Ernis Tochter schaltet Anwalt ein

1 min Lesezeit 26.05.2015, 15:00 Uhr

Der Streit um Hans Ernis Nachlass erhält einen bitteren Beigeschmack: Die Tochter des Luzerner Jahrhundertkünstlers, Simone Erni, kämpft nun mit einem Anwalt um ihren gesetzlichen Pflichterbteil von 18 Prozent.

Das Vermögen des kürzlich verstorbenen Jahrhundertkünstlers Hans Erni wird auf rund 100 Millionen Franken geschätzt. Von diesem Kuchen will auch seine Tochter Simone Erni und ihr Ehemann und Kunsthändler Raphael Fornara-Erni ein Stück ergattern. Dazu hat die verschuldete Künstlerin Simone Erni einen Anwalt eingeschaltet, der nun für ihren gesetzlichen Pflichterbteil von 18,2 Prozent kämpfen soll.

Aufgrund einer Verzichtserklärung von 1979 ist Simone Erni jedoch von der Erbschaft ausgeschlossen. Damals habe Hans Erni dem Ehepaar Bargeld im Wert von 250’000 Franken geschenkt. Bedingung war, dass die Tochter danach nichts mehr erben würde, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtete. Diese Zuwendung sei erfolgt, weil das Ehepaar bereits damals hohe Schulden aufgrund eines Immobiliengeschäfts hatte.

Die Chancen auf die 18,2 Prozent – oder rund 20 Millionen Franken – stehen derweil schlecht. Laut Einschätzung eines Rechtsanwalts spreche bereits die Bezeichnung als Verzichtserklärung dafür, dass die Tochter nach der Unterzeichnung als Erbin nicht mehr in Betracht falle. Raphael Fornara-Erni allerdings gibt sich kämpferisch: «Wir lassen uns auf keinen Fall billig abspeisen, dann gehen wir lieber in einen jahrelangen Rechtsstreit», sagt er gegenüber der «Schweiz am Sonntag».

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