Egolzwiler Gemeinderat erzwang Rücktritt des Präsidenten
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Die Grabungsfläche in Egolzwil liegt mitten im Wohngebiet – und bald soll auch hier gebaut werden. (Bild: jwy)

Uneinigkeit führt zu drastischem Ultimatum Egolzwiler Gemeinderat erzwang Rücktritt des Präsidenten

2 min Lesezeit 20.11.2018, 00:01 Uhr

Der Egolzwiler Gemeindepräsident Urs Hodel gibt sein Amt nächsten Frühling ab. Auslöser war ein genauso ungewöhnliches wie einschneidendes Ultimatum des restlichen Gemeinderates: Wäre Hodel nicht zurückgetreten, hätten die anderen vier Mitglieder gemeinsam ihren Hut genommen.

In der Gemeinde Egolzwil hängt der lokalpolitische Haussegen schief. Kürzlich wurde bekannt, dass Gemeindepräsident Urs Hodel per Ende März zurücktritt – und bis auf weiteres seine Aufgaben abgibt (zentralplus berichtete).

Nun ist klar: Aulöser des Abgangs war eine radikale Forderung der anderen vier Gemeinderäte. Ihr Ultimatum: Entweder Gemeindepräsident Urs Hodel reicht innert einer Bedenkzeit von vier Tagen seinen Rücktritt ein oder der restliche Gemeinderat tritt in corpore zurück.

«Aufgrund diametral unterschiedlicher Auffassungen über die Amtsführung innerhalb des Gemeinderates konnten sich die vier übrigen Gemeinderatsmitglieder keine weitere Zusammenarbeit vorstellen und sahen sich zu diesem drastischen Schritt genötigt», begründet der Gemeinderat am Montag in einer Mitteilung. Worum es im Detail geht und ob diesbezüglich etwas Spezielles vorgefallen ist, lässt er offen. Klar ist aber: Hodel liess nach dem Ultimatum nur zwei Tage verstreichen, bis er seine Demission einreichte.

Einvernehmliche Regelung gefunden

Man habe nun eine einvernehmliche Regelung gefunden, was die restliche Amtszeit betrifft. Denn Hodel tritt nicht per sofort zurück, sondenr erst auf Ende März. Aus persönlichen Gründen, die der Gemeinderat respektiere, heisst es in der Mitteilung.

Urs Hodel werde bis zum Ende seiner Amtszeit nur noch interne Aufgaben wahrnehmen. Die Aufgaben des Ressorts Präsidiales werden bis zur Ersatzwahl durch seinen Stellvertreter, Vizepräsident Roland Wermelinger, wahrgenommen. Dazu zählen insbesondere repräsentative Aufgaben, der Vorsitz der Gemeinderatssitzung und der Gemeindeversammlung. Hodel ist seit elf Jahren im Amt und gehört der CVP an. Im Gemeinderat sitzen neben ihm zwei weitere CVP-Mitglieder sowie zwei Vertreter der FDP.

Die Ersatzwahlen des Gemeindepräsidenten und eines Mitglieds des Gemeinderates werden voraussichtlich am 10. März 2019 stattfinden. Eingabeschluss für Wahlvorschläge wäre am 21. Januar 2019.

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