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Entwicklung Luzern Süd nimmt Formen an

3 min Lesezeit 16.02.2016, 11:35 Uhr

2014 wurde den Einwohnerräten Kriens und Horw sowie dem Grossen Stadtrat das Entwicklungskonzept Luzern Süd das 2014 vorgestellt. In einem nächsten Schritt wurden nun die dazugehörige Entwicklungsstudie Vertiefungsgebiet II und das Grundkonzept Verkehr erarbeitet.

Im Rahmen des Entwicklungskonzepts Luzern Süd sind zwei weitere Meilensteine erreicht: Die Entwicklungsstudie Vertiefungsgebiet II enthält Richtlinien für die Entwicklung des Gebietes rund um den Eichhof, die Luzerner- und die Arsenalstrasse. Das Grundkonzept Verkehr zeigt, wie Siedlung und Verkehr in Luzern Süd aufeinander abgestimmt werden und welche Verkehrsinfrastruktur es braucht, um die Mobilität zu gewährleisten.

Verkehr vermeiden, verlagern und verträglich gestalten

Die drei Gemeinden gehen davon aus, dass durch die Entwicklungen in Luzern Süd innerhalb der nächsten rund 20 Jahren die Anzahl der Einwohner und Arbeitsplätze um rund 15‘000 ansteigen und sich somit verdoppeln wird. Um den dadurch zu erwartenden Mehrverkehr verträglich zu entwickeln, sollen durch Mischnutzungen und Ansiedlung von Einrichtungen der Nahversorgung «kurze Wege» gefördert werden. Um ein hohe Lebens- und Aufenthaltsqualität zu gewährleisten, soll der Mehrverkehr, der durch die Entwicklungen ausgelöst wird, durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie des Fuss- und Veloverkehrs auf dem bestehenden Strassennetz bewältigt werden.

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Öffentlichen Verkehr ausbauen

«Das Rückgrat und gleichzeitig leistungsfähigste Angebot im öffentlichen Verkehr in Luzern Süd ist die Zentralbahn», schreibt die Stadt Luzern in einer Mitteilung. Durch Taktverdichtungen werde das Angebot laufend verbessert bis hin zu einem 7,5-Minuten-Takt in den Hauptverkehrszeiten. Mit der Anbindung der Linien 14 und 16 an den Bahnhof Kriens Mattenhof und der Realisierung des Bushubs in Horw sollen die Umsteigebeziehungen Bus-Bahn verbessert werden.

Weiter soll mit dem Einrichten von Busspuren der öffentliche Verkehr priorisiert werden. Während der Hauptverkehrszeit soll mit einer Ausfahrtsdosierung bei Arealen dafür gesorgt werden, dass nur so viele Autos auf die Hauptachsen gelangen, dass das Verkehrssystem funktionieren kann.

Velo- und Fusswegnetz ergänzen

Sichere und komfortable Veloverbindungen sowie Quartiere mit kurzen, attraktiven Fusswegen zu nahe liegenden Versorgungsmöglichkeiten, Bildungseinrichtungen, Bushaltestellen und Erholungsräumen sollen die Gesamtverkehrskapazität steigern sowie den Modalsplit und die Verkehrssicherheit erhöhen. Im Grundkonzept Verkehr werden zahlreiche Vorschläge gemacht, das Velo- und Fusswegnetz zu ergänzen und Schwachstellen zu beheben. Ein zentrales Projekt ist der Rad- und Gehweg von Luzern nach Horw und Kriens auf dem ehemaligen Trassee der Zentralbahn. Baubeginn soll laut der Stadt Luzern Ende Februar 2016 sein.

Im Frühling 2017 soll der Rad- und Gehweg in Betrieb genommen werden. Die Entwicklungsstudie Vertiefungsgebiet II zeigt, wie das Gebiet rund um den Eichhof, die Luzerner- und die Arsenalstrasse entwickelt werden soll. Nördlich der Luzernerstrasse ist eine dichte Bebauungsstruktur mit Hochhäusern vorgesehen, wie dies zum Beispiel im Bebauungs-plan Eichhof West geplant wird.

Südlich der Luzernerstrasse ist eine weniger dichte Bebauung angedacht. Die Langsägestrasse soll neu gestaltet und vom Durchgangsverkehr befreit werden. Sie dient künftig als Veloverbindung und Quartiererschliessung. Zwischen der Langsäge- und der Luzernerstrasse ist ein Grüngürtel – eine so genannte Esplanade – geplant. Weitere Projekte sind eine Busspur bis zum Kupferhammer und die Verlegung der Buslinie 14 mit einer neuen Haltestelle auf die Arsenalstrasse.
 

zentral+ berichtet am frühen Nachmittag ausführlich über das Projekt, das den Medien am Dienstagmorgen vorgestellt wurde.

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