Es ist Luzerner Stadtlauf – und kaum einer merkt es
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Für den virtuellen Stadtlauf reichen eine App und ein Paar Turnschuhe. (Bild: uus)

Rund 1000 Läufer nahmen per App teil Es ist Luzerner Stadtlauf – und kaum einer merkt es

2 min Lesezeit 25.04.2020, 19:54 Uhr

Einzeln oder zu zweit liefen heute viele Zentralschweizer den virtuellen Luzerner Stadtlauf. Obwohl die Zahlen weit unter dem analogen Original liegen, sind sie doch bemerkenswert.

Gestern gegen 18 Uhr in der Stadt Luzern: Rund um die Horwer Halbinsel hat es viele Jogger. Viele waren alleine unterwegs, andere zu zweit. Schwierig zu sagen, wer von ihnen auch tatsächlich den ersten virtuellen Luzerner Stadtlauf auf sich nahm. Etwas mehr als 300 Personen sollten gerade gleichzeitig die Strecke absolvieren, verteilt über die ganze Zentralschweiz. So zeigte es zumindest die App «virace» an.

Zur Erinnerung: Das analoge Original ist der grösste Laufanlass der Zentralschweiz: Er lockte vergangenes Jahr trotz Schnee 13’000 Lauffreudige auf die Strecken mit Längen zwischen 1.5 und 7 Kilometern.

Läufer laufen, wo es ihnen gerade beliebt

Nun, am Samstag waren es aus bekannten Gründen bedeutend weniger: 351 Läufer absolvierten die 7-Kilometer lange Version, die um 18 Uhr startete. 338 Teilnehmer waren es auf der 3.8-Kilometer-Strecke. Immerhin 260 Läuferinnen und Läufer wagten sich auf die 1.5-Kilometer kurze Variante. Mit rund 950 Teilnehmer kratzte das neue Format knapp an der 1000er-Grenze. Am Sonntag gibt es noch einmal einen Familienlauf über 1.5-Kilometer, für den 89 Familien gemeldet sind.

Das Prinzip ist immer gleich: Die Teilnehmer loggen sich ein, laufen die Strecke zur vorgegebenen Zeit wo es ihnen beliebt und werden, sofern sie dass möchten, via Kopfhörer auf dem Laufenden gehalten.

Der virtuelle Stadtlauf ist eine doppelte Premiere

Rund 1000 Teilnehmer – was zunächst bescheiden klingt, ist aber doch beachtlich: Die App «virace», auf welcher sich die Läufer anmeldeten, wurde von Swiss Running erst am 16. April lanciert. Seither wurden etwa die Anmeldungen für die virtuellen Läufe rund um den Sempachersee, den Reusslauf bei Bremgarten, den Grand-Prix Bern oder eben den Luzerner Stadtlauf aufgeschaltet.

Mit dem Luzerner Stadtlauf fand am Samstag nun ein erster grosser Lauf in virtueller Ausführung statt. Fazit: Der virtuelle Luzerner Stadtlauf ist bestimmt kein Ersatz für das Original, aber zumindest eine gelungene Premiere für die Lauf-App. Die Zahlen können sich sehen lassen. Zum Vergleich: Für den 10-Kilometerlauf in Zürich, der morgen stattfindet, gibt es bisher erst knapp über hundert Anmeldungen.

P.S.: Das ganze auch sehr gesittet und Corona-konform abgelaufen: Es gab laut Luzerner Polizei keine Meldungen oder Einsätze im Zusammenhang mit dem Lauf-Event.

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