und wir sind noch lange nicht am Ende des Tunnels.

    Und ja, wir haben enorme Kapazitätsengässe. Der limitierende Faktor sind eben nicht ein paar Betten sondern die Fachpersonen in der Ärzteschaft und Pflege. Dies wird besonders ein Problem wenn die Krise so wie ewig anhält weil Covidpatienten lange im Spital bleiben. Es kommt also zu einer massiven Akkumulation von Kranken. Dies war in der ersten Welle weniger der Fall weil da der Anstieg durch einen Lockdown (= sehr wirksame Massnahme wenn wir schonmal dabei sind) unterbunden wurde.

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    1. Paul Bründler, 14.12.2020, 15:23 Uhr

      @eron: «Zum Glück sind einem Grossteil der unter 60-Jährigen Schweizern das Leben ihre Eltern und älteren Mitmenschen weniger egal und wichtiger als Staatsschulden.»

      Das klingt natürlich moralisch sehr wertvoll und nett, und gibt von unserer infantilisierten Gesellschaft garantiert Applaus. Es ist aber auch ein bisschen gratis (aka.virtue signalling oder Tugendprahlerei).

      Staatsschulden? Sind Sie sicher, dass Sie wissen wovon Sie sprechen?

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  4. Paul Bründler, 14.12.2020, 09:55 Uhr

    Haben wir nicht andere Probleme?
    Europa zerstört gerade nachhaltig seine Wirtschaft wegen einer Grippe, die hauptsächlich in Altersheimen wirkt und die Bevölkerung nimmt das kritiklos hin, wie eine Schafherde.
    Stattdessen verfassen wir Gesetze wegen ein paar Kindsköpfen und finden das gaaanz wichtig..
    Das kommt mir im Moment lächerlich vor.
    Es ist wirklich schlimm, wie leicht die Leute zu manipulieren sind.
    Es wäre auch Aufgabe der Medien, zu hinterfragen, breit und sachlich zu informieren und die Demokratie zu stärken.
    Stattdessen begnügt man sich mit der Rolle, Sprachrohr der kopflos agierenden Regierung zu sein.
    Schwach.

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    1. CScherrer, 14.12.2020, 10:29 Uhr

      Wer manipuliert, wen? Bitte konkrete Beispiele nennen. Fakten auf den Tisch, Paul Bründler.
      Sämtliche öffentlichen Medien berichten objektiv, sachlich und richtig. Nennen Sie mir Fake-News und belegen Sie diese als Fake-News. Covid-19 ist also eine ganz normale Grippe. Sagt wer? Bitte belegen Sie diese Aussage.
      Und ja, auch solche Auto-Poser sind ein lästiges Problem. Nicht so lästig, wie dumme Menschen. Geht aber in die gleiche Richtung.
      Waren Sie schon mal in der Notaufnahme? Haben Sie menschen, welche an Covid-19 erkrankt sind, gepflegt, betreut oder sterben erlebt?

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    2. eron, 14.12.2020, 10:37 Uhr

      Wieso kann man nicht einfach zwei Probleme gleichzeitig angehen? Aber das ist wahrscheinlich schon etwas zu kompliziert für manche.

      Und von wegen Grippe. Nein keine Grippe. Es ist ein Coronavirus und kein Influenzavirus. Und nein, das Virus ist nicht harmlos. Es sorgt gerade dafür, dass daran täglich um die 80 Personen sterben, die Lebenserwartung in gewissen Kantonen um mehrere Jahre gefallen ist, wir unter einer massiven Übersterbllichkeit bei über 65-Jährigen leiden und die Intenstivstationen zum bersten voll sind. Und wie wenn das alles nicht genug wäre, muss sich die aufgeklärte Gestellschaft noch mit ein paar «Nicht-Manipulierten» rumschlagen deren Guru ein sauglatter Komiker ist und die in die Intestivstation des Unispitals in Zürich einbrechen wollen weil sie nicht glauben können was sie nicht glauben wollen. Es ist zum Haare raufen.

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    3. Daniela Bucher, 14.12.2020, 10:49 Uhr

      Dann sollen die Medien also nur noch über Corona schreiben und alle anderen Themen ignorieren? Mich interessiert Corona nur am Rande und ich bin froh, wenn über anderes berichtet wird. Wenn Sie die Themen bestimmen wollen, sollten Sie eine eigene Zeitung herausgeben.

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    4. Paul Bründler, 14.12.2020, 10:57 Uhr

      @eron: Das wissen wir zur Genüge und niemand behauptet, das Virus sei harmlos.
      Im Gegensatz zur Grippe, trifft es Menschen unter 60 aber kaum lebensbedrohlich. Das lässt Corona doch eher etwas milder erscheinen für die Gesamtbevölkerung.

      Was in den Medien aber weniger diskutiert wird, sind die erheblichen negativen und jahrelangen Folgen der (nutzlosen?) Massnahmen. Die werden allen noch richtig weh tun.

      Es geht mir nur um die Verhältnisse und darum, alles ins richtige Licht zu rücken.

      Ich habe kürzlich hier zum Beispiel die Frage gestellt, warum die LZ im Frühling noch schreiben konnte: «Fast 500 Betten sind in Luzerner Spitälern für Covid-Patienten unbelegt. Es gab schon Anfragen aus dem Ausland.»
      Ein paar Monate später sind wir mit 87 Patienten «am Anschlag».
      Klar hat das mit dem Rückbau in Nottwil zu tun:
      Trotzdem zeigt das doch, wie relativ die Zahlen und die «Überlastungsgrenze» sind.
      Da könnten die Medien doch einmal nachhaken.
      Anscheinend bauen wir das «Medical Center» wieder auf? Besser als ein Lockdown wäre das allemal.

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    5. Paul Bründler, 14.12.2020, 11:22 Uhr

      @CScherrer: «Wer manipuliert, wen?»
      Wenn die Bevölkerung die Zerstörung ihrer eigenen Wirtschaft nicht nur erduldet sondern teilweise aktiv fordert weil sie Angst vor einem vergleichsweise harmlosen Virus hat (Es ist ja nicht Ebola und es tötet weder Kinder noch Menschen bis ins mittlere Alter), dann IST sie manipuliert und verängstigt worden.
      Immer wachsam bleiben und Fragen stellen!
      P.S. Ich war halt ein Sesamstrasse-Kind: «Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm.“ 😉

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    6. CScherrer, 15.12.2020, 08:38 Uhr

      @Paul Bründler: «Immer wachsam bleiben» Zitat Ende. Alleine diese Aussage bestätigt mir Ihre wahre Gesinnung. Zudem haben Sie keine Antworten auf meine Fragen. Ein harmloses Virus? Erzählen Sie dies bitte den Angehörigen oder den Mitarbeitenden von Spitäler, welche infizierte Patienten betreuen.
      Und wo stellen Sie Ihre Fragen? Wer gibt Ihnen die Antworten?
      Das ist sicher richtig, dass man dumm bleibt, wenn man nicht fragt. Dazu braucht es aber eine gewisse Intelligenz, die richtigen Fragen am richtigen Ort zu stellen. Für mich sind Sie wohl eher ein Pippi-Langstrumpf-Kind! «Ich mache mir die Welt, so wie sie mir gefällt!»

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  5. Müller Urs, 14.12.2020, 09:35 Uhr

    Guten Tag, danke für Ihren Artikel. Dieser unnötige Lärm nervt mich auch, besonders von z.T. unglaublich lauten Motorrädern. Aber im Verkehr sind die neuen LED-, Xenon- oder sogar Laser-Scheinwerfer der Fahrzeuge ein viel größeres Problem.
    Freundliche Grüsse
    U. Müller

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