Einst war er seinen Doktortitel los: Nun ist er leitender Arzt in Luzern
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Das Hauptgebäude des Luzerner Kantonsspitals (Luks). (Bild: Archivbild)

Arbeit kam erst beim zweiten Anlauf durch Einst war er seinen Doktortitel los: Nun ist er leitender Arzt in Luzern

1 min Lesezeit 6 Kommentare 18.03.2021, 18:36 Uhr

Am Luzerner Kantonsspital arbeitet ein leitender Arzt, der einst mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert war. Gar wurde ihm der Doktortitel aberkannt. Die Spitalleitung ist vertraut mit der Sache und gibt Entwarnung. Der Mann habe seinen Abschluss nachgeholt.

Zweite Chance im Luzerner Kantonsspital (Luks). Ein leitender Arzt soll vor Jahrzehnten ordentlich abgeschrieben haben bei der Erarbeitung seiner Doktorarbeit. 88 der 92 Dissertationsseiten habe er gemäss «Pilatus Today» abgeschrieben.

Beim Luks weiss man von der Sache. Man sei umfassend und transparent über den entzogenen Doktortitel informiert worden. Der besagte Arzt habe mittlerweile einen gültigen Doktortitel der Universität Basel.

Weiter erklärt das Spital, dass es sich um einen fähigen und kompetenten Arzt handle, der alle Voraussetzungen erfülle, um an Schweizer Spitälern als Facharzt arbeiten zu dürfen. Die Umstände, welche zum Plagiatsvorwurf und zur Aberkennung des Doktortitels geführt hätten, seien in Bezug auf seine heutige Tätigkeit am Luks ohne Belang.

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6 Kommentare
  1. Hauro, 19.03.2021, 12:26 Uhr

    Schafft doch endlich den Dr. für die Mediziner ab. Das ist eh eine Farce, die meisten medizinischen Doktorarbeiten sind auf Niveau von Semestersarbeiten. Nicht das sie per se schlecht sind, aber sicher nicht vergleichbar mit naturwissenschaftlich technischen Dissertationen. Lästige Pflicht, damit man den Dr. hat.

    1. Peter Bitterli, 19.03.2021, 23:12 Uhr

      An unseren gewaltigen „Fachhochschulen“ wimmelt es ja auch von „Professorinnen“ und „Professoren“, die, wenn es hoch kommt, gerade noch eine Matura aber nie eine Uni von innen gesehen haben.

  2. Rudolf 1, 19.03.2021, 10:45 Uhr

    Für die Ausübung des Arztberufes ist kein Doktortitel nötig. Voraussetzung ist das Bestehen der vorgeschriebenen Fachprüfungen.

  3. Peter Bitterli, 18.03.2021, 20:35 Uhr

    Ist denn eigentlich wirklich niemandem klar, dass medizinische Dissertationen nichts Anderes als alberne kleine Fleissarbeiten sind, gleich relevanzlos ob abgeschrieben oder nicht?

    1. lucifer, 18.03.2021, 20:59 Uhr

      ich stütze ihre aussage. ich habe selber doktoriert und dabei eines gelernt fleissig an einer thematik zu arbeiten und frust aushalten…das ist die ganze hexerei beim doktorieren…und ja es sagt schlussendlich nichts über die praxistauglichkeit aus.

    2. Hagmann, 20.03.2021, 14:33 Uhr

      Natürlich hat mir die Diss für meinen Beruf als Arzt nicht viel genützt. Dennoch,
      eine kleine wissenschaftliche Arbeit, zum Erlangen des Doktortitels macht Sinn,
      Um das wissenschaftliche Arbeiten und Interpretieren kennen zu lernen. Man ist dann wenigstens nicht so blauäugig, wenn einem, mittels Hochglanzprospekt, Neues verkauft werden will!

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