Ehemals besetztes Haus wird wieder bewohnbar
  • Gesellschaft
Eine Wohnung im rosaroten Haus an der Güterstrasse 7 wurde Anfang 2018 besetzt. (Bild: jal)

Luzern: Sanierung der Güterstrasse 7 Ehemals besetztes Haus wird wieder bewohnbar

2 min Lesezeit 1 Kommentar 06.01.2020, 11:48 Uhr

Nach einer kurzen Besetzung steht das rosa Haus hinter dem Luzerner Bahnhof seit Sommer 2018 leer. Wegen des schlechten Zustands schloss die SBB als Eigentümerin eine Zwischennutzung aus. Nun ist klar: Nach einer Sanierung sollen im nächsten Jahr neue Mieter in das über 100-jährige Gebäude ziehen.

Hinter dem Luzerner Bahnhof ist Grosses geplant. Die SBB reissen den alten Güterschuppen ab und planen zwischen dem Hotel Radisson und dem Konzerthaus Schüür ein neues Quartier. Diesen Montag wurde bekannt, dass die Hochschule Luzern mit den Departementen Wirtschaft und Soziale Arbeit auf das Rösslimatt-Areal ziehen wird. Die Zusage ist zugleich der Startschuss für die weiteren Planungen (zentralplus berichtete).

Inmitten des neuen Quartiers steht das rosa Haus an der Güterstrasse 7. In den Fokus der Öffentlichkeit rückte es, als es im Winter 2017/2018 zweimal besetzt wurde. Daraufhin sperrte die SBB Fenster und Türen mit Gitter ab, um eine weitere Besetzung zu verhindern. Wenige Monate später zogen die letzten Mieter aus (zentralplus berichtete). Der Idee einer Zwischennutzung, wie von linker Seite gefordert, erteilte die SBB wegen des schlechten Zustands des Gebäudes eine deutliche Absage.

Obwohl das Siegerprojekt für das Rösslimatt-Areal eine Integration des rosaroten Hauses in die neue Überbauung vorsah, wurden Befürchtungen laut, die Eigentümerin beabsichtige den Abriss des Gebäudes (zentralplus berichtete).

Acht preisgünstige Wohnungen

Diese Sorgen erweisen sich nun definitiv als unbegründet: Die SBB als Besitzerin hat am Montag am Rande der Pressekonferenz über das Rösslimatt-Areal auch ihre Pläne für das rosa Haus bekannt gegeben. Das 1905 erstellte Gebäude wird saniert und wieder bewohnbar gemacht.

«Es entstehen acht preisgünstige Wohnungen», sagte Susanne Zenker, Leiterin Development bei der SBB. Im Erdgeschoss sind zudem zwei Atelier- oder Gewerbeflächen vorgesehen. Geplant ist laut Zenker eine sanfte Sanierung des Hauses. Das erlaube es auch, die Wohnungen zu moderaten Preisen zu vermieten. Über die Höhe der Mieten macht die SBB derzeit noch keine Angaben.

Die Arbeiten sollen bestenfalls noch in diesem Jahr starten. Die neuen Mieter dürften voraussichtlich im Jahr 2021 einziehen können.

Das Gebäude ist im Bauinventar der Stadt als erhaltenswertes Objekt eingetragen. Die SBB bezeichnen es als Zeitzeuge für die ersten Entwicklungen auf dem Areal, die 1900 in Gang kamen.

Das rosarote Haus wird in die geplante Überbauung integriert. (Visualisierung: Architron/SBB)

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1 Kommentare
  1. Dunning-Kruger, 07.01.2020, 13:51 Uhr

    Schön wäre auch: Ehemals bewohntes Haus wird wieder besetzt!

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