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Ein Hauch von B-Sides trotz Festival-Absage
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Klangkünstler Pyrit bei der Vorbereitung seiner Show am B-Sides 2019. (Bild: Screenshot)

Dokumentarfilm über besonderen Auftritt Ein Hauch von B-Sides trotz Festival-Absage

2 min Lesezeit 06.05.2020, 17:30 Uhr

Klangkünstler Pyrit hat mit seinem aussergewöhnlichen Auftritt am B-Sides letztes Jahr die Besucherinnen beeindruckt. Ein Dok-Film zeigt jetzt, wie dieser zustande kam. Er lässt alle in Nostalgie schwelgen, die wegen der Absage der Ausgabe 2020 traurig sind.

Die Show von Pyrit am Samstagabend des B-Sides gehörte zu den unbestrittenen Highlights auf dem Sonnenberg. Davon sind die Macher des Kulturmagazins «Frachtwerk» überzeugt. In einem kurzen Dokumentarfilm gewähren sie jetzt einen Blick hinter die Kulissen dieser speziellen und einmaligen Performance.

Pyrit, ohnehin kein 0815-Künstler, massschneiderte seine Show für das B-Sides im Rahmen einer Künstler-Residenz – ausnahmsweise in Luzern statt in seiner Wahlheimat Paris. Seit einigen Jahren schon lädt der Südpol Künstler ein, die während mehrerer Tage einen speziell auf das B-Sides zugeschnittenen Auftritt vorbereiten. Im Rahmen des Formats «Docks» hielten die Filmemacher die vier intensiven Tage Vorbereitung mit der Kamera fest.

Vom Südpol auf den Sonnenberg

Wohlgesinnte Kritiker vergleichen Pyrit auch schon mal mit Portishead oder dem Hollywood-Tausendsassa David Lynch. Auch wenn der Vergleich vielleicht etwas hoch greift, ist klar, dass alle drei für atmosphärische, spannungsgeladene Produktionen stehen. Das macht die Dokumentation deutlich.

Es passte deshalb wie die Faust aufs Auge, dass es vor dem Auftritt noch ein ordentliches Gewitter gab. Pyrit, bürgerlich Thomas Kuratli aus St. Gallen, holte den Schauspieler Felix Utting aus Berlin mit auf die Bühne. Sie verschmolzen auf dem Sonnenberg mit ihren Gerätschaften und erschufen einen dramatischen, elektrosynthetischen Klangteppich, den andere auch als «Filmmusik ohne Film» beschrieben.

Die Residenz von Lisa Morgenstern fällt aus

In diesem Jahr sollte Lisa Morgenstern die Rolle der Residenz-Künstlerin dieser Südpol/B-Sides-Kollaboration spielen. Die deutsch-bulgarische Pianistin war zu Gast am Lichtfestival «Lilu» Luzern in der Hofkirche. Für das B-Sides wollte sie im Rahmen der Südpol-Residenz gemeinsam mit der Luzerner Künstlerin Joan Seiler eine exklusive Show entwickeln.

Die Macher haben aber nun keine Möglichkeit gesehen, trotz Corona-bedingtem Ausfall des B-Sides 2020 die Residenz durchzuführen. «Die Residenz ist auf einen Auftritt ausgelegt», sagt B-Sides-Sprecher Dominic Unternährer. Zudem sei unklar, ob Lisa Morgenstern aus Deutschland überhaupt würde einreisen können.

Da man nach tollen Auftritten wie dem von Pyrit im letzten Jahr aber von der Residenz-Idee überzeugt sei, wolle man aufs nächste Jahr hin wieder die Zusammenarbeit mit dem Südpol suchen.

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