Ein Toter und zwei Verletzte bei Unfall in Luzern
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Im Bereich des KVA-Gebäudes beim Ibach ereignete sich der Unfall. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

zentralplus hat den Fall laufend rekonstruiert Ein Toter und zwei Verletzte bei Unfall in Luzern

3 min Lesezeit 06.08.2017, 14:58 Uhr

In der Nacht auf Sonntag fuhr ein Personenwagen in eine Gruppe von drei Personen. Ein Opfer verstarb noch am Unfallort, die anderen beiden wurden verletzt. Der Verursacher flüchtete, das Fahrzeug konnte im Rahmen einer Fahndung im Verlauf des Morgens jedoch sichergestellt werden. Zwei Personen wurden verhaftet.

12:18 – Medienmitteilung der Luzerner Polizei

An der Reusseggstrasse in Luzern fuhr nach Angaben der Luzerner Polizei um etwa 02:15 Uhr ein Personenwagen eine Gruppe von drei Personen an. Dabei handelte es sich um drei Polen im Alter 37, 38 und 44 Jahren, die zu Fuss auf der Reusseggstrasse unterwegs waren. «Der unbekannte Fahrzeuglenker fuhr nach dem Unfall ohne anzuhalten weiter», wird erklärt. Einer der Männer verstarb noch am Unfallort, die anderen Beiden wurden verletzt (zentralplus berichtete.)

14:30 – War es Unfall oder Absicht?

Momentan wird spekuliert, ob es sich bei der Tat um Absicht oder aber um einen Unfall gehandelt habe. Laut Urs Wigger, Mediensprecher der Luzerner Polizei, ist dies noch Gegenstand der Ermittlungen. Neue Erkenntnisse gebe es derweil nicht: «Beide verhafteten Personen wurden einvernommen, am Fahrzeug sind die Spuren sichergestellt worden», so Wigger.

Ob es sich bei einem der beiden verhafteten Männer um den Lenker handelt, könne er zu diesem Zeitpunkt noch nicht bestätigen. «Klar ist, dass sie mit dem Verursacherfahrzeug in Verbindung stehen, welches wir heute morgen auf einem Parkplatz sichergestellt haben», so der Mediensprecher der Polizei weiter.

14:45 – Hat Überwachungskamera die Tat aufgezeichnet?

In diversen Berichterstattungen wird spekuliert, ob die Überwachungskamera bei der Kehrichtverbrennanlage Ibach möglicherweise den Unfall aufgezeichnet habe. «Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, ob man darauf etwas vom Unfall sieht. Oder wenn ja, in welchem Winkel», gibt Luzerner Polizei-Mediensprecher Urs Wigger an. Ob die Kamera überhaupt noch in Betrieb sei, sei ebenfalls fraglich. Sicherlich werde man das Material aber auswerten, schliesst Wigger.

Der «Blick» veröffentlichte ein Video der Spurensicherung auf der Unfallstelle:

15:00 – Auf Social Media wird eine Milieu-Abrechnung vermutet

Diverse Reaktionen auf die Tat gab es bereits in den Social Media. Da sich beim Ibach der Luzerner Strassenstrich befindet, spekuliert ein User unter einem Beitrag vom «Blick» über eine Abrechnung im Milieu. Viel Lob gibt es inzwischen für die Luzerner Polizei.

User spekulieren: Gab es hier eine Milieu-Abrechnung?

User spekulieren: Gab es hier eine Milieu-Abrechnung?

(Bild: Facebook)

Auf Twitter wird über die Möglichkeit diskutiert, dass es sich bei der Tat um Absicht gehandelt haben könnte:

Der Täter ist noch nicht gefasst – dieser Facebook-User stellt sich die Frage, ob ihm das Gewissen nicht mehr zu schaffen mache, als die allfällige Strafe durch die Justiz.

«Liegen gelassen wie Kaugummis»: Ein anderer Nutzer macht seinem Ärger über die Fahrerflucht Luft.

16:15 – Unfallfahrzeug ist ein silberner Personenwagen, Opfer erst seit kurzem in der Schweiz

Mittlerweile ist bekannt, dass es sich beim Tatfahrzeug um einen silbernen Personenwagen gehandelt habe. Für Hinweise von Zeugen könnte diese Information von Bedeutung sein. Ausserdem gab Polizeisprecher Urs Wigger gegenüber der «Luzerner Zeitung» an, dass der Älteste der drei Männer ums Leben gekommen sei. Weiter ist zu erfahren, dass alle drei Männer im Autohandel tätig waren. Erst seit kurzem seien sie in die Schweiz gekommen.

«Es hätte auch mich treffen können», kommentiert ein Facebook-Nutzer schockiert.

 

Dieser User hatte Glück: Er war knapp nicht zum Zeitpunkt des Geschehens am Unfallort.

Dieser User hatte Glück: Er war knapp nicht zum Zeitpunkt des Geschehens am Unfallort.

(Bild: Facebook)

17:50 – Kannten sich die Männer?

Im Raum steht auch die Möglichkeit, dass Täter und Opfer sich gekannt haben. Dies bestätigt auch Polizeisprecher Urs Wigger gegenüber zentralplus: «Es kann sein, dass die Männer sich kannten», gibt er zu Protokoll. Im Zuge der laufenden Ermittlungen wolle man dies so schnell wie möglich feststellen. Ausgeschlossen werden kann mit Sicherheit, dass es sich bei der Tat um einen Terroranschlag handelte.

19:00 – noch Fragen offen

Viele Fragen sind zu diesem Zeitpunkt noch ungeklärt – auch aus ermittlungstechnischen Gründen. Beispielsweise wurde noch nicht bekanntgegeben, ob die festgenommenen Personen unter Drogen- oder Alkoholeinfluss standen oder vielleicht zu schnell unterwegs waren. Heute werden wohl keine neuen Erkenntnisse mehr ans Licht kommen; wir werden den Fall selbstverständlich weiter verfolgen.

Die Luzerner Polizei sucht weiter nach Zeugen. Personen, welche Angaben zum genauen Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 041 248 81 17 zu melden.

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