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Erst der zweite Treffer in der Verlängerung bringt dem SCB den Sieg
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Die Berner (im Bild links Yanik Burren gegen Yannick Zehnder) haben sich im zweiten Finalspiel gegen den EV Zug zurückgekämpft. (Bild: EVZ/Philipp Hegglin)

EV Zug gibt Heimvorteil wieder preis Erst der zweite Treffer in der Verlängerung bringt dem SCB den Sieg

3 min Lesezeit 13.04.2019, 23:13 Uhr

Mit einem 3:2 nach Verlängerung hat ein erstarkter SC Bern die Finalserie gegen den EV Zug zum 1:1 nach Siegen ausgleichen können. Bei gleichem Spielerbestand lagen die Vorteile auf Seiten der Gäste.

Nach 64 Minuten und 28 Sekunden erlosch die Hoffnung der Zuger auf den zweiten Finalsieg in Folge. Gregory Sciaroni hatte den Siegtreffer in der Verlängerung nach einer schönen Vorlage von André Heim erzielt. Und dieses Mal entschieden die Spielleiter nach der Videokonsultation nicht mehr auf Aberkennung des SCB-Treffers. Es war die erste Heimniederlage überhaupt in der entscheidenden Phase der Meisterschaft und die zweite im elften Playoff-Spiel.

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Anders hatte es noch zwei Minuten davor ausgesehen. Da sahen die Schiedsrichter auf dem Bildschirm, dass Tristan Scherwey einen Schuss von Ramon Untersander mit dem Schlittschuh ins Tor der Zuger abgelenkt hatte. Da brandete der Jubel durch die mit 7200 Zuschauern ausverkaufte Bossard-Arena, als die Schiedsrichter den Treffer annullierten.

Keinen vorteilhaften Eindruck hinterliessen ein paar Zuger Leistungsträger: Dario Simion stand bei allen drei Verlusttreffern auf dem Eis, Lino Martschini und Brian Flynn jeweils bei zwei. Letzterer hatte abermals den Vorzug vor Lückenbüsser David McIntyre bekommen (zentralplus berichtete).

Und wie der SCB die Serie, so glich auch Leonardo Genoni das Goalie-Duell aus. Mit einer Fangquote von 92 Prozent stach er Tobias Stephan auf Zuger Seite (86,96 Prozent) klar aus.

Zweimal konnte der EVZ einen Rückstand ausgleichen

Zweimal hat der EV Zug einen Rückstand aufgeholt. Beide Male im Zuge eines Überzahlspiels. Aus drei Strafen gegen die Berner im Mitteldrittel haben die Gastgeber zwei Tore gemacht. Garrett Roe (27.) und Dennis Everberg (40.) haben zum 1:1 beziehungsweise 2:2 ausgleichen können.

Die Frage, die zentralplus nach dem ersten Finalspiel aufgeworfen hat, gilt mittlerweile für beide Mannschaften: Wer ist schlau genug, um Meister zu werden? SCB-Stürmer Alain Berger hat dem EVZ mit zwei Strafen in der offensiven Zone den zweiten Ausgleich fast schon auf dem Silbertablett präsentiert.

Zug bleibt dank «Special Teams» im Spiel

Der SC Bern steigerte sich nach dem torlosen Startdrittel mit leichten Vorteilen für den Gastgeber mächtig. Bei gleichem Spielerbestand konnten die Zuger nicht mehr so fräsen und sausen wie noch bei dem 4:1-Auswärtssieg zum Finalauftakt. Die Führung durch Gaëtan Haas verlieh den Bernern offensichtlich Zuversicht und Luft.

Und diese nutzten später eine Nachlässigkeit von Johann Morant aus. Der EVZ-Verteidiger liess sich an der Bande von Zach Boychuck überlisten und Jan Mursak schloss den rasant vorgetragenen Konter zum 2:1 ab. EVZ-Verteidiger Dominik Schlumpf forderte zur zweiten Drittelspause: «Wir müssen vor beiden Toren mehr Zweikämpfe gewinnen.»

Dass der EVZ in den Special Teams, also im Über- und Unterzahlspiel, deutliche Vorteile gegenüber dem SCB hatte, hielt ihn im Spiel. Er überstand seine zwei Strafen schadlos. Dabei war gerade die zweite, 15 Sekunden nach dem abermaligen Zuger Ausgleich, ärgerlich: Yannick-Lennart Albrecht, Siegtorschütze im ersten Finalspiel, bekam sie wegen Torhüterbehinderung.

Scherwey trifft Martschini am Kopf

Es war wohl eine Laune des Hockeygottes, dass er Zug im Schlussdrittel nicht dank den Special Teams in Führung gehen und vielleicht sogar den Siegtreffer erzielen liess. Kurz nachdem Everberg seine Shorthander-Chance von SCB-Goalie Leonardo Genoni zunichte gemacht sah, traf auf der anderen Seite Marc Arcobello bloss den Pfosten (42.).

In der 56. Minute packte Tristan Scherwey den Knüppel aus dem Sack – mit einem gefährlichen Ellbogen-Check gegen den Kopf von Lino Martschini. Der SCB-Stürmer kam mit einer Zweiminutenstrafe noch gnädig davon.

Der EVZ-Topskorer hatte dabei mehr Glück als sein Teamkollege Reto Suri im ersten Finalspiel, der eine Attacke von Adam Almquist mit ein paar eingeschlagenen Zähnen büsste (zentralplus berichtete). Wie der SCB-Schwede, der vorsorglich für das zweite Finalspiel gesperrt wurde, fehlte auch Suri. Der EVZ-Stürmer verfolgte den Match von der Medientribüne aus.

Scherweys Strafe war bereits die zweite, die sich der SCB im Schlussdrittel leistete. Und beide konnten Martschini & Co. nicht in die erstmalige Führung verwandeln. 

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