E-Ladestationen: Luzern gehört zu den Schlusslichtern
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Mehr Ladestationen für E-Autos würden die Parkplatzsituation verschlechtern, befürchtet der Luzerner Stadtrat. (Bild: Adobe Stock)

Grüne Mobilität E-Ladestationen: Luzern gehört zu den Schlusslichtern

2 min Lesezeit 1 Kommentar 04.04.2021, 08:48 Uhr

Wer in der Stadt Luzern ein Elektroauto besitzt, sollte besser eine eigene Aufladestation haben. Denn öffentlich zugängliche «Zapfsäulen» gibt es vergleichsweise wenige. Und das dürfte vorerst so bleiben.

In der Stadt Luzern kommen nur gerade rund 45 Ladepunkte auf 1’000 Elektroautos. Das ist hinter Zürich der zweittiefste Wert aller Städte mit mehr als 20’000 Einwohnern, wie eine Auswertung der «Sonntagszeitung» zeigt. Sie hat Daten des Portals ich-tanke-strom.ch unter die Lupe genommen, auf dem 90 Prozent aller öffentlich zugänglichen Ladestationen registriert sind.

Demnach fehlt es in vielen grossen Städten an entsprechender Infrastruktur. Nur gerade Biel punktet diesbezüglich gross auf. Ebenso können Tourismusregionen im Wallis und Graubünden ihre Zahlen sehen lassen.

Luzern sieht Private in der Pflicht

Die Zahl der öffentlichen Ladestationen ist gemäss Experten relevant für den Umstieg auf Elektroautos, weil gerade Mieter oft darauf angewiesen seien. Während andere Städte deshalb aufholen wollen, ist Luzern zurückhaltend. «Es sollte grundsätzlich Aufgabe der privaten Liegenschaftsbesitzer sein, Ladestationen anzubieten», sagte Mobilitätsdirektor Adrian Borgula (Grüne) letztes Jahr im Rahmen der Diskussion zum neuen Parkplatz-Reglement.

Der Stadtrat will nicht im öffentlichen Raum neue Ladestationen erstellen.«Auch das Elektroauto verbraucht wie die Benziner oder Dieselfahrzeuge kostbare Verkehrsfläche», schreibt er im erwähnten Konzept. Die laufe der städtischen Mobilitätsstrategie zuwider, welche in Zukunft «mehr Mobilität auf gleicher Fläche» ermöglichen will. Dass Luzern zu den Schlusslichtern zählt, dürfte sich also nicht so schnell ändern.

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1 Kommentare
  1. Thalia Brügger, 04.04.2021, 10:35 Uhr

    Mieter fahren keine Stromautos. Deshalb brauchen sie weder öffentliche noch private Ladestationen. Wenn ein Mieter eine solche vom Vermieter fordert, soll er sie selbst finanzieren. Und sie beim Wegzug dem Vermieter zu verkaufen versuchen – oder sie mitnehmen 🙂

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