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Eine Machtdemonstration des EV Zug
  • Sport
Lausannes Goalie Sandro Zurkirchen ist geschlagen und Torschütze Lino Martschini dreht nach seinem 1:0 jubelnd ab. (Bild: EVZ/Fabrizio Vignali )

Lausanne in Halbfinalserie wieder im Hintertreffen Eine Machtdemonstration des EV Zug

3 min Lesezeit 30.03.2019, 23:03 Uhr

Ist Lausanne am Ende seiner Kräfte angelangt? Der EV Zug hat die Romands mit einem 5:0 aus der Festhütte Bossard-Arena gefegt. Er war die in allen Belangen klar bessere Mannschaft.

So wie am Samstagabend in Zug ist noch selten eine Mannschaft in einem Playoff-Halbfinal dominiert und vorgeführt worden. Lausanne war selbst bei gleichem Spielerbestand schlichtweg überfordert und deshalb chancenlos. Die Frage nach dem Sieger des dritten Spiels war darum nach 20 Minuten und einem 2:0 für die Mannschaft von Dan Tangnes bereits beantwortet.

Das Schussverhältnis von 19:4 für die Zuger sprach Bände, am Ende lautete es 40:20. Die Zuger hatten die ersten beiden Strafen gegen Lausanne in zwei Tore durch Lino Martschini (6.) und Garrett Roe (18.) umgemünzt. 

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Fehlende Luft führt zu Konzentrationsmängeln

Von Lausanne kam keine Reaktion. Nach 33 Spielminuten erhoben sich die Sitzplatz-Zuschauer in der mit 7’200 Besuchern ausverkauften Bossard-Arena und feierten den EV Zug mit einer Standing Ovation für eine schier perfekte Vorstellung.

Die Art und Weise, wie die in allen Belangen unterlegenen Westschweizer aufgetreten sind, legt einen Verdacht nahe: Nach einer Viertelfinalserie über die volle Distanz gegen die SCL Tigers scheint der Mannschaft von Ville Peltonen die Luft auszugehen.

Denn die Defizite in ihrem Spiel lassen sich allesamt mit Konzentrationsmängeln erklären. Diese treten dann vermehrt auf, wenn die Energietanks zur Neige gehen.

Lausanne nimmt zu viele Strafen

Es ist bekannt, dass die Zuger ein vorzügliches Überzahlspiel haben. In der Qualifikation war es das beste überhaupt und weist auch im Playoff eine Erfolgsquote von über 20 Prozent auf. Dennoch wusste sich Lausanne bald nur noch mit unlauteren Mitteln zu helfen und kassierte dafür nur schon im ersten Drittel drei Strafen. Übers ganze Spiel gar acht. Bei Zug waren es fünf Strafen, drei davon im Schlussabschnitt.

Weitere Hinweise auf nachlassende Kräfte bei Lausanne waren Ungenauigkeiten im Passspiel und fehlerhaftes Positionsspiel in der Abwehr. Sie ermöglichten Lino Martschini die frühe Führung und Reto Suri in der 28. Minute das 3:0.

Stephan mit erstem Playoff-Shutout

Bei einem solch einseitigen Spielverlauf lag es fast schon auf der Hand, dass Tobias Stephan gegen seinen künftigen Arbeitgeber zum ersten Shutout in den laufenden Playoffs kam. Der EVZ-Goalie wehrte alle 20 Schüsse ab. Erst im letzten Drittel musste er das eine oder andere Mal eingreifen, um die Null auf der Matchuhr zu halten. Dabei überstand Stephan gar eine doppelte Unterzahl während 67 Sekunden schadlos.

Sandro Zurkirchen übergab nach 40 Spielminuten und dem zwischenzeitlichen 0:4 die undankbare Aufgabe, Lausannes Goalie zu sein, seinem Ersatz Luca Boltshauser. Im Eishockey ist es eine weitverbreitete Theorie, dass man im nächsten Match so auftritt wie im letzten Drittel des vorangegangenen Spiels. Es war kein Mutmacher für Lausanne.

Der Gala-Auftritt des EVZ erweckt den Eindruck, als ob sich die Zentralschweizer nur selber schlagen können. So, wie ihnen das am Donnerstag beim 4:5 n. V. in Lausanne gelungen ist (zentralplus berichtete). Wenn sie aber ihr Level abrufen und durchziehen, fehlen den Romands schlagkräftige Argumente. Dann ist es ein Klassenunterschied.

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