«Eine 4’000er-Halle wird in der Innerschweiz nie gefüllt»
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Viktor Rüegg ist Mitglied des Gegenkomitees. (Bild: bic)

Gegner der Pilatusarena im Videointerview «Eine 4’000er-Halle wird in der Innerschweiz nie gefüllt»

1 min Lesezeit 18 Kommentare 06.11.2020, 05:00 Uhr

Ja oder Nein zur Pilatusarena in Luzern Süd? Darum geht es in Kriens am 29. November an der Urne. Viktor Rüegg vom Gegenkomitee sagt, weshalb das Projekt aus seiner Sicht überdimensioniert ist und warum er glaubt, dass der Stadt viel Geld durch die Lappen geht, wenn die Halle und das Hochhaus durch die Initianten realisiert werden.

Am 29. November stimmen die Krienserinnen und Krienser über den Bau der Pilatusarena inklusive eines 110 Meter hohen Wohnturmes ab. Der Urnengang wurde nötig, weil ein Komitee das Referendum gegen das Projekt ergriffen hat, nachdem dieses zuvor während zehn Jahren aufgegleist wurde und kurz vor der Ziellinie stand.

Im Videointerview nimmt Viktor Rüegg vom Gegenkomitee unter anderem Stellung zu folgenden drängenden Fragen rund um das Grossprojekt, das die Stadt Kriens unweigerlich verändern wird.

  • Wieso sind Sie gegen das Projekt, obwohl ihm der Einwohnerrat fast einstimmig zugestimmt hat?
  • Warum glauben Sie, dass für die Stadt Kriens letztlich Mehrkosten entstehen, obwohl sie knapp sechs Millionen erhält?
  • Weshalb sind Sie der Meinung, dass das Hochhaus problematisch ist?

Das Videointerview mit Viktor Rüegg:

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18 Kommentare
  1. Bruno Amrhein, 06.11.2020, 17:40 Uhr

    Mir fällt auf, dass viele Befürworter des Hochhaus/Eventhalle-Projektes sehr gereizt oder sogar aggressiv auf die Argumente des Referendumskomitees reagieren. Oft werden andere Ansichten als „Falschinformationen“ etikettiert und in den Fake News Kübel geworfen.
    Solche Reaktionen zeigen eine gewisse Hilflosigkeit und sind kein Zeichen von fairer Auseinandersetzung. Wenn die eigene Meinung als Fakt bezeichnet wird und die Meinung des Andern als Fake, wird die Diskussionskultur zerstört.
    Ich persönlich finde das Projekt zu gigantisch, das Gebiet Mattenhof ist heute schon überfordert.
    Man sollte nochmals über die Bücher. Weniger ist mehr!

    1. Szene Kenner, 08.11.2020, 23:16 Uhr

      Es bedarf einer besonderen Ironie, wenn ausgerechnet Sie Herr Amrhein von fairer Auseinandersetzung reden und den Befürworter der Arena Fake-News Vorwürfe machen…… Genau mein Humor!

  2. Francesco, 06.11.2020, 16:46 Uhr

    Zeugt es von Fairness und Sachlickeit, wenn man/frau bei einer sachpolitischen Auseinandersetzung, die Argumente Andersdenkender nicht mit Gegenargumenten kontern kann und stattdessen auf den Mann losschießt?
    Die Beurteilung solcher Kommentare durch Foul Pfiff, gelbe Karte oder Disqualifikation kann jeder Leser selbst vornehmen.

  3. Christoph Buerkli, 06.11.2020, 15:10 Uhr

    Ich wünsche mir (immer noch), dass das Pro-Komitee die Dimensionen des 110m Hochhauses mit den 36 Stockwerken (und auch des zweiten 50m Hochhauses und der Halle) realitätstreu – d.h. nicht perspektiv verzerrt und abgeschnitten – darstellt. Und zwar von verschiedenen Orten von Kriens aus – so wie früher beim Projekt „Eichhof-West“ oder aktuell bei der „Spange Nord“.

    Wie sieht das 110m Hochhaus und das 50m Hochhaus inkl. Sporthalle aus von verschiedenen Standorten in Kriens (Talboden, Sonnenberg, Dattenberg, Dorfplatz, Allmend, Schlössli, Schattenberg, Zentrum, Horw usw..)? Wie weit verschattet es?

    Noch einmal: Das Dach des 110m Wohnturms inkl. technischer Aufbauten ist höher als die Horwer Halbinsel und liegt 27 Höhenmeter unter dem Schulhaus Gabeldingen – das muss doch den Krienserinnen und Kriensern optisch gezeigt werden, wenn sie darüber abstimmen!

  4. Baumann René, 06.11.2020, 12:39 Uhr

    Die Argumente von Herr Rüegg sind zum Teil hanebüchen und meist an den Haaren herbeigezogen (zB. Sozialhilfeempfänger, Aussicht vom Sonnenberg, ect.). Wie soll zum Beispiel die Stadt Kriens ein solches Projekt selber durchziehen und danach auch noch verwalten? Wer würde das notwendige Personal bezahlen? Das ist nicht ihre Aufgabe.
    Grundsätzlich ist es unglaublich, dass nach so langer Zeit und kurz vor der Ziellinie ein derart überzeugendes Projekt auf diese perfide Art torpediert wird. Demokratisches Mitreden und Mitschaffen geht anders. Das ist reine Verhinderungspolitik zum Schaden der Stadt Kriens und des Sports.

  5. Kaufmann, 06.11.2020, 12:37 Uhr

    Herr Viktor Ruegg
    hat als Bürger und Mensch eine hohe Sach- und Sozialkompetenz
    – ist ein ausgezeichneter Jurist mit eigenem Advokatur-Büro
    – ist und wirkt sehr dynamisch, darf und muss berufsbedingt kritisch sein und lässt sich nicht herumbiegen
    – spielte in Luzern bei Borba einige Zeit auf höchstem Niveau Handball
    – weiss wovon er spricht und überzeugt in jeder Beziehung
    – ist heute noch Top-Fit und lässt den durchschnitt der Jungen alt aussehen _bestimmt auch Bianka_
    – ist für ein ausgewogenes Projekt mit der richtigen Höhe des Gebäudes und Grösse der Halle

    1. Daniel Schnyder, 06.11.2020, 12:48 Uhr

      Herr Rüegg stellt die Situation falsch dar.

      Für mich ein klares JA! Für Kriens und gegen die Verhinderer mit ihren Falschaussagen.

    2. B Suter, 06.11.2020, 12:57 Uhr

      Wie lange hatte der Herr Zeit sich für ein aus seiner Sicht ausgewogenes Projekt einzusetzen? 10 Jahre? Am Vorabend einer Realisierung eines langerarbeiteten Planes mit Einbezug unterschiedlicher Parteien und Interessenten ist einfach Zwängerei und destruktiv.
      Ich freue mich schon auf die ersten jungen Krienser die Stolz sein können zuhause zu spielen.

  6. Joseph de Mol, 06.11.2020, 11:46 Uhr

    Handball ist sogar innerhalb der Randsportarten eine Randsportart und fristet seit Jahrzehnten in der Schweiz ein Mauerblümchendasein. Anders als in Frankreich, Deutschland, Schweden, Dänemark, Slowenien, Spanien oder auch Russland haben die Schweizer Handballer, natürlich auch die einzelnen Handballclubs in der Schweiz, international null Leistungsausweis und dadurch auch keinerlei sportliches Sendungsbewusstsein. Daher sind Turnhallen auch weiterhin vollkommen ausreichend diese Sportart, da das zu erwartenden Publikumsaufkommen absolut vernachlässigbar ist. Dafür braucht es mitnichten eine „Arena“ und 110m hohes Plattenbau-Charme-Wohnsilo mit Mantelnutzung. Dem ganzen Projekt das Attribut „aufgeblasen“ zu verleihen, ist noch nett ausgedrückt!

    1. Baumann René, 06.11.2020, 12:47 Uhr

      Die Argumentation ist ziemlich schwach. Wie soll sich eine Sportart entwickeln und stärkeren Nationen annähern können, wenn ihr regelmässig die notwendige Infrastruktur verwehrt wird? Null Leistungsausweis? Sie waren ganz bestimmt noch nie an einem Handballspiel!

    2. CScherrer, 07.11.2020, 16:18 Uhr

      @Baumann René: Immer die gleiche Argumentation gewisser Sport-Fetischisten. Handball ist eine Randsportart, welche in der Schweiz von geringem Interesse ist. Seit Jahren wird versucht, diese Sportart schmackhaft zu machen. Leider erfolglos! Gesamtschweizerisch besuchen vielleicht max. 500 Zuschauer durchschnittlich solche Spiele. Warum? Eben weil es seit Jahren eine Randsportart ist. Dies wird sich mit einem überdimensionierten Projekt auch nicht ändern, da diese Sportart sich seit Jahren nicht weiterentwickelt hat. Schon bei der swisspor-Arena hat man dem Stimmvolk weiss machen wollen, dass man dort internationale Spiele etc. zu sehen bekommt. Ausser ein paar Spiele der Schweizer Nationalmannschaft gegen „langweilige“ Gegner, gab es dort nichts zu sehen. Schuld daran ist wohl kaum die Arena. Alleine schon die Tatsache, dass man ein Stadion für 16’900 Zuschauer hingestellt hat, ist übertrieben. Es hätte eine Kapazität von 12’000, ja sogar 10’000 Zuschauer völlig ausgereicht. Man will es einfach partout nicht wahrhaben, aber es ist eine Tatsache, dass eine Arena einen Verein nicht besser macht. Und wo sind die Szenarien, wenn der HC Kriens mal absteigen sollte? Wer finanziert dann dieses überdimensionierte Projekt weiter?
      Im Übrigen habe ich schon Handballspiele besucht. Zugegeben eine interessante Sportart, schnell und dynamisch, kraftvoll. Dennoch reicht es nicht für konsequente Besuche. Und daran ändert auch diese Halle nichts.

  7. B Suter, 06.11.2020, 09:27 Uhr

    Der Herr hat auch schon bei seiner alten Partei Chance21 gewirkt. Diese Partei war nie konstruktiv und schon immer nur eine Nörgeler- und Verhinderergrüppchen.

  8. Bianka, 06.11.2020, 08:06 Uhr

    Genauso stelle ich mir einen Gegner eines solches Projektes vor.
    – Ü70
    – gegen Neues
    – gegen Wachstum
    – gegen grosse Wohn / Freizeittempel
    Was ist dies den für eine Aussage, in dieser Sportart braucht es keine 4’000er Halle? Wie soll sich diese Sportart entwickeln wenn die Gegebenheiten (Zuschauerzahl) derart tief sind? Gutes Beispiel bei der Bossard Arena in Zug. Niemand hätte damit gerechnet, das eine 7200er Halle, durch die Saison eine Stadionauslastung von 97% erreicht. Sprich, jetzt muss für viel Geld das Stadion erweitert werden. Beispiel Nr. 2 beim FCL. Durch das Grosse Fassungsvermögen durften in der Corona Zeit, 7300 Zuschauer ins Stadion, was dem FCL finanziell sehr entgegen kam. Bitte liebe Krienser, wacht auf. Die Bevölkerung in der Schweiz wächst, das heisst, es braucht Platz in den Freizeittempeln. Wenn die Möglichkeit da ist, nutzt diese. So gebt ihr dem Sport eine grosse Chance sich zu entwickeln. Kommt dazu, das weitere Events in der Halle stattfinden, was will man dann mit 2000 Plätzen? Bitte!
    Wohnhochhaus: muss man ja nicht viel sagen, aber dieser Herr und seine Generation ist mitverantwortlich, das vor vielen Jahren unsere Landreserven in der Stadt mit kleinen und Einfamilienhäusern zubetoniert wurden. Sprich, 2020 sind Landreserven aufgebraucht. Was muss jetzt passieren? Genau, wir sollten endlich in die Höhe. Aber Nein, gewisse Personen sind dagegen, weil die Leute vom Sonnenberg dann einen Turm in der Landschaft sehen. Herzlich Willkommen in der Stadt und Agglo. Wenn man keine Hochhäuser möchte, ist man z. B in Eschenbach, Hergiswil, Malters, Schüpfheim bestens aufgehoben.
    Hört auf in Luzern immer wieder Steine in den Weg zu legen, wenn es um grosse Bauten geht.

    1. Daniel Schnyder, 06.11.2020, 12:47 Uhr

      Herr Rüegg stellt die Situation falsch dar.

      Für mich ein klares JA! Für Kriens und gegen die Verhinderer mit ihren Falschaussagen.

    2. Emma Medici, 06.11.2020, 13:11 Uhr

      Ihre Argumente sind also ad-hominem und in der Idee verfangen, dass wenn es grosse Hallen gibt, mehr Zuschauer kommen? Die Schweizer NLA Handballvereine haben im Schnitt 300-550 Zuschauer pro Spiel – Tendenz seit Jahren abnehmend. https://www.handball.ch/de/swiss-handball-league/statistiken/

      Kein Bild zeigt den gesamten Turm in Relation mit der grösseren Umgebung. Weshalb hat man solche Tricksereien nötig?

    3. Hans Hafen, 06.11.2020, 14:32 Uhr

      Der Wohn- und Freizeittempel; das nimmt ja pseudoreligiöse Züge an! Kein Wunder gibt es viele kritische Stimmen und kontroverse Diskussionen. Vielleicht stellt ja die Kirche – als überaus grosser Landeigentümer – irgendwo ein passendes Grundstück zu Verfügung…

  9. paul, 06.11.2020, 07:51 Uhr

    Ich finde das projekt tip top. Für mittelgrosse gute Konzerte hat es leider keine Räume in und um Luzern. Für Hallen-Sportclubs mit nationalem Wirken (basket, handball, unihockey…) gibt es auch „nur“ turnhallen. Mit diesem projekt werden endlich diese auch einmal etwas profitieren… Und ja, Hochhäuser sind na ja… Aber es hilft. Wenig land für viele Wohnungen und Büros.

  10. Lebens Lauf, 06.11.2020, 07:42 Uhr

    Das hier ist wieder ein typischer Beweis, wie Ewiggestrige sich gegen den Wandel der Zeit sowie gegen Projekte für die kommenden Generationen zur Wehr setzen. Verwendet eure Energie besser für den Ersatz des Grossfelds. Dies ist genauso dringend und wahrscheinlich eher euer Bau als die Arena.

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