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Emmer Stahlkonzern vorerst gerettet
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Der Stahlhersteller Schmolz+Bickenbach hat seinen Hauptsitz in Luzern. (Symbolbild: Adobe Stock)

Überraschende Einigung in letzter Minute Emmer Stahlkonzern vorerst gerettet

2 min Lesezeit 1 Kommentar 02.12.2019, 16:54 Uhr

Kompromiss an der ausserordentlichen Generalversammlung von Schmolz+Bickenbach: Der grösste Schweizer Stahlkonzern ist vorerst gerettet.

In der Abstimmung erhielt der Antrag für eine Kapitalerhöhung 79,22% Ja-Stimmen, schreibt die NZZ. Damit erhält der angeschlagene Luzerner Stahlhersteller dringend benötigtes frisches Kapital und ist vorerst gerettet.

Die ausserordentliche Generalversammlung in Emmenbrücke hatte eine Stunde später angefangen, weil die Grossaktionäre Grossaktionäre Liwet und Haefner bis zur letzten Minute verhandelten. Letztlich hat die Grossaktionärin Liwet, die vom Russen Viktor Vekselberg kontrolliert wird, einer Sanierung zugestimmt.

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Dabei ist die Investmentgesellschaft Liwet dem Sanierungsvorschlag der Bigpoint Holding von Amag-Besitzer Martin Häfner entgegen gekommen. Liwet wird in der Vereinbarung aber zugesichert, weiterhin über einen Anteil von mindestens 25 Prozent an S+B verfügen zu können.

Nach ursprünglichem Plan wollte Häfner 325 Millionen Franken einschiessen und damit seinen Anteil auf 37,5 Prozent erhöhen. So würde er sich bei S+B mehr Einfluss sichern, was zulasten von Liwet gegangen wäre, die bisher die grösste Aktionärin war.

Haefner soll auch mit dem neuen Plan auf 37,5 Prozent der Aktien kommen können, schreibt der «Tages-Anzeiger». Gleichzeitig wird aber die Verwässerung des Liwet-Anteils auf 25 Prozent begrenzt.

S+B schrieb in den ersten neun Monaten dieses Jahrs einen Verlust von 433 Millionen Franken (zentralplus berichtete). Mindestens 325 Millionen Franken frisches Kapital wurde nötig, sonst drohte die Insolvenz. Ursachen für den Verlust sind der Handelskrieg zwischen den USA und China und Absatzschwierigkeiten der deutschen Autoindustrie, die zu einer Krise in der Stahlindustrie geführt haben.

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1 Kommentare
  1. Müller, 02.12.2019, 17:49 Uhr

    Jeder erzählt was anderes. Firmen aufkaufen, mit Geld um sich werfen, Firmen die ja nie Gewinn abwarfen, zu viele Aktionäre, aber an Weihnachten einen draufgeben und dicke Dividenden kassieren geht ja wohl immer. Die Kleinen können schauen wie es langt bis Ende Monat, zudem gehört ihnen ja auch noch Immobilien Emmenweid?