«Es ist kompliziert»: Jonny Fischer mit Klotz am Fuss am «Super10Kampf»
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Aktuell ist für Jonny Fischer drei Mal pro Woche Physio angesagt. (Bild: Instagram Jonny Fischer)

Der Zuger und seine spezielle Beziehung zum Event «Es ist kompliziert»: Jonny Fischer mit Klotz am Fuss am «Super10Kampf»

4 min Lesezeit 02.11.2018, 09:55 Uhr

Nach elf Jahren nimmt das Comedy-Duo Divertimento erneut am «Super10Kampf» teil. Während sich Jonny Fischer beim ersten Mal die Schulter auskugelte, hat er sich dieses Mal bereits im Vorfeld verletzt. Dies hindert den Zuger jedoch nicht daran, beim Traditionsevent auch mit Klotz am Bein vollen Einsatz zu geben.

Es ist eine besondere Beziehung zwischen Jonny Fischer, der einen Hälfte des Comedy-Duos Divertimento, und dem «Super10Kampf». Tragikomisch würde es wohl am besten treffen. Oder um es mit einem Facebook-Beziehungsstatus zu sagen: «Es ist kompliziert.»

Begonnen hat alles 2007, als die Zuger Jonny Fischer und Manuel «Manu» Burkart das erste Mal mit dabei waren am Traditionsevent, der von der Stiftung Schweizer Sporthilfe organisiert wird.

Fischer erinnert sich: «Wir standen extrem unter Druck, waren gerade am Kommen. Wir waren zuvor ein erstes Mal im Fernsehen, hatten unsere ersten Videos auf Youtube – doch am ‹Super10Kampf› waren wir ein unbeschriebenes Blatt.» Dies führte so weit, dass einige der Sportler dachten, das Duo sei das glückliche Gewinnerpaar des «Blick»-Wettbewerbs.

Gar auf Siegeskurs gelegen

Der Abend begann tatsächlich verheissungsvoll, das Team mit Divertimento lag sogar in Führung. Bis sich Jonny Fischer die Schulter auskugelte. «Das war der Beginn meiner Verletzungsserie», erzählt er. Davor habe er sich noch nie ernsthaft wehgetan. «Seither ziehe ich die kleinen und grossen Wehwehchen irgendwie an.» Tiefpunkt in dieser Hinsicht: Im Juli riss er sich beim Fussballspielen im Piemont die Achillessehne (zentralplus berichtete). Dies nur gut drei Monate vor seinem zweiten Auftritt beim «Super10Kampf».

«Ich habe mir eigentlich nach dem ersten Mal geschworen, nie mehr teilzunehmen.»

Jonny Fischer, Comedian und Teilnehmer am «Super10Kampf»

Dieses Mal hat Fischer verletzungstechnisch also gewissermassen gleich vorgesorgt. «Ich habe mir eigentlich nach dem ersten Mal geschworen, nie mehr teilzunehmen, da ich schlechte Erinnerungen damit verband. Doch als die Anfrage kam, haben wir natürlich zugesagt.»

Nur rumsitzen ist nicht

Trotz Handicap freue er sich extrem auf den Abend. «Ich habe einige Freunde eingeladen, von Manu wird die Familie da sein.» Nur die fehlende Mobilität macht ihm einen satten Strich durch die Rechnung. «Während Manu alles mitmachen wird, werde ich vor allem passiv dabei sein», bedauert Fischer.

 Das Promo-Video mit Jolanda Neff zum «Super10Kampf»:

Da die Disziplinen erst am Tag des Wettkampfs bekannt gegeben werden, könne er noch nicht so genau abschätzen, wie seine Rolle ausfallen werde. Es sei ihm jedoch zu Ohren gekommen, dass auch Denksportaufgaben warten werden.

«Nicht nur dort werde ich vollen Einsatz geben, sondern auch wenn es darum geht, den Laden aufzumischen und für mein Team einen Vorteil zu erzielen. Schiri Franco Marvulli kenne ich schon sehr lange. Den kann ich sicher bestechen», sagt Fischer lachend.

Diesmal bleibt Julian Kaufmann in Spreitenbach

So oder so stellt sich Fischer auf einen lustigen Abend ein, bei dem Spontaneität grossgeschrieben wird. Einen einstudierten Sketch wie 2007 mit «Julian Kaufmann aus Spreitenbach» werde es dieses Mal nicht geben.

Der «Super10Kampf»

Der «Super10Kampf» ist ein seit 1977 von der Stiftung Schweizer Sporthilfe organisierter Unterhaltungsevent. Er besteht aus verschiedenen sportlich herausfordernden Geschicklichkeitsspielen. Die Teilnehmer stammen aus dem Schweizer Spitzensport und Showbusiness. Die Einnahmen werden für die Förderung des Schweizer Nachwuchssports verwendet.

Wie weit es Divertimento in den elf Jahren dazwischen geschafft haben, zeigt, dass sie es von den vermeintlichen Wettbewerbsgewinnern aus dem Publikum zu den Testimonials des «Super10Kampfs» gebracht haben. Der Event feiert bei seiner Austragung am 2. November ein Jubiläum. Zum 40. Mal wird der Anlass durchgeführt.

In den Jahrzehnten haben sich zahlreiche Highlights und Lacher angesammelt – jedoch waren auch schmerzhafte Momente dabei wie etwa Simon Ammanns unvergessener Sprint gegen die Kamera 2005.

Apropos schmerzhaft. Bei diesem Thema sind wir wieder zurück bei Fischers Achillessehnenriss. Die Genesung einer solchen Verletzung dauert äusserst lange. Der Zuger sagt: «Rund ein Drittel habe ich jetzt hinter mir, konnte mich immer wieder an kleinen Zielen orientieren wie mich selbst anziehen oder selber duschen.» Und auch ein grosses Ziel habe er vor drei Wochen erreicht. «Seither kann ich ohne Krücken gehen. Es geht also voran.»

Beni Huggel als warnendes Beispiel

Doch nun kommen eben die anderen zwei Drittel. «Da muss ich mich auf eine mega Geduldsprobe einstellen», sagt der 38-Jährige. Das Gute ist: Er ist nicht nur wieder mobiler, sondern habe auch keine Schmerzen mehr im Alltag.

«Ich muss ich mich auf eine mega Geduldsprobe einstellen.»

Jonny Fischer

Trotzdem will er es eher sachte angehen. Denn sein langjähriger Kollege und «Super10Kampf»-Teilnehmer Benjamin Huggel ist ein warnendes Beispiel. Dieser hatte nach seinem Achillessehnenriss 2002 zu früh zu viel wieder gewollt und rutschte in der Dusche aus – und riss sich die Sehne gleich ein zweites Mal.

 So sieht es aktuell aus, wenn Jonny Fischer auf der Bühne steht – oder sitzt:

Trotz Klotz am Bein und im Rollstuhl mussten Fischer und Burkart keine Show absagen oder verschieben. «Gott sei Dank bei diesem engen Tourplan», sagt Fischer dazu. Noch bis Ende Oktober sind Divertimento auf Tour. Und so lange wird Jonny Fischer auch noch mit einem Klotz am Fuss auf der Bühne stehen. Wenn es dann im Januar weitergeht, wird er den Klumpen los sein.

Und wer weiss, vielleicht markiert der «Super10Kampf» ja nicht nur den Auftakt zu Fischers Verletzungsserie, sondern auch den Schlusspunkt.

Der Auftritt von «JK aus SB» 2007:

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