Ein Hodler und drei Moilliets stossen zur Sammlung
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Louis Moilliets Aquarell Haus und Palmen in Tunis II, (1920). (Bild: zvg)

Kunstmuseum Luzern erhält vier Werke Ein Hodler und drei Moilliets stossen zur Sammlung

2 min Lesezeit 02.08.2016, 14:02 Uhr

Das Kunstmuseum Luzern erhält Zuwachs: Aus dem Nachlass der 2012 verstorbenen Monika Widmer kommen Werke von Ferdinand Hodler und Louis Moilliet neu in die Sammlung.

Die Sammlung des Kunstmuseums Luzern wird um vier Werke reicher. Grund dafür ist eine Schenkung der 2012 verstorbenen Monika Widmer, aus deren Nachlass ein Gemälde von Ferdinand Hodler und drei Aquarelle von Louis Moilliet in den Bestand des Kunstmuseums übergehen.

Ideale Ergänzung

Das Gemälde Bezauberter Knabe, um 1905, ist ein Hauptwerk des Genfer Malers Ferdinand Hodler. In seinem symbolistischen Werk ist der Blumen tragende Knabe ein zentrales Motiv, von dem er mehrere Versionen schafft. Für das Gemälde von 1905 intensiviert er die Version von 1894, indem er die Darstellung farblich und formal reduziert und den Raum in die Fläche bringt. Zudem umrahmt die Grasnarbe den Knaben wie eine Aura, so dass aus dem schlichten Knaben ein überirdischer Bote wird.

Ferdinand Hodlers Gemälde Bezauberter Knabe (um 1905).

Ferdinand Hodlers Gemälde Bezauberter Knabe (um 1905).

(Bild: zvg)

 

Nebst Porträts und Landschaften besitzt das Kunstmuseum Luzern mit dem grossformatigen Bild Der Tag III bereits ein Figurenbild aus Hodlers symbolistischer Phase, und der Bezauberte Knabe ergänzt die Sammlung von Werken Ferdinand Hodlers perfekt.

Mit Paul Klee auf Reisen

Weiter erhält das Kunstmuseum Luzern drei Aquarelle von Louis Moilliet aus den 1920er-Jahren. 1914 reist Louis Moilliet mit seinem Freund Paul Klee nach Tunis. In diesen Jahrzehnten konzentriert sich der Berner Künstler auf die Aquarellmalerei. Die Technik eignet sich nicht nur für Reiseskizzen, sie kommt auch seiner Vorliebe für leuchtende Farben entgegen. Die drei neuen Aquarelle bilden mit Moilliets bisherigen Werken in der Sammlung eine repräsentative Werkgruppe und ergänzen die Ansichten aus Luzern und dem Tessin mit solchen aus Tunis und Spanien.

Das Kunstmuseum Luzern freut sich gemäss einer Mitteilung über diesen bedeutenden Zuwachs im Bereich der Klassischen Moderne. Es sei auf Schenkungen angewiesen, da die Mittel zu beschränkt seien, um grössere Ankäufe aus eigener Kraft zu tätigen. In den kommenden Sammlungspräsentationen werden die Werke der Öffentlichkeit vorgestellt.

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