Neue Erkenntnisse zum tragischen Vorfall Ereignis Reussegg: Heftiger Streit vor der Autoattacke

2 min Lesezeit 09.08.2017, 09:40 Uhr

Am vergangenen Sonntag wurde an der Reusseggstrasse ein Mann wurde von einem Auto angefahren und tödlich verletzt. Der mutmassliche Verursacher und sein Beifahrer sitzen in U-Haft. Nun steht fest, dass der Autoattacke eine Schlägerei zwischen allen Beteiligten voranging. Die Ursache ist aber noch nicht geklärt.

Am Sonntag um zirka 2:15 Uhr, kam es an der Reusseggstrasse im Bereich der Einfahrt zur Kehrichtverbrennungsanlage Ibach zu einer schweren Kollision, ein Mann erlitt derart schwere Verletzungen, dass er noch vor Ort verstarb. Eine weitere Person wurde schwer verletzt (zentralplus berichtete).

Fahrer lebt in Luzerner Agglo

Die sofortige Fahndung nach dem Verursacher verlief positiv, teilt die Luzerner Polizei mit. Am Sonntagmorgen konnten die Marke und der Typ des mutmasslichen Verursacherfahrzeuges ermittelt werden. In einer Agglomerationsgemeinde wurde kurz vor dem Mittag der silberfarbige BMW sichergestellt. Es wurde inzwischen nachgewiesen, dass es sich um das Verursacherfahrzeug handelt.

Geständig, das Auto gefahren zu haben

In diesem Zusammenhang seien auch zwei Männer festgenommen worden. Ein 24-jähriger schweizerisch-kroatischer Doppelbürger ist geständig, das Fahrzeug zum Ereigniszeitpunkt gelenkt zu haben. Sein Beifahrer war ein 27-jähriger Mann aus Kroatien. Die beiden Männer befinden sich in Untersuchungshaft. Dem Autofahrer wurde der Führerausweis abgenommen.

Polen hatten getrunken 

Gemäss ersten Erkenntnissen hätten sich drei Polen in dieser Nacht alkoholisiert zu Fuss in Richtung Reusseggstrasse begeben. Im Bereich des Strassenstrichs trafen sie auf die beiden anderen Personen. Dabei ist es gemäss ersten Ermittlungen zu einem verbalen Streit und einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen. Die drei Polen verliessen nach diesem Streit den Ort zu Fuss Richtung Seetalplatz. Kurze Zeit später kam es auf der Reusseggstrasse zur Auto-Attacke.

Aufwändige Untersuchung 

Für die aufwändige Spurensicherung, die entsprechenden Auswertungen vor Ort und an dem sichergestellten Fahrzeug wurde das Forensische Institut das Kapo Zürich und das Institut für Rechtsmedizin des Kantons Zürich zugezogen. Diese Auswertungen werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen, schreibt die Polizei.
 
Der genaue Ereignisverlauf sei weiterhin ungeklärt und die entsprechenden Abklärungen dauern an. Die Luzerner Polizei ermittelt in alle Richtungen. Zeugen werden gebeten, sich unter 041 248 11 17 zu melden.
 
Die Untersuchung führt die Staatsanwaltschaft Luzern.

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