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Der Vorschlag aus dem Krienser Stadthaus kommt nicht überall gut an. (Bild: bic)

SVP droht mit Referendum Erbschaftssteuer: In Kriens droht die nächste Abstimmung über das Geld

1 min Lesezeit 2 Kommentare 25.03.2021, 12:48 Uhr

Die Kassen der Stadt Kriens sind seit längerem leer. Der komplett ausgewechselte Stadtrat sucht händeringend nach Lösungen. Doch auch der neuste Vorschlag droht jetzt grandios zu scheitern.

Der Krienser Stadtrat versucht zu sparen, wo es nur geht. Trotzdem sieht er derzeit keine andere Möglichkeit, als irgendwie mehr Geld einzunehmen. Die Idee einer Steuererhöhung jedoch wurde Ende Februar an der Urne bachab geschickt (zentralplus berichtete). Deshalb steht die Stadt momentan ohne Budget da.

Diese Woche zog die Stadtregierung den nächsten Vorschlag aus dem Köcher. Sie will die 2002 abgeschaffte Erbschaftssteuer wieder einführen. Erbschaften sollen ab einem Freibetrag von 100’000 Franken zu einem Prozent besteuert werden (zentralplus berichtete). Bereits zeigten erste Reaktionen in den Kommentarspalten, dass auch diese stadträtliche Ankündigung in Kriens einiges zu diskutieren gibt.

SVP droht mit Referendum

Während der Vorschlag auf linker Seite sowie bei der GLP – wenig überraschend – auf viel Zustimmung stösst, kündigt die SVP bereits an, im Notfall das Referendum zu ergreifen. Dies schreibt Fraktionschef Räto Camenisch auf Anfrage von zentralplus.

«Die Erbschaftssteuer für direkte Nachkommen wurde 2002 auf eine Initiative der SVP Kriens mit rund zwei Dritteln Ja-Stimmen abgeschafft. Wir sind immer noch der Meinung, dass dieser Volksentscheid weiter gelten sollte», so Camenisch. Den Krienserinnen droht also bereits die nächste Abstimmung zum Thema Geld.

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2 Kommentare
  1. Der Obernauer, 27.03.2021, 15:32 Uhr

    Ich vertraue auf die Krienser Stimmbevölkerung, welche inzwischen gemerkt hat was die Regierung im Sinne führt. Das Demokratieverständniss des Stadtrates fehlt völlig und die nächste Klatsche ist programmiert. Mein Rat, spart zuerst bei Euch selber und den Beiträgen an Parteien und den Prunkprojekten im Nidfeld …

  2. Oscar Dubach, 27.03.2021, 10:58 Uhr

    Eine Annahme bedeutet für uns unweigerlich den Wegzug von Kriens mit dem neuen Steuerdomizil im Kanton Zug oder in Meggen.
    Andere gute Steuerzahler sind bereits in den Startlöchern.

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