Eine Person im Kanton Luzern stirbt wenige Tage nach Covid-Impfung
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Die Person starb kurz nach der Impfung. (Bild: zvg/Biontech SE 2020)

Swissmedic untersucht den Fall Eine Person im Kanton Luzern stirbt wenige Tage nach Covid-Impfung

2 min Lesezeit 6 Kommentare 30.12.2020, 13:01 Uhr

Nur einige Tage nachdem eine Person die Covid-Impfung erhalten hatte, ist sie verstorben. Ob ein Zusammenhang besteht, war am Mittwoch unklar, als der Fall am morgen publik gemacht wurde.

Im Kanton Luzern soll eine Person wenige Tage nach der Covid-Impfung verstorben sein. Eine Sprecherin der Gesundheitsdirektion bestätigt gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass der Fall den Behörden bekannt sei. Man habe eine Meldung ans Heilmittelinstitut Swissmedic gemacht, weitere Angaben nannte die Sprecherin nicht.

Gemäss dem Portal «Zeitpunkt» handelt es sich bei der verstorbenen Person um einen Bewohner eines Pflegeheims in einer Luzerner Agglomerationsgemeinde. Die dementen Bewohner einer Wohngruppe seien an Heiligabend geimpft worden. Der zuständige Heimarzt sei aber laut eigenen Angaben nicht informiert worden. Gemäss diesem soll der Verstorbene früher negativ auf die Grippeimpfung reagiert haben.

Schmerzen im Bauch

Zwei Tage nach der Impfung habe die Person dann über Schmerzen in Harnröhre und Bauch geklagt. Am Dienstag starb die Person schliesslich. Mit Ausnahme seiner Demenz sei der Patient gesund gewesen.

Das heisst jedoch nicht, dass die Impfung Schuld am Tod des Bewohners war. Der Kanton Luzern war der erste, der mit den Coronaimpfungen begonnen hatte. Die erste Person in der Schweiz war eine 90-jährige Luzernerin, die den Impfstoff am 23. Dezember erhalten hatte (zentralplus berichtete). Bereits zuvor hatte Swissmedic erklärt, dass die Impfung ähnliche Nebenwirkungen hervorrufen kann wie die Grippeimpfung. Personen, die auf gewisse Stoffe allergisch sind, werden zudem nicht geimpft.

Anmerkung der Redaktion: Inzwischen gab Swissmedic nach Abklärungen bekannt, dass ein Zusammenhang zwischen dem Tod des 91-Jährigen und der Covid-19 Impfung höchst unwahrscheinlich ist.

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6 Kommentare
  1. Roli Greter, 01.01.2021, 14:19 Uhr
    1. Raymond, 02.01.2021, 12:40 Uhr

      Warum muss man hier dieses Coronaschwurbler Blatt verlinken? Und dem sauberen Herr Heimarzt, der den Todesfall zuerst dem Herausgeber des Coronaskeptiker Blattes gemeldet hat, gehört die Zulassung entzogen.

  2. lui casutt, 01.01.2021, 02:33 Uhr

    Hier wird einmal mehr suggeriert, die Person sei infolge der Impfung gestorben.
    Es wäre seriös erst abzuklären, ob das wirklich der Fall ist.
    Aber solche Schlagzeilen sind halt derzeit die grossen Reisser…, schade!
    Fehlt am Schluss nur noch der Satz: Es gilt die Unschuldsvermutung…

    1. Redaktion Lena Berger, 01.01.2021, 13:28 Uhr

      Danke für die Rückmeldung. Ich kann die Kritik nicht ganz nachvollziehen. Es steht im Text ausdrücklich, dass die Abklärungen von Swissmedic ergeben haben, dass ein Zusammenhang zwischen der Impfung und dem Todesfall höchst unwahrscheinlich ist. Ich sehe nicht, inwiefern da suggeriert wird, es sei anders. Es handelt sich um die Erstmeldung zu dem Fall, die über sämtliche Nachrichtenagenturen gelaufen ist und die wir im Text explizit mit den neusten Erkenntnissen ergänzt haben.

  3. B Suter, 30.12.2020, 17:12 Uhr

    Woher kommt die Information, dass die Person sonst gesund war? Laut Lukas Jaggi war die Person «ein hohes Alter und mehrere, schwere Vorerkrankungen.».

  4. Marly Enzler, 30.12.2020, 13:55 Uhr

    Eine Impfung ohne Konsultation des Haus-/Heimarztes ist schon mal ein gravierendes Versäumnis. Die Impfstoffhersteller haben immer darauf hingewiesen, aber die Behörden betonen es viel zu wenig. Hauptsache: möglichst schnell möglichst viele impfen.

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