Endlich! Jetzt wird in Zug der neue Ökihof gebaut
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Mit dem Baustart für den Ökihof kommt die Stadt Zug einem vor langem gesetzten Ziel näher. (Bild: wia)

Hoffentlich kein erneuter Mammutfund Endlich! Jetzt wird in Zug der neue Ökihof gebaut

3 min Lesezeit 09.03.2021, 16:15 Uhr

Am Zuger Stadtrand im Göbli ist am Dienstag ein Spatenstich gefeiert worden. Einer, der seit Jahren herbeigesehnt wurde. Hier entsteht nämlich der neue Ökihof. Und das im Eilzugstempo – falls nicht wieder etwas dazwischen kommt.

Die Bagger stehen bereit, jetzt wird gebuddelt. Gebuddelt, damit der Ökihof Zug in knapp zwei Jahren ein neues Zuhause hat.

Am jetzigen Standort befinden sich die allseits beliebte Recyclingstelle und das Brockenhaus bereits seit 1999. Ende 2022 jedoch läuft der Mietvertrag mit den SBB aus. Bis dann müssen der Ökihof und das Brocki den neuen Standort bezogen haben.

Am Dienstag schwangen die Verantwortlichen deshalb symbolisch die Spaten, nun wird der Volkswille umgesetzt. Letztes Jahr sagte die städtische Stimmbevölkerung mit fast 90 Prozent Ja zum neuen Standort des Ökihofs im Göbli.

«Ich übernehme quasi das Sahnehäubchen.»

Eliane Birchmeier, Zuger Stadträtin

Stadträtin Eliane Birchmeier freut sich, dass die schier endlose Geschichte um einen neuen Standort beendet und ein neues Recyclingcenter nun in Reichweite ist. Auch wenn sie sich nicht mit fremden Federn schmücken mag. «Es ist schön, dass ich dieses Projekt zum Abschluss bringen darf. Das ist für uns ein grosser Erfolg. Doch haben viele Beteiligte signifikante Vorarbeit dafür geleistet.» Die Bauchefin weiter: «Ich übernehme quasi das Sahnehäubchen.»

Bitte kein Mammut

Hat man keine Angst, dass es aufgrund unvorhergesehener Begebenheiten zu einer Verzögerung kommen könnte? Was, wenn man im Boden ein Mammut findet, wie es vor einigen Jahren in Rotkreuz passierte (zentralplus berichtete)? Die Zuger Bauchefin Eliane Birchmeier sagt dazu: «Mit Verzögerungen muss man immer rechnen. Doch sind wir rein vom Bauprogramm her bis jetzt zeitlich auf gutem Wege. Auch für den Umzug bleibt genügend Zeit.»

Paul Knüsel, Leiter Hochbau der Stadt Zug, beschwichtigt jedoch: «Das erwarten wir in dieser Gegend überhaupt nicht. Nicht zuletzt deshalb, weil man im Umkreis bereits gebaut hat und keine archäologischen Funde in der Nähe bekannt sind.»

Im Juni 2022 soll der Ökihof umziehen

Darum ist Knüsel sicher, folgenden Zeitplan einhalten zu können: «Der Rohbau dürfte im Januar oder Februar kommenden Jahres fertig sein.» Eine vergleichsweise schnelle Sache also. «Es ist geplant, dass der Ökihof im Juni 2022 im Göbli einziehen kann. Das Brockenhaus soll im August folgen.» Auch dafür müsse genügend Zeit eingerechnet werden.

Beim Spatenstich waren nicht nur Vertreterinnen der Stadt anwesend, sondern auch künftige Mieterinnen. Etwa von der Gemeinnützigen Gesellschaft Zug sowie vom Brockenhaus, das von der Frauenzentrale geführt wird.

Der neue Ökihof

Das Bauprojekt geht auf einen 2017 bis 2018 durchgeführten Wettbewerb zurück. Der Baukredit für die gesamte Anlage beläuft sich auf 20,9 Mio. Franken. Davon entfallen 13,3 Mio. auf den Gebäudeteil, der von der Frauenzentrale und der [email protected] für eine Kostenmiete genutzt wird. 7,6 Mio. Franken kostet der eigentliche Ökihof. Die Realisierung des neuen Recyclingcenters folgt einem ambitiösen Fahrplan: Bereits Ende Oktober 2022 soll der neue Ökihof betriebsbereit sein.

Christine Langhans, die Leiterin des Brockenhauses, erklärt: «Zum einen freuen wir uns bereits sehr auf den neuen Standort. zum anderen wissen wir auch, dass in den kommenden zwei Jahren sehr viel Arbeit auf uns zukommt.»

Brocki plant riesigen Ausverkauf

So mache es etwa Sinn, dass man viele der Waren im Vorfeld loswerde, damit möglichst wenig davon gezügelt werden müsse. «Vermutlich wird es zwei Monate vor Umzug einen riesigen Ausverkauf geben», so die Brocki-Leiterin.

Langhans geht davon aus, dass die Warenannahme bereits im August 2022 im Göbli stationiert sei. Wie viele Mitarbeiterinnen wie häufig im Einsatz stehen und ob es in Zukunft mehr oder weniger braucht, ist im Moment noch nicht klar. «Wir haben 150 Freiwillige, die bei uns mithelfen. Da kann man nicht einfach so beschliessen, dass man plötzlich vierzig mehr braucht.»

Bereits jetzt sei jedoch klar, dass sich die Öffnungszeiten des Brockenhauses in Zukunft verändern würden, ergänzt Heidi Hauenstein, die Präsidentin der Frauenzentrale: «Will heissen, diese werden ausgedehnt.»

Eine Visualisierung des neugeplanten Ökihofs.

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