Ein weiterer Player schaltet sich in den Luzerner Eichwäldli-Streit ein
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Der Streit ums Eichwäldli ruft in Luzern zahlreiche Parteien und Vereine aufs Parkett. (Bild: ida)

Wohnbaugenossenschaft mit Vorschlag Ein weiterer Player schaltet sich in den Luzerner Eichwäldli-Streit ein

1 min Lesezeit 1 Kommentar 20.01.2021, 08:27 Uhr

Erst diskutierten die Eichwäldli-Familie und die Stadt Luzern, mittlerweile reden auch Parteien wie die Juso oder Organisationen wie der Quartierverein Obergrund mit. Die Wohnbaugenossenschaft GWI bringt nun einen weiteren Vorschlag aufs Parkett, um doch noch eine gemeinsame Lösung zu finden.

Trotz der vielen Lösungsvorschläge bleiben die Fronten verhärtet: Die Stadt Luzern beharrt darauf, dass die Familie Eichwäldli die Soldatenstube Ende Januar verlassen muss. Aus Sicherheitsgründen, betont sie stets. Die Bewohner des Areals sehen das jedoch anders. Und beide Seiten halten an ihren Standpunkten fest. Daran konnten bisher auch Aussenstehende wie die Juso, SP, Grüne, der Quartierverein Obergrund, zahlreiche Kulturschaffende oder die IG Industriestrasse nichts ändern.

Nun schaltet sich die Wohnbaugenossenschaft GWI in den Streit ein. Sie hat einen neuen Vorschlag im Köcher: Die Gebäude und das Areal sollen beispielsweise im Baurecht an einen genossenschaftlichen Träger gehen, erklärt GWI-Vorstandsmitglied Jonas Krummenacher der «Luzerner Zeitung». Die Stadt könnte das Bodenrecht damit in kurzer Zeit zurückerhalten.

Inpunkto Sicherheit würde die Stadt gleichzeitig von der Verantwortung befreit. Die würde an den neuen Baurechtsnehmer übertragen. Und mit etwas Eigenleistung und einer Investition von rund 50’000 Franken könnten die Gebäude weitere zehn Jahre bewohnbar gemacht werden, ist Krummenacher überzeugt.

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1 Kommentare
  1. Joseph de Mol, 20.01.2021, 09:06 Uhr

    Gute Idee – go for it.
    Allerdings muss selbstverständlich ein marktüblicher Baurechtszins entrichtet werden! Und die Genossenschafter der GWI müssen darüber basisdemokratisch abstimmen können, ob sie sich finanziell hier engagieren wollen. Denn eines steht fest: Es wird teuer! Strategisch ist es allerdings nicht sehr professionell und klug, sich in allerletzter Sekunde mit solch einem Unterfangen zu positionieren, wenn das „rote Telefon“ bereits sturmklingelt.

    Zeit für eine organisierte Planung wäre in den letzten Monaten und Jahren mehr als genug vorhanden gewesen. Zudem scheint die Eigentümerin Stadt Luzern mit dem Grundstück bereits andere – für die Stadt wichtig erscheinende – Pläne zu haben. Ausgang also ungewiss.

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