Leserbrief zum Hochhausreglement «Ein Warnsignal für die Stadt Zug»

1 min Lesezeit 17.11.2017, 17:18 Uhr

Ein kleines Hong Kong will Polit-Urgestein Manfred Pircher aus Zug nicht machen. Dennoch findet der SVP-Gemeinderat, dass man an der Baarerstrasse höher als 30 Meter bauen können muss.

Angesichts der vielen Meldungen über den Abbau oder die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland wirft der Umzug der Pharmafirma AstraZeneca von Zug nach Baar keine grossen Wellen. Das Unternehmen bleibt ja dem Kanton erhalten, und vielleicht wird sogar noch Personal eingestellt. Trotzdem ist der Vorgang ein Warnsignal für die Stadt. Wenn es hier nicht mehr möglich ist, für interessierte Firmen die nötigen Flächen zu einem vernünftigen Preis bereitzustellen, weichen die Unternehmen eben aus.

Auch der Boom in Risch-Rotkreuz ist ein Zeichen, dass die Stadt Zug an Attraktivität eingebüsst hat. Nicht nur die Preise, sondern auch die langen Planungsverfahren und die politischen Risiken schrecken Investoren ab. Ohne den Wachstumsmotor der Stadt geht aber längerfristig die Rechnung mit dem Finanzausgleich und den Zentrumslasten nicht mehr auf. Aus diesem Grund ist es strategisch wichtig, dass sich die Stadt auch weiterhin massvoll entwickeln kann.

Niemand, und zuletzt ich, will in Zug ein kleines Hong Kong! Aber grössere Projekte mit mehr als 30 Meter Höhe müssen in den ausgewiesenen Hochhauszonen an der Baarerstrasse möglich sein. Deshalb sage ich am 26. November Ja zum vernünftigen Hochhausreglement. Denn ein Nein würden von den linken Verhinderern politisch nicht als Absage ans Reglement sondern als Bauverbot ausgelegt!

Manfred Pircher, Mitglied der städtischen Bau und Planungs-Kommission, Zug

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