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Eltern sollen einen Sprachtest mit ihren Kindern durchführen
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Symbolbild: Schüler während eines Sprachtests. (Bild: zVg)

Stadt Luzern will die Integration optimieren Eltern sollen einen Sprachtest mit ihren Kindern durchführen

2 min Lesezeit 12.03.2019, 11:12 Uhr

Je früher Kinder Deutsch lernen, umso besser gelingt ihre Integration. Die Stadt Luzern will deshalb ab 2020 die Sprachkenntnisse aller Kinder ab drei Jahren systematisch erheben. Kinder, die kaum Deutsch sprechen, sollen die Sprache vor Schuleintritt in einer Spielgruppe oder Kindertagesstätte lernen.

Frühe Sprachförderung stärkt die Kinder in ihrer kognitiven, sensorischen, motorischen, emotionalen und sozialen Entwicklung und erhöht die Chancengleichheit: Wer gut Deutsch spricht und versteht, hat bessere Chancen, sich in die Gesellschaft zu integrieren, in der Schule am Ball zu bleiben und später auf dem Arbeitsmarkt gefragt zu sein. Die Stadt Luzern hat deshalb bereits vor acht Jahren ein eigenes Programm «Frühe Förderung» lanciert.

Sprachniveau aller Kinder erheben

Jetzt will die Stadt die frühe Förderung im Bereich Sprachförderung intensivieren. Dazu soll ab nächstem Jahr bei allen Kindern ab drei Jahren das Sprachniveau erhoben werden. Dabei erhalten die Eltern einen Fragebogen, mit welchem sie die Deutschkenntnisse ihres Kindes beurteilen.

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Den Fragebogen gibt es in 12 Sprachen. Darin wird beispielsweise gefragt, ob das Kind bestimmte Tätigkeiten auf Deutsch benennen kann. Der Fragebogen ist mit Bildern versehen, etwa von einem essenden oder einem rennenden Kind und der entsprechenden Frage, ob das Kind die Tätigkeit benennen kann. Die Eltern bestätigen oder verneinen die entsprechende Frage mit einem Kreuz.

Unterstützungsbeiträge für Eltern

Im Jahr 2020 werden an rund 670 Eltern Fragebogen verschickt. Antworten die Eltern nicht in einer vorgegebenen Frist, werden sie ans Ausfüllen erinnert.

Zeigt die Erhebung einen Bedarf an früher Sprachförderung, empfiehlt die Stadt den Eltern, ihr Kind in eine deutschsprachige Spielgruppe oder eine Kita zu schicken. Die Stadt bezahlt den Eltern einen einkommensabhängigen Beitrag an die Kosten, wenn die Kinder zweimal wöchentlich das Angebot nutzen.

Singen und reimen soll helfen

In der Spielgruppe oder einer Kita soll das Kind mit der deutschen Sprache vertraut werden, damit es dem Schulunterricht folgen und sich in die Klasse integrieren kann.

Dies gelingt am besten im Spiel mit anderen Kindern, mit gemeinsamem Singen, Reimen sowie mit guten Sprachvorbildern. Von der Neuerung sollen vor allem Kinder profitieren, die zu Hause wenig Anregung erhalten sowie Kinder mit Migrationshintergrund.

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