Statt im «Dal Calabrese» in Luzern wollen Muzzis nun im Foodtruck kochen
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Raffaele Muzzi und seine Frau Daniela bieten kalabrische und Bündner Spezialitäten. (Bild: sei)

«Danilelé» machen mobil Statt im «Dal Calabrese» in Luzern wollen Muzzis nun im Foodtruck kochen

3 min Lesezeit 1 Kommentar 11.02.2021, 11:00 Uhr

Seit 40 Jahren stehen die Zuger Daniela und Raffaele Muzzi Seite an Seite im eigenen Restaurant am Herd. Zuletzt in der Stadt Luzern. Corona zwingt die beiden zum Umdenken: Fortan werden sie im mobilen Foodstand kochen. Der Truck ist allerdings noch auf etwas Starthilfe angewiesen.

Das «Ristorante dal Calabrese» in Luzern ist seit dem Lockdown im März geschlossen. «Das Lokal ist zu klein, um Schutzmassnahmen einzuhalten. Und zudem ohne Fenster», sagt Koch Raffaele Muzzi. Doch auf das Kochen für Gäste wollen er und seine Frau Daniela auf gar keinen Fall verzichten. Seit 40 Jahren stehen sie gemeinsam am Herd, seit 2019 im besagten Restaurant in Luzern, zuvor im «Baarerhof» in Zug. Dem Gault Millau waren ihre Kochkünste stolze 13 Punkte wert.

Kurz: «Wir sind immer noch mit dem Herz dabei», so Raffaele Muzzi. Deshalb habe man nach Alternativen gesucht. So entstand die Idee vom Foodtruck «Danilelé»: Daniela und Raffaele Muzzi fusionieren dabei nicht nur ihre Namen, sondern auch italienische Spezialitäten mit traditioneller Bündner Küche – Pasta und Pizokel unter einem Dach.

Der Koch freut sich auf die kleine, feine Küche im Freien

Die Rückmeldungen von Gästen und Freunden zur Idee seien «sehr, sehr positiv», freut sich Muzzi. Eben auch, weil nicht irgendeine neue Imbissbude entstehen soll, sondern richtig gekocht wird. Um das sicherzustellen, muss der Anhänger denn auch nach den Wünschen von Raffaele Muzzi umgebaut werden. «Es wird zwar einen Grill geben, aber vor allem brauche ich einen richtigen Herd für meine Pfannen.» Mit einem Crowdfunding kann man die beiden Gastronomen beim aufwendigen Umbau unterstützen.

Dass es dabei im Foodtruck auch mal eng werden kann, ist sich Muzzi bewusst. Ein Problem sei das aber nicht: «Schon in meiner heutigen Küche gibt es wenig Platz, deshalb wird das keine besondere Umstellung für mich», sagt er mit einem Schmunzeln. Im Gegenteil, er freue sich darauf, dass die Gäste ihm künftig beim Kochen zusehen können – was dank des Umbaus möglich sein wird. Muzzi hofft, dass die eigens für ihn gefertigte mobile Küche bis im Frühling fertiggestellt ist.

Standplatz in Zug und Luzern gesucht – im besten Fall ab April

Starten wollen die beiden deshalb im besten Fall Ende März oder Anfang April. Vorerst sind drei Standorte in Rotkreuz, Baar und Sihlbrugg geplant. Die Plätze befänden sich in Abklärung. Der Ausgangspunkt in Zug biete sich an, weil sie dort wohnen würden und es deshalb einfacher sei, sagt Muzzi.

Doch würden sie gerne auch in Luzern weiterhin ihre Künste anbieten. Man habe zwar einige Ideen für Standplätze, aber noch keinen definitiven Ort gefunden. Vorschläge nehmen sie weiterhin für die Zentralschweiz entgegen. Wenn der Wagen dann endlich ins Rollen gekommen ist, wollen «Danilelé» auch Caterings für private Anlässe und Firmen anbieten – «natürlich mit Schutzkonzept», wie Muzzi beteuert.

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1 Kommentare
  1. Peter Suster, 11.02.2021, 11:52 Uhr

    Vielleicht müsste es heissen „waren 13 Punkte wert“. Aktuell hat das Paar keine Punkte im Guide (was sich einfach recherchieren lässt auf der Website des Guide-Michelin)

Die zentralplus Redaktion wünscht Dir einen schönen Tag!

Wir möchten einfach kurz Danke sagen. Danke, dass du zentralplus liest.