Eigenartiger Name, erfreuliches Phänomen: Willkommen im Altweibersommer
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Besser wirds nicht mehr: Schnell raus an die Sonne. (Bild: Adobe Stock)

Draussen lockt die Sonne Eigenartiger Name, erfreuliches Phänomen: Willkommen im Altweibersommer

2 min Lesezeit 25.10.2020, 09:50 Uhr

Die Tage werden zwar wieder markant kürzer. Doch zumindest heute bringt der nun angebrochene Altweibersommer nochmals viel Sonne mit sich. Nur: Woher kommt der eigenartige Begriff eigentlich?

Bis auf ein paar Schleierwolken sollte es an diesem Sonntag meist sonnig bleiben. In Luzern steigt das Thermometer mindestens auf 16 Grad, in den Alpentälern wird es mit aufkommendem Föhn sogar rund 20 Grad.

Das sonnige Wetter passt in die Schönwetterphase im Herbst namens Altweibersommer. Aus meteorologischer Sicht befinden wir uns gerade mittendrin.

Klimaveränderung beeinflusst auch die Schönwetterperiode

Gemäss Meteo Schweiz ist das Wetterphänomen heute nicht mehr so ausgeprägt wie noch zwischen 1901 und 1960. Aber selbst mit den heutigen Klimabedingungen ist der Altweibersommer im Oktober ein Thema. In den letzten 30 Jahren stechen die Daten zwischen dem 22. und dem 27. Oktober als häufige Schönwettertage heraus.

Der Altweibersommer hat sich demnach eher gegen hinten verschoben: Die Schönwetterperiode fand in der Vergangenheit eher zur Oktobermitte statt.

Spinnweben, Elfen und Zwerge

Dann ist da noch die Sache mit dem Namen. Die Herkunft des Namens werde in der meteorologischen Fachliteratur nicht diskutiert, schreibt Meteo Schweiz. Laut dem Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten von Lutz Röhrich leitet sich der Begriff aber von Spinnfäden her, die im Herbst umherfliegen.

Mit «weiben» wurde im Altdeutschen das Knüpfen der Spinnweben bezeichnet, wobei das Wort weiben für das heutige Wort weben verwendet wurde. Im Volksglauben wurden diese Spinnweben auch für Gespinste von Elfen, Zwergen und anderen mythologischen Figuren gehalten, schreibt das Bundesamt für Meteorologie. Der Begriff «alt» ist gemäss Duden-Bedeutungswörterbuch im Zusammenhang mit «spät» zu verstehen. Der Altweibersommer ist demnach der Spätsommer oder Nachsommer.

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